Unsere PositionenStand 20.01.19

Ärzte für das Leben e.V. haben immer wieder kritisch Stellung bezogen zum Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) / genetische Diagnostik. Insbesondere vor Inkrafttreten des Präimplantationsdiagnostik-Gesetzes am 08.12.2011. Nachfolgend finden Sie in chronologischer Reihenfolge unsere Positionspapiere bzw. Debattenbeiträge.

Stellungnahmen der Ärzte für das Leben e.V. zur Präimplantationsdiagnostik (PID) / genetischen Diagnostik

11.02.17 Beitrag zur aktuellen Diskussion: „Vorgeburtliche Diagnostik: Schritte auf dem Weg zur Eugenik“

Screenshot des ArtikelsIm Deutschen Ärzteblatt 114(6) vom 10.02.17 gibt es einen sehr lesenswerten Beitrag zum Thema „Vorgeburtliche Diagnostik: Schritte auf dem Weg zur Eugenik“.

Konkret beleuchten die drei Autoren Michael Kiworr, Axel W. Bauer und Paul Cullen die Praxis der Präimplantatiomnsdiagnostik (PID) seit Inkrafttreten des PID-Gesetzes 2011 sowie die nicht invasive pränatale Diagnostik (NIPD). Hierzu hat im August 2016 der G-BA überraschend ein Verfahren zur Bewertung dieser NIPD eingeleitet, das bei positivem Ausgang zur Übernahme der Kosten des Verfahrens durch die gesetzlichen Krankenkassen führen wird.

Leserinnen und Leser sind vom Ärzteblatt zur Diskussion über den Beitrag aufgefordert.

Vorgeburtliche Diagnostik: Schritte auf dem Weg zur Eugenik
Kiworr, Michael; Bauer, Axel W.; Cullen, Paul
Deutsches Ärzteblatt 2017; 114(6) vom 10.02.17


07.06.16: Ärzte für das Leben e.V.: Zulassung der Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz weiterer Schritt in Richtung einer Normalisierung der Selektion

Am 5. Juni 2016 haben 62 % der Schweizer Wähler für die Einführung der bislang verbotenen Präimplantationsdiagnostik (PID) gestimmt. Ärzte für das Leben e.V. befürchten einen weiteren Schritt in Richtung einer Normalisierung der Selektion.

Zur Pressemitteilung Ärzte für das Leben e.V. vom 07.06.16: Zulassung der Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz weiterer Schritt in Richtung einer Normalisierung der Selektion


23.11.12: Präimplantationsdiagnostik-Debatte: Ärzte für das Leben e.V. fordert Bundesrat zum Einspruch gegen PID-Verordnung auf

aefdl-logoMünster. Der Vorstand der Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) kritisiert die kürzlich von der Bundesregierung beschlossene Verordnung zur praktischen Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID), die juristisch als eng begrenzte Ausnahme vom Embryonenschutz wenigen Risikopaaren vorbehalten bleiben soll.

Zur Pressemitteilung Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) 23.11.12 zur PID-Verordnung

Siehe ergänzend dazu die Empfehlungen des Deutschen Ethikrates zur PID-Verordnung vom 23.11.12 und eine Stellungnahme der Juristenvereinigung Lebensrecht vom 20.11.12.


29.11.11: Gesetzliche Zulassung von PID bedeutet Wiedereinstieg in eugenische Selektion

Stellungnahme der Ärzte für das Leben e.V. vom 29.11.11 zum Inkrafttreten des Präimplantationsdiagnostik-Gesetzes am 08.12.11


09.10.11: Brief an den Herrn Bundespräsidenten zum PID-Gesetz

In einem persönlichen Brief vom 16.09.2011 i. A. unseres Vereins an Herrn Bundespräsident Wulff hinsichtlich der Zulassung der Präimplantationsdiagnsotik (PID) in der Bundesrepublik wird betont, dass unsere Verfassung lt. Artikel 2 GG den Menschen von seiner Zeugung an bis zu seinem natürlichen Tod schützt, was wiederholte Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts immer neu bestätigten.


15.02.11: Erklärung der Ärzte für das Leben e.V. zur sog. PID und zur ärztlichen Beihilfe zum Suizid

Der Vorstand der Ärzte für das Leben e. V. hat auf seiner Klausurtagung vom 5./6. 2. 2011 seine grundsätzliche Ablehnung der sog. PID aus dem Jahre 2001 (www.aerzte-fuer-das-leben.de) bekräftigt. Bei der sog. PID handelt es sich ihrem Wesen nach keineswegs um eine sehr frühe Art von Diagnostik im Sinne des ärztlichen Heilungsauftrags. Stattdessen werden menschliche Embryonen/Individuen vor ihrer Einnistung in die Gebärmutter ausgesondert.

Die jüngst bekannt gewordenen Instrumentalisierung wissenschaftlicher Spitzenorganisationen (z.B. Leopoldina – Nationale Akademie der Technikwissenschaften und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften) zur Durchsetzung dieses Selektionsverfahrens aus politischem Interesse wird missbilligt.

Der Vorstand hat ferner seine Empörung über den Beschluss der Bundesärztekammer zum Ausdruck gebracht, ärztliches Handeln durch Beihilfe zu Suizidhandlungen herabzuwürdigen und Ärzten damit auch am Lebensende von Patienten Tötungshandlungen aufzubürden, die dem ärztlichen Ethos widersprechen und mit einer 2000-jährigen hippokratischen Tradition brechen.

Prof. Dr. med. Ingolf Schmid-Tannwald
1. Vorsitzender

Prof. Dr. med. Paul Cullen
2. Vorsitzender

Dