Hier finden Sie chronologisch sortiert aktuelle und vergangene Beiträge zum Thema Sterbehilfe und Suizidbeihilfe.

2017

09.07.17: Sterbehilfe-Debatte.de: Relaunch von Infoportal zu Palliativmedizin und Hospizarbeit contra Sterbehilfe und Suizidbeihilfe

Logo InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik DeutschlandAm 8. Juli 2017 wurde das völlig überarbeitete Infoportal www.Sterbehilfe-Debatte.de von der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland freigeschaltet. Es bietet umfassende Informationen zum Thema pro menschenwürdige Pflege, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra Sterbehilfe und Suizidbeihilfe.

Mehr zum Relaunch des Infoportal www.Sterbehilfe-Debatte.de


02.06.17: Ad-Hoc-Empfehlung veröffentlicht: Ethikrat verneint Anspruch auf staatliche Unterstützung bei Suizid

Der Deutsche Ethikrat empfiehlt in einer am 01.06.17 veröffentlichten Ad-Hoc-Empfehlung, der gebotenen Achtung individueller Entscheidungen über das eigene Lebensende keine staatliche Unterstützungsverpflichtung zur Seite zu stellen. Damit widerspricht der Ethikrat dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 02.03.17.

Weiter zur Pressemitteilung des Ethikrates zur Ad-Hoc-Empfehlung


PM 23.05.17: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur privaten Einfuhr des Hinrichtungsmittels Pentobarbital für Suizidzwecke wird durch haarsträubende Argumente begründet

aefdl-logoMünster. Vor wenigen Tagen hat das Bundesverwaltungsgericht die Begründung zu dem umstrittenen Urteil vom 2. März 2017 geliefert, das die private Einfuhr von Pentobarbital für Suizidzwecke erlaubt.
„Diese Begründung ist haarsträubend“, sagte heute Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins „Ärzte für das Leben“ in Münster.

Zur ÄfdL-Pressemitteilung zur Begründung des Bundesverwaltungsgerichtsurteils zur Suizidbeihilfe


03.03.17: Ärzte für das Leben e.V. entsetzt über Gerichtsurteil zum Erwerb von Betäubungsmittel zur Selbsttötung

aefdl-logoDas allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG umfasst auch das Recht eines schwer und unheilbar kranken Patienten, zu entscheiden, wie und zu welchem Zeitpunkt sein Leben beendet werden soll, vorausgesetzt, er kann seinen Willen frei bilden und entsprechend handeln. Daraus kann sich im extremen Einzelfall ergeben, dass der Staat den Zugang zu einem Betäubungsmittel nicht verwehren darf, das dem Patienten eine würdige und schmerzlose Selbsttötung ermöglicht. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 02.03.17 entschieden. Ärzte für das Leben e.V. zeigten sich in einer Pressemitteilung vom 03.03.17 bestürzt über das Urteil.

Ärzte für das Leben e.V. entsetzt über Gerichtsurteil zum Erwerb von Betäubungsmittel zur Selbsttötung
Münster – Diese Regelung geht selbst über die Situation in der Schweiz hinaus.
PRESSEMITTEILUNG Ärzte für das Leben e.V. 03.03.17

Siehe ergänzend:

Zugang zu einem Betäubungsmittel, das eine schmerzlose Selbsttötung ermöglicht, darf in extremen Ausnahmesituationen nicht verwehrt werden
PRESSEMITTEILUNG Bundesverwaltungsgericht 02.03.17

Themenspecial der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik auf www.sterbehilfe-debatte.de zum Gerichtsurteil mit umfangreicher Presseschau.


01.02.17: Ärzte für das Leben zur Euthanasie-Gedenkstunde im Bundestag: „Inklusion statt Selektion für Menschen mit Down Syndrom“

aefdl-logoMünster 31.01.17. Am 27. Januar 2017 wurde im Deutschen Bundestag in der Gedenkstunde zum Holocaust erstmals an das Schicksal der ca. 300.000 Opfer des Euthanasie-Programms der Nationalsozialisten erinnert. Der 38-jährige Schauspieler und Synchronsprecher Sebastian Urbanski, welcher das Down Syndrom hat, erinnerte an kranke und behinderte Menschen, die als “Lebensunwerte“ getötet wurden.

Der Verein Ärzte für das Leben e.V. machte vor diesem Hintergrund darauf aufmerksam: So wertvoll und begrüßenswert die wachsende Achtung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der heutigen Gesellschaft ist, so sehr muss es zu bedenken geben, dass in mehr als 95% der Schwangerschaften, bei denen eine vorgeburtliche Diagnostik auf ein hohes Risiko für Down Syndrom hinweist, die betroffenen Kinder durch Abtreibung getötet werden. In Deutschland kann sogar bei Hinweis auf Down Syndrom eine Abtreibung bis unmittelbar vor der Geburt vorgenommen werden.

Weiter zur ÄfdL-Pressemitteilung zur Euthanasie-Gedenkstunde im Bundestag

Ergänzende Informationen:

Bundestag erinnert an die Opfer der „Euthanasie“ im NS-Staat
MITTEILUNG Deutscher Bundestag vom 27.01.17 mit allen Reden und Videos zur Veranstaltung


2016

27.12.16: Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ reicht Verfassungsbeschwerde gegen § 217 StGB ein

Arbeitsbündnis Kein assistierter Suizid in Deutschland!Das Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ hat im Dezember 2016 eine Verfassungsbeschwerde gegen den neuen § 217 StGB initiiert und mit Hilfe des renommierten Verfassungsrechtlers Dr. Christoph Partsch aus Berlin eingereicht. Dies teilte das Bündnis am 17.12.16 in einer Presseaussendung mit.

Weiter zur Pressemitteilung des Arbeitsbündnisses vom 17.12.16 (PDF-Format)

Ergänzende Informationen:

Schon ein Dutzend Verfassungs­beschwerden zur Suizidbeihilfe
AERZTEBLATT.DE 19.12.16


27.10.16:PDF Cullen, Paul: Suizidbeihilfe: Der Arzt als Tötungshelfer?

Prof. CullenAus ETHICA 24 (2016) 3, S. 217 – 231
Interdisziplinäre Zeitschrift für Wissenschaft, Forschung, Lehre und Verhalten

Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Resch Verlag, Innsbruck


PM 16.10.16: Suizidbeihilfe für gesunde lebensmüde Ältere: Ärzte für das Leben e.V. bestürzt über niederländischen Gesetzesvorstoß

Logo Ärzte für das Leben e.V.Der Verein „Ärzte für das Leben“ ist zutiefst bestürzt über Meldungen aus den Niederlanden, dass die dortige Regierung Überlegungen anstellt, Suizidbeihilfe bei „älteren“ gesunden Menschen, die des Lebens überdrüssig sind, zu erlauben.
„Besonders beunruhigen“ sagte Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins, „muss der Hinweis in einem Brief von Gesundheitsminsterin Edith Schippers und Justizminister Ard van der Steur an das niederländische Parlament, dass der „Todeshelfer“ einen „medizinischen Hintergrund“ haben soll.“

Weiter zur ÄfdL-Pressemitteilung vom 16.10.16 zur Sterbehilfe-Debatte in den Niederlanden


PM 21.09.16: Ärzte für das Leben zur ersten ärztlichen Tötung eines Minderjährigen auf Verlangen in Belgien: „Schwerkranke Kinder und Jugendliche brauchen unsere Hilfe und unseren Beistand. Niemals dürfen wir Ärzte uns dafür hergeben, sie vorsätzlich zu töten.“

aefdl-logoDer Verein „Ärzte für das Leben“ ist über die Nachricht, dass belgische Kollegen ein unheilbar krankes Kind aktiv getötet haben, zutiefst bestürzt.
Wie Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins bereits in der vor wenigen Monaten geführte Debatte um den ärztlich assistierten Suizid in Deutschland mehrfach betont hat, „kann die vorsätzliche Tötung eines schwerkranken Patienten durch seinen Arzt nie die Lösung sein.“

Weiter zur ÄfdL-Pressemitteilung vom 21.09.16


20.09.16: Rückblick / Fazit zum Marsch für das Leben 2016

Banner Marsch für das Leben 2016Unter dem Motto „Jeder Mensch ist gleich wertvoll – kein Kind ist unzumutbar“ fand am 17.09.2016 in Berlin der 12. Marsch für das Leben statt. Dabei gab es bewegende Aufrufe und Bekenntnisse. Nachfolgend die Pressemitteilung des Bundesverband Lebensrecht (BVL) mit einem Rückblick und Fazit zum Marsch für das Leben.

Weiter zur BVL-Pressemitteilung vom 19.09.16

Siehe ergänzend: PDF Rede Prof. Paul Cullen, 1.Vorsitzender Ärzte für das Leben e.V. beim Marsch für das Leben, Berlin, 17.09.16


25.08.16 Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Die Beschränkung ärztlicher Zwangsbehandlung auf untergebrachte Betreute ist mit staatlicher Schutzpflicht nicht vereinbar

Es verstößt gegen die Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG, dass hilfsbedürftige Menschen, die stationär in einer nicht geschlossenen Einrichtung behandelt werden, sich aber nicht mehr aus eigener Kraft fortbewegen können, nach geltender Rechtslage nicht notfalls auch gegen ihren natürlichen Willen ärztlich behandelt werden dürfen. Dies hat der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit einem am 25.08.16 veröffentlichtem Beschluss entschieden. Der Gesetzgeber habe die festgestellte Schutzlücke unverzüglich zu schließen.

Mehr dazu in der ausführlichen Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 25. August 2016


13.07.16: Leserbrief „NS-„Euthanasie“: Noch nicht überwunden“

Prof. CullenLeserbrief von Prof. Dr. Paul Cullen zum Artikel im Deutschen Ärzteblatt 24/2016: „Damals glaubte man doch den Ärzten“ von Jennifer Meyer-Ueding.

Im Artikel ging es darum, dass zwischen 1941 und 1945 in der „Kinderfachabteilung“ der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg 300 bis 350 Kinder und Jugendliche ermordet wurden.
Prof. Cullen warnt vor Parallen in heutigen Debatten über Präimplantationsdiagnostik (PID), nicht-invasive Pränataltests und ärztliche Suizidbeihilfe.

Zum Leserbrief in Deutsches Ärzteblatt 2016; 113(27-28): A-1319 / C-1091 vom 11.07.16
(Dort gibt es auch den zugehörigen Artikel)


15.03.16: Konferenz des Europäischen Zentrums für Recht und Gerechtigkeit (ECLJ) zu Gewissensfreiheit von Ärzten, Hebammen und Apothekern

Anlässlich einer Konferenz des Europäischen Zentrums für Recht und Gerechtigkeit (ECLJ) am Sitz der Vereinten Nationen in Genf hat der UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Professor Heiner Bielefeldt, sich für das Recht des medizinischen Personals ausgesprochen, aus Gewissensgründen die Beteiligung an Abtreibung oder Sterbehilfe abzulehnen. Mehr dazu in einem ausführlichen Bericht der Nachrichtenagentur ZENIT.org

Für Gewissensfreiheit von Ärzten, Hebammen und Apothekern
Konferenz des Europäischen Zentrums für Recht und Gerechtigkeit (ECLJ) in Genf
ZENIT.ORG 14.03.16


2015

13.11.15: Sterbehilfe – Man muss sehr genau hinschauen, was hier gerade passiert

Eine sehr glatte, schiefe Ebene: Wer kann nach der Bundestagsentscheidung sicherstellen, dass in jedem Fall die Grenze zwischen Beihilfe zum Suizid und Sterben auf Verlangen nicht überschritten wird?
kath.net-Kommentar von Prof. med. Paul Cullen, 1. Vorsitzender Ärzte für das Leben
KATH.NET 13.11.15


PM 06.11.15: „Ärzte für das Leben“ rufen zur Wachsamkeit auf nach Sterbehilfe-Abstimmung im Bundestag

Logo Ärzte für das Leben e.V.Der Verein „Ärzte für das Leben“ zeigt sich nach der heutigen Abstimmung im Bundestag für den Gesetzesentwurf von Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD) besorgt.

„Wie aus den vielen Redebeiträgen im Plenum erneut erkennbar wurde, ist es Intention dieses Entwurfs, dass es Ärzten erlaubt sein soll, Beihilfe zur Selbsttötung zu leisten, sofern diese Tätigkeit nicht auf Wiederholung ausgelegt ist, also geschäftsmäßig wird“, bemerkte Prof. Paul Cullen, Vorsitzender des Vereins.

Zur Pressemitteilung: „Ärzte für das Leben“ rufen zur Wachsamkeit auf nach Sterbehilfe-Abstimmung im Bundestag


06.11.15: Geschäftsmäßige Hilfe zum Suizid wird bestraft

Die Sterbehilfe wird in Deutschland neu geregelt. Der Bundestag entschied sich am Freitag, 6. November 2015, für die Annahme eines von den Abgeordneten Michael Brand (CDU/CSU), Kerstin Griese (SPD), Kathrin Vogler (Die Linke) und Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) und anderen fraktionsübergreifend initiierten Gesetzentwurfs (18/5373).
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 06.11.15

Anm.: Dort gibt es die Drucksachen und das Video zur Debatte sowie die Abstimmungsergebnisse


03.11.15: Assistenz im Leben ist ärztlicher Auftrag!

Dr. med. Maria Overdick-GuldenZur aktuellen Debatte um die Suizidbeihilfe
Von Dr. med. Maria Overdick-Gulden, Trier
Leserbrief veröffentlicht in: „Die Tagespost“am 03.11.15, Nr. 131

Weiter zum Beitrag „Assistenz im Leben ist ärztlicher Auftrag!“


26.10.15: „Wir wollen den Weg der Euthanasie nicht beschreiten“

Prof. CullenAm 6. November entscheidet der Bundestag über die gesetzliche Neuregelung der Beihilfe zum Suizid – Zwischenruf eines Arztes.
Von Paul Cullen

Zum Beitrag „Wir wollen den Weg der Euthanasie nicht beschreiten“, erschienen in „Die Tagespost“ am 23.10.15

Siehe ergänzend:

25.10.15: Aktionsaufrufe gegen Suizidbeihilfe

Seit geraumer Zeit gibt es Aktionswebseiten, über die Sie Ihre Bundestagsabgeordneten zur gesetzliche Neuregelung der Beihilfe zum Suizid anschreiben können. Machen Sie mit!


22.09.15: Marsch für das Leben in Berlin 2015 – Lohmann: „Unser Marsch wächst. Und das ist gut so“

Marsch für das leben 2015 BerlinAm Marsch für das Leben in Berlin am 19.09.15 nahmen in diesem Jahr mehr als 7.000 Personen teil. Damit stieg die Zahl der Teilnehmer wieder im Vergleich zu den Vorjahren (2013: 4.500 Teilnehmer, 2014: 5.000 Teilnehmer).
Organisiert wurde der Marsch, an dem auch „Ärzte für das Leben e. V.“ teilnahmen, vom Bundesverband Lebensrecht (BVL)

Mehr dazu in der Pressemitteilung des BVL vom 20. und 21.09.15

PDF Rede von Prof. Dr. Paul Cullen, erster Vorsitzender der Ärzte für das Leben beim Marsch für das Leben am 19. September 2015 vor dem Bundeskanzleramt in Berlin.

Ausführliche Video-Dokumentation zum Marsch für das Leben 2015 auf Youtube


17.09.15, ergänzt am 21.09.15: Offener Brief gegen ärztliche Beihilfe zum Suizid

In einem offenen Brief appellieren mehr als 350 Ärztinnen und Ärzte an die Ärzteschaft, keine Beihilfe zum Suizid zu leisten. „Vielmehr besteht unsere Aufgabe als Ärzte auch darin, das Leid unserer Patienten zu lindern und ihnen mitmenschlichen Beistand, Zuwendung und Fürsorge entgegen zu bringen“, heißt es darin.

Der offene Brief wurde von Eckhard Piegsa, Kinderarzt in Bremen, und Paul Cullen, Internist und Labormediziner in Münster, initiiert und am 16.09.15 auf aerzteblatt.de veröffentlicht. Der aktuelle Brief ist eine Replik auf einen im Mai in Form einer Anzeige in der „Ärztezeitung“ veröffentlichten offenen Brief deutscher Ärztinnen und Ärzte, die sich darin für Freitodbegleitungen als mit dem ärztlichen Berufsethos vereinbar aussprechen.

Weitere Infos:

Offener Brief gegen ärztliche Beihilfe zum Suizid
AERZTEBLATT.DE 16.09.15

350 Ärzte protestieren in einem offenen Brief gegen ärztlich assistierten Suizid
Jetzt veröffentlicht: „Offene Brief“ auf der Webseite des Deutschen Ärzteblatts
PRESSEMITTEILUNG Prof. Dr. P. Cullen 21.09.15


20.09.15: PDF Assistierter Suizid überschreitet Grenze zur Euthanasie

Am 6.11.2015 soll der Deutsche Bundestag über vier Gesetzentwürfe zum assistierten Suizid abstimmen. Drei der vier Gesetzentwürfe fordern, dass die Beihilfe zur Selbsttötung eines Menschen – auch für Ärzte – rechtlich ausdrücklich zugelassen werden soll. Eine Zustimmung des Bundestages wäre ein beispielloser Wertebruch in der deutschen Nachkriegsgeschichte.
PRESSEMITTEILUNG Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ 20.09.15


18.08.15: Arbeitsbündnis „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“: Der Lebensschutz in Deutschland ist wieder in Gefahr

Arbeitsbündnis Kein assistierter Suizid in Deutschland!Am 15. August 2015 fand das erste Arbeitstreffen des Arbeitsbündnisses „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“ in Köln statt. Etwa 50 besorgte Bürgerinnen und Bürger, darunter Ärzte, Juristen, Pädagogen, Betriebswirtschaftler sowie Angehörige anderer Berufsgruppen diskutierten über die vier Gesetzentwürfe zum assistierten Suizid, die am 6. November 2015 im Deutschen Bundestag zur Abstimmung kommen sollen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass kein Gesetz beschlossen werden darf, das den assistierten Suizid ausdrücklich zulässt.

Mehr in der PDF Pressemitteilung des Arbeitsbündnisses vom 16.08.15 auf der Webseite des „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“


02.07.15: Bundestagsdebatte zum Verbot der Suizidbeihilfe

Sterbebegleitung zwischen Verbot und Liberalisierung
Der Bundestag hat am Donnerstag, 2. Juli 2015, intensiv über eine mögliche Regelung zur Sterbehilfe debattiert. Im Mittelpunkt der möglichen Regelung steht dabei die Frage nach dem assistierten Suizid, das heißt, wer Sterbewilligen unter welchen Umständen helfen darf.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 02.07.15
Anm.: Dort gibt es auch alle Gesetzentwürfe


22.06.15: Sterbehilfe und Arztsein

Prof. CullenKommentar zur aktuellen Sterbehilfe-Debatte von Prof. med. Paul Cullen, 1. Vorsitzender Ärzte für das Leben, erschienen auf kath.net

Münster. Schon mit den Begriffen fangen die Schwierigkeiten an: Bedeutet Sterbehilfe nur Hilfe beim Sterben oder doch eher Hilfe zum Sterben? Schaut man nach Entsprechungen in anderen Sprachen um, zum Beispiel in meiner eigenen Muttersprache Englisch, so werden Übersetzungen vorgeschlagen wie „mercy killing“, „assisted dying“, „assisted suicide“, oder „euthanasia“, die allesamt eher der zweiten Bedeutung des Wortes zuzuordnen sind.

Weiter zum Kommentar „Sterbehilfe und Arztsein“


19.05.15: Einladung zur 20. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ vom 19. bis 20. Juni 2015 in Fulda

aefdl-logoVom 19. bis 20. Juni 2015 veranstalten Ärzte für das Leben e.V. in Fulda ihre 20. Jahrestagung in Koorperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.. Thema ist diesmal: „Ärztlich-assistierter Suizid – eine Absage an das Arzt-Sein?“.

Zum ausführlichen Programm und zur Anmeldung


23.04.15: Appell von Professor Robert Spaemann zur Woche für das Leben

In der Woche für das Leben appelliert Professor Robert Spaemann eindringlich an uns Ärzte:

Sterbehilfe? Euthanasie? ‚Wir müssen JETZT auf die Bremse treten!‘
„Täuschen wir uns nicht: Der Druck auf Menschen, sich töten zu lassen – Menschen, die leben, aber deren Sterben begonnen hat –, wird unvermeidlich. In den Niederlanden hat er längst eingesetzt.“
Von Prof. Robert Spaemann
KATH.NET 20.04.15

Auf der Webseite des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL) gibt es weitere Vorträge aus der BVL-Fachtagung „Du sollst nicht töten … lassen – Grenzen der Selbstbestimmung“ am 18.04.15 in Hamburg, aus der der obige Text stammt.


2014

11.11.14: Ärzte für das Leben e.V.: Beihilfe zum Suizid mit Beruf des Arztes nicht vereinbar

aefdl-logo Im Vorfeld der am 13. November im Deutschen Bundestag geplanten „Orientierungsdebatte“ zur gesetzlichen Regelung des ärztlich assistierten Suizids stellt der Verein „Ärzte für das Leben“ erneut klar, dass er jegliche Form einer gesetzlichen Zulassung des ärztlich assistierten Suizids ablehnt.

Mehr in der ÄfdL-Pressemitteilung vom 11.11.14 zur Sterbehilfe-Debatte

Vor dem Hintergrund der anstehenden Debatte gab es im Berliner Tagesspiegel einen bemerkenswerten Artikel eines ALS-Kranken:

Lebenshilfe statt Sterbehilfe
Von Benedict Maria Mülder
Am Donnerstag debattiert der Bundestag über ärztlich assistierten Suizid. Lesen Sie hier das Plädoyer des an ALS erkrankten Benedict Maria Mülder. Er ist gelähmt und kann nur noch mit seinen Augen schreiben.
TAGESSPIEGEL 11.11.14


13.10.14: Bericht vom „Marsch für das Leben“, Berlin am 20.09.2014

Bild Marsch für das Leben 2014Am 20. September fand in Berlin zum zehnten Mal der „Marsch für das Leben“ mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 5.000 zumeist jungen Menschen statt. Dieser Schweige-Marsch dient der Wahrung und Verteidigung des Rechts jedes Menschen auf Leben – von der Zeugung bis zu seinem natürlichen Tod – und stand unter dem Motto „Ja zum Leben: Für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“. Er begann mit einer einstündigen Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt, zog zwei Stunden lang durch die Berliner Innenstadt und endete mit einer gottesdienstlichen Versammlung vor dem Berliner Dom.

Mehr im ausführlichen Bericht vom „Marsch für das Leben“ 2014


26.09.14: Klare Positionen: Deutsche Bischofskonferenz bekräftigt ablehnende Haltung zu Sterbehilfe und Suizidbeihilfe

Banner DBKDie Deutsche Bischofskonferenz hat anlässlich ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda erneut ihre Haltung zur Sterbehilfe bekräftigt. In ihrer Stellungnahme spricht sie sich nachdrücklich gegen alle Formen der aktiven Sterbehilfe und der Beihilfe zur Selbsttötung aus.

Mehr im Themenspecial zur Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz zu Sterbehilfe und Suizidbeihilfe auf www.sterbehilfe-debatte.de


21.09.14: Marsch für das Leben endet mit ökumenischem Gottesdienst – Mehr als 5000 Teilnehmer.

Banner Marsch für das Leben 2014Vorsitzender Martin Lohmann: „Die Pro- Life-Bewegung ist im Aufwind – national wie international“.

Nach konservativen polizeilichen Schätzungen nahmen in diesem Jahr mindestens 5.000 Personen am Marsch für das Leben in Berlin teil. Damit stieg die Zahl der Teilnehmer wieder im Vergleich zum Vorjahr (2013: 4.500 Teilnehmer). Der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht Martin Lohmann freut sich über diese Steigerung: „Die Pro-Life-Bewegung ist im Aufwind – national wie international. Auch und gerade unter jüngeren Menschen wächst die Sensibilität für das Leben. Dies belegen die zahlreichen jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen Schweigemarsch – ein eindrucksvolles und friedliches Zeugnis für das Leben!“

Mehr dazu in der Pressemitteilung des BVL zum Marsch für das Leben 2014
und unter www.marsch-fuer-das-leben.de


21.08.14: Sterbehilfe-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. gegen jede Form der Suizidbeihilfe

aefdl-logoMünster. In der derzeitigen Debatte um aktive Sterbehilfe sprechen sich die Ärzte für das Leben (ÄfdL e.V.) nicht nur konsequent gegen jegliche Form kommerzieller oder organisierter Sterbehilfe aus, sondern gegen jedes medizinische Eingreifen in Tötungsabsicht, sei es „verlangt“ oder aus Mitleid begründet.

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung: Ärzte für das Leben e.V. gegen jede Form der Suizidbeihilfe


17.08.14: Aufruf zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ 2014

Banner Marsch für das Leben 2014Am Samstag, 20. September 2014, startet um 13.00 Uhr vor dem Bundeskanzler-Amt in Berlin der diesjährige „Marsch für das Leben“. Die Veranstaltung des Bundesverband Lebensrecht (BVL) steht unter dem Motto:
„JA zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“.

Nachfolgend finden Sie einen Aufruf zur Teilnahme von Prof. Dr. med. Ulf Runne.

PDF Aufruf zur Teilnahme am „Marsch für das Leben“ 2014
von Prof. Dr. med. Ulf Runne

www.marsch-fuer-das-leben.de
Infowebseite des BVL zum „Marsch für das Leben“ mit organisatorischen Details und Rückblick auf vergangene Veranstaltungen.

 


15.01.14: Pressemitteilung zur Debatte um Sterbehilfe und Pille danach: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Akzente der neuen Bundesregierung in Sachen Lebensrecht

aefdl-logoIn den Debatten um Sterbehilfe bzw. Suizidbeihilfe sowie die Freigabe der sogenannten „Pille danach“ hat die neue Bundesregierung in den letzten Wochen in zwei Fragen des Lebensrechts positive Akzente gesetzt. Ärzte für das Leben e.V. haben dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Sterbehilfe und Pille danach: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Akzente der neuen Bundesregierung in Sachen Lebensrecht
PRESSEMITTEILUNG Ärzte für das Leben e.V. 15.01.14


2013

18.01.13: Sterbehilfe-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. bekräftigen Forderung nach generellem Verbot der Suizidbeihilfe

aefdl-logoMünster. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um ein Verbot der Suizidbeihilfe haben die Vorsitzenden des Vereins „Ärzte für das Leben e.V.“ (ÄfdL) noch einmal klar Position bezogen und sich gegen den vorliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung ausgesprochen.

Zur Pressemitteilunhg Ärzte für das Leben e.V. 18.01.13 zur Debatte um Suizidbeihilfe


2012

30.11.12: (Keine) Erste Bundestags-Beratung am 29.11.12 zu Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung

Screenshot Video BundestagssitzungAm 29.11.12 stand im Plenum des Deutschen Bundestages die Erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung auf der Tagesordnung. Beraten wurde bei Aufruf des Tagesordnungspunktes Nr. 40 zu nächtlicher Stunde um 23.55 Uhr faktisch jedoch nicht. Die Abgeordneten einigten sich wie interfraktionell vorgeschlagen einhellig darauf, den Gesetzentwurf an den Innen- und Rechtsausschuss zu überweisen und die Reden nur schriftlich zu Protokoll zu geben. Damit war das seit langem umstrittene Thema nach knapp einer Minute vorerst wieder abgehakt.

Mehr im Themenspecial auf www.sterbehilfe-debatte.de: (Keine) Erste Bundestags-Beratung am 29.11.12 zu Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung


30.09.12: Leserbriefe zur Sterbehilfedebatte und Pränataldiagnostik

1. Auf den im Blatt der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe – unter „Standpunkt Berufspolitik“ Ausgabe 5 / 2012 vom 27.09.12 – erschienenen Artikel PDF „Die Diskussion um aktive Sterbehilfe scheitert an der Grenze der ärztlichen Berufs- und Standesethik“ von Martin Steinberg antwortet Prof. Cullen, 1. Vorsitzender der ÄfdL e.V. in einem PDF Leserbrief vom September 2012.

2. Von den beiden Vorsitzenden der ÄfdL e.V. wurde im Deutschen Ärzteblatt 2012; 109(39) vom 28.09.12 folgender Brief zur Pränataldiagnostik veröffentlicht:

Pränataldiagnostik: Verwerflich
Leserbrief von Prof. Dr. med. Paul Cullen und Dr. Erwin Grom zu:

Der Test auf Trisomie 21 aus dem Blut von Schwangeren könnte zu einem Paradigmenwechsel in der Pränataldiagnostik führen (DÄ 25/2012: „Paradigmenwechsel“ von Wolfram Henn und Dagmar Schmitz).
Deutsches Ärzteblatt 2012; 109(39): A-1934 / B-1576 / C-1548 vom 28.09.12
Anm.: Dort gibt es auch den Link zum darauf bezogenen Artikel.


04.07.12: Bundesärztekammer lehnt den ärztlich assistierten Suizid ab.

Die Bundesärztekammer hat sich mehrfach gegen den ärztlich assistierten Suizid ausgesprochen. Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung mit Zitaten.

Zusammenfassung: Bundesärztekammer lehnt den ärztlich assistierten Suizid ab


15.06.12: Sterbehilfe-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. fordert generelles Verbot der Suizidbeihilfe

aefdl-logoDerzeit wird über ein Verbot der Förderung der Suizidbeilfe debattiert. Hierzu hat das Bundesjustizminiserium einen Referentenentwurf für ein „Gesetz zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ vorgelegt. Ärzte für das Leben e.V. lehnt den derzeitigen Referenten-Entwurf als nicht ausreichend ab. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung.

Pressemitteilung vom 15.06.12 zur Sterbehilfe-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. fordert generelles Verbot der Suizidbeihilfe


07.04.12: Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige

Die Ärztekammer kann nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige gegenüber einem Arzt aussprechen. Dieses Urteil fällte die 9. Kammer des Berliner Verwaltungsgerichts am 30.03.12 (AZ: VG 9 K 63.09).

Mehr im Themenspecial auf www.sterbehilfe-debatte.de: Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts: Kein uneingeschränktes Verbot der Überlassung todbringender Medikamente an Sterbewillige


2011

08.06.11: Deutscher Ärztetag: Richtunsgweisende Beschlüsse zur Präimplantationsdiagnostik, Sterbehilfe und Suizidbeihilfe und Organspende

Beim 114. Deutschen Ärztetag in Kiel vom 31. Mai bis 3. Juni 2011 haben die Delegierten einige biopolitisch richtunsgweisende Beschlüsse gefasst. (Siehe dazu das Beschlussprotokoll und weitere Papiere zum 114. Deutschen Ärztetag.)

Nachfolgend finden Sie die Pressemitteilungen der Bundesärztekammer sowie eine Presseerklärung unseres Vereins zum PID-Beschluss und der Klarstellung zur Tötung auf Verlangen sowie dem medizinisch assistierten Suizid.

Ärztetag: Ärzte dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten
Kiel. „Ärztinnen und Ärzte haben Sterbenden unter Wahrung ihrer Würde und unter Achtung ihres Willens beizustehen. Es ist ihnen verboten, Patienten auf deren Verlangen zu töten. Sie dürfen keine Hilfe zur Selbsttötung leisten.“ Der Deutsche Ärztetag in Kiel hat diese Neuformulierung der (Muster-)Berufsordnung (MBO) beschlossen, um Ärztinnen und Ärzten mehr Orientierung im Umgang mit sterbenden Menschen zu geben.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 01.06.11

Organspende: Ärztetag plädiert für Informations- und Selbstbestimmungslösung mit Erklärungspflicht
In Deutschland warten 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan. Jeden Tag sterben drei Patienten, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. Um die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen, hat sich der 114. Deutsche Ärztetag in Kiel dafür ausgesprochen, die Information der Bevölkerung über die Möglichkeiten der Organspende und der Transplantationsmedizin zu intensivieren.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 01.06.11

Deutscher Ärztetag: Ärzte für das Leben e.V. begrüßen Klarstellung zur Suizidbeihilfe – Kritik am PID-Beschluss
München. Ärzte für das Leben e.V. begrüßen den Beschluss des Deutschen Ärztetages in Kiel, in der (Muster-)Berufsordnung (MBO) zu verankern, dass die Tötung auf Verlangen sowie der medizinisch assistierte Suizid dem Arztberuf widersprechen.
PRESSEMITTEILUNG Ärzte für das Leben e.V. 06.06.11


28.05.11: Kurswechsel zur Eindeutigkeit

Die Bundesärztekammer bereitet nach der herben Kritik an ihren kürzlich geänderten Grundsätzen zur ärztlichen Sterbebegleitung und dem wachsenden Widerstand diverser Landesärztekammern eine Präzisierung zur Sterbehilfe und Suizidbegleitung in ihrer Muster-Berufsordnung vor. Mehr dazu in den folgenden Beiträgen.

Ethik in der Berufsordnung: Unmissverständlich
Stüwe, Heinz
„Kurswechsel“ – das war der Begriff aus Zeitungsüberschriften zur Jahreswende 2010/2011, der eine heftige Diskussion über die Haltung der verfassten Ärzteschaft zur Sterbebegleitung ausgelöst hat.
Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(20) 20.05.11

Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, zur geplanten Novellierung des Paragraphen 16 der (Muster)-Berufsordnung „Beistand für Sterbende“ durch den 114. Deutschen Ärztetag
Bundesärztekammer 10.05.11


04.05.11: Jahrestagung: Ärzte für das Leben e. V. warnen vor missverstandener Selbstbestimmung bei Abtreibung und Sterbehilfe

Vom 29. April bis 1. Mai fand das 16. Kooperationsseminar der Ärzte für das Leben e.V. mit der Hanns-Seidel-Stiftung im Bildungszentrum Kloster Banz bei Bad Staffelstein statt. Thema war die Rolle des Arztes in der Frage der „Selbstbestimmung“ am Anfang und Ende des Lebens. Fazit der Tagung: die Rückbesinnung auf eine Kunst verantwortlichen Lebens und Sterbens sowie auf die Freiheit ärztlicher Berufsausübung ist von existenzieller Bedeutung – für den Einzelnen wie für uns alle.
Mehr dazu in der ausführlichen Pressemitteilung.

Jahrestagung: Ärzte für das Leben e. V. warnen vor missverstandener Selbstbestimmung bei Abtreibung und Sterbehilfe
Pressemitteilung Ärzte für das Leben e.V. 04.05.11

Ergänzend finden Sie dazu die Vorträge zum Symposium 2011 und das Programm.


28.03.11: Endgültiges Programm 16. Kooperations-Seminar Mai 2011 abrufbar

Vom 29. April – 01. Mai 2011 findet das 16. Kooperationsseminar der Ärzte für das Leben mit der Hanns-Seidl-Stifung in Kloster Banz statt.
Thema: „Die Frage nach der ‚Selbstbestimmung‘ am Anfang und am Ende des Lebens und die Rolle des Arztes“

Ausführliches Programm und weitere Details…


23.03.11: Bundesärztekammer legt Forschungsbericht „Medizin und Nationalsozialismus“ vor

BÄK legt Forschungsbericht „Medizin und Nationalsozialismus“ vor
Gedenkstunde in Berlin für die Opfer der während des Nationalsozialismus von Ärzten begangenen Verbrechen
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 23.03.11

Ärzte im Nationalsozialismus
BMG, BÄK und KBV verleihen Forschungspreis für historische Aufarbeitung
Berlin – Bei jungen Ärztinnen und Ärzten Interesse für das Thema Medizin und Nationalsozialismus wecken – das ist eines der Hauptziele des Forschungspreises zur Rolle der Ärzteschaft in der Zeit des Nationalsozialismus.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG des Bundesministeriums für Gesundheit BMG, der Bundesärztekammer und der KBV, 23.03.2011

Mediziner im Nationalsozialismus: Jeder zweite Arzt war Mitglied in Hitlers Partei
Von Rainer Woratschka
Die Ärzteschaft will die Vergangenheit des eigenen Berufsstandes vor 1945 weiter erforschen lassen – und vor allem auch die Kontinuitäten, die es bis in die Nachkriegszeit hinein gegeben hat.
TAGESSPIEGEL 24.03.11

Kurzkommentar von Dr. Maria Overdick-Gulden:

Der Forderung von Herrn Prof. Hoppe ist nichts hinzuzufügen. So fasste Hippokrates seine berufliche Selbstbestimmung auf. Doch auch wir sind Kinder unserer Zeit mit ihren Trends zu einer „Kultur des Todes“, in welcher die Tötung von Menschen durch Bioexperten mit Spezialkenntnis für die Phase vorgeburtlichen Lebens sowie durch Suizidhelfer zur „Wohltat“ und zur „sozialen Dienstleistung“ umdefiniert werden soll. Wie werden unsere Nachfahren urteilen?


18.02.11: Überarbeitete Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung

Am 17.02.11 hat die Bundesärztekammer ihre überarbeiteten „Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung“ vorgestellt. Nachfolgend finden Sie die Pressemitteilung der BÄK, die Stellungnahme sowie unsere Presseerklärung dazu.

Mitwirkung an der Selbsttötung ist keine ärztliche Aufgabe
BÄK stellt überarbeitete Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung vor
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 17.02.11

PDF Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung
Veröffentlicht am 17.02.11

Ärzte für das Leben e.V. kritisieren neue Bundesärztekammer-Grundsätze zur Sterbebegleitung
(München). Ärzte für das Leben e. V. sind empört über den am Donnerstag vorgestellten Beschluss der Bundesärztekammer, Ärzten die Assistenz beim Suizid freizustellen und es dem einzelnen Arzt zu überlassen, nicht nur bei Abtreibung am Lebensbeginn des Menschen, sondern künftig auch am Lebensende eines Patienten an Tötungshandlungen mitzuwirken.
PRESSEMITTEILUNG Ärzte für das Leben e.V. 18.02.11


15.02.11: Erklärung der Ärzte für das Leben e.V. zur sog. PID und zur ärztlichen Beihilfe zum Suizid

Der Vorstand der Ärzte für das Leben e. V. hat auf seiner Klausurtagung vom 5./6. 2. 2011 seine grundsätzliche Ablehnung der sog. PID aus dem Jahre 2001 (www.aerzte-fuer-das-leben.de) bekräftigt. Bei der sog. PID handelt es sich ihrem Wesen nach keineswegs um eine sehr frühe Art von Diagnostik im Sinne des ärztlichen Heilungsauftrags. Stattdessen werden menschliche Embryonen/Individuen vor ihrer Einnistung in die Gebärmutter ausgesondert.

Die jüngst bekannt gewordenen Instrumentalisierung wissenschaftlicher Spitzenorganisationen (z.B. Leopoldina – Nationale Akademie der Technikwissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften) zur Durchsetzung dieses Selektionsverfahrens aus politischem Interesse wird missbilligt.

Der Vorstand hat ferner seine Empörung über den Beschluss der Bundesärztekammer zum Ausdruck gebracht, ärztliches Handeln durch Beihilfe zu Suizidhandlungen herabzuwürdigen und Ärzten damit auch am Lebensende von Patienten Tötungshandlungen aufzubürden, die dem ärztlichen Ethos widersprechen und mit einer 2000-jährigen hippokratischen Tradition brechen.

Prof. Dr. med. Ingolf Schmid-Tannwald
1. Vorsitzender

Prof. Dr. med. Paul Cullen
2. Vorsitzender

Dr. med. Karl Renner
Geschäftsführer


09.01.11: Debatte um den „ärztlich assistierten Suizid“: Der Arzt – nicht mehr dem Leben verpflichtet?

Man traut seinen Augen nicht: Professor Hoppe, der noch amtierende Bundesärztekammerpräsident scheint sich dem Zeitgeist zu beugen; es fragt sich, ob aus Sinneswandel heraus oder aus Resignation. Nach dem bisher geltenden beruflichen Standesrecht war es dem Arzt untersagt, Suizidbeihilfe zu leisten. Dieses Verbot der ärztlichen Beihilfe bei der freiverantwortlichen Selbsttötung von Schwerkranken soll gelockert werden, so vom 28.12.2010
Hoppe in einem Interview mit „Welt Online“

Der Chef des Marburger Bundes Rudolf Henke widerspricht umgehend. Siehe dazu den Beitrag: Dürfen Ärzte beim Suizid helfen?, WELT Online 31.12.10

Scharfen Protest gegen solche Lockerungen des Berufsrechts erheben die Palliativmediziner Prof. Christoph Student und der Jurist Thomas Klie.
Siehe dazu den Artikel: Schweizer Verhältnisse? Professoren warnen vor Lockerung der Suizidbeihilfe vom 04.01.11

Professor Dr. med. Axel W. Bauer spricht vom „Konkurs des ärztlichen Ethos“. Er warnt in einem Beitrag der „Tagespost“ vom 04.01.2011 (S. 2) sowohl bei einer „begrenzten“ Zulassung der PID in „spezialisierten Zentren“ wie auch bei der medizinischen Assistenz beim Suizid vor der heute obligatorischen Einschaltung des „geradezu unvermeidlichen Feigenblatts einer ‚Ethikkommission'“. Solches Handeln noch „hippokratisch“ zu nennen, wäre Etikettenschwindel.


2010

16.12.10: Programm 16. Kooperationsseminar 29. April – 01. Mai 2011 abrufbar

Vom 29. April – 01. Mai 2011 findet das 16. Kooperationsseminar der Ärzte für das Leben mit der Hanns-Seidl-Stifung in Kloster Banz statt.
Thema: „Die Frage nach der ‚Selbstbestimmung‘ am Anfang und am Ende des Lebens und die Rolle des Arztes“

Ausführliches Programm und weitere Details…


27.09.10, ergänzt am 29.09.10: EU-Debatte um ärztliche Gewissensfreiheit in ethisch umstrittenen Situationen

In unserer Reaktion vom 11.07.10 auf den Bericht des Deutschen Ärzteblatts (22.6.2010) über eine vom Europarat beabsichtigte Einschränkung der ärztlichen Gewissensfreiheit in ethisch umstrittenen Situationen sowie in weiteren Stellungnahmen haben wir unser Berufsbild und die Handlungsprinzipien unseres Vereins dargestellt. Jetzt hat der Angriff auf das ärztliche Berufsethos im McCafferty-Bericht für den Europarat öffentliche Form angenommen:

McCafferty-Bericht für Europarat will Gewissen vergewaltigen
„Europa für Christus“ ruft zum Widerstand gegen Nötigung zur Beteiligung an Abtreibung, Euthanasie oder Selbsttötung auf
MEDRUM 22.09.10

Wir antworten wie folgt: Das gereifte Gewissen fordert vom tätigen Arzt Handlungsfreiheit in Verantwortung für sich und andere. Gewissen ist weder persönlicher noch beruflicher Luxus, sondern die Mitte menschlicher Entscheidung überhaupt, somit auch und gerade der ärztlichen Berufsausübung, wo es um das salus aegroti geht. Die individuelle Autonomie des Arztes in der Wahrnehmung dieser seiner Berufspflicht zu schützen, ist vorrangige Verpflichtung jeglicher Demokratie somit auch des politischen Europa als überstaatlichem politischem Raum. Wer die Tötung von Menschen, sei es bei Abtreibung, reproduktiven Technologien, assistiertem Suizid oder der Tötung auf Verlangen in die Hände des Arztes (oder eines Krankenhauses) zu zwingen versucht, degradiert den Heilberuf zur Dienstleistung. Viel schlimmer noch: er missachtet die Berufsautonomie, stört die zwischenmenschliche Vertrauensbasis, macht das Töten Hilfloser zur medizinischen Berufsaufgabe und öffnet den Weg in die Gesinnungsdiktatur.

Unser Verein reagierte mit folgender e-Post an den Präsidenten der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Herrn Joachim Hörster:

PDF-Symbol Brief an den Präsidenten der Deutschen Delegation der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zur ärztlichen Gewissensfreiheit
vom 28.09.10

Nachtrag 15.10.10: Am 05.10.10 erreichte uns ein Schreiben von Herrn Van der Bellen aus dem Dialogbüro des Grünen Parlamentsclubs (Österreich). Lesen Sie dazu unsere Antwort vom 06.10.10 auf diesen Brief.

PDF-Symbol Brief von Herrn Van der Bellen aus dem Dialogbüro des Grünen Parlamentsclubs vom 05.10.10 inkl. Antwort der ÄfdL.

Nachtrag 2: Bei der endgültigen Abstimmung im Europarat siegten ärztliche Gewissensfreiheit und Vernunft. So gilt jetzt: „Kein Arzt oder Krankenhaus, die eine Abtreibung oder Sterbehilfe ablehnen, sollen dafür zur Verantwortung gezogen werden.“


16.09.10: Erklärung der Ärzte für das Leben e.V. zum „Marsch für das Leben 2010“

Mitglieder der „Ärzte für das Leben e.V.“ unterstützen mit ihrer Teilnahme am „Marsch für das Leben 2010“ am 18.09.2010 in Berlin das Anliegen des Bundesverbandes Lebensrecht e.V. und geben hierzu die folgende Erklärung ab.

PDF-Symbol Ausführliche Erklärung der Ärzte für das Leben e.V. zum „Marsch für das Leben 2010“


05.07.10: Kommentar zum BGH-Urteil zur Sterbehilfe vom 25.06.10

Am 25.06.10 hat der Bundesgerichtshof ein richtungsweisendes Urteil zur Sterbehilfe gefällt.
Hierzu ein Kommentar von Dr. M. Overdick-Gulden.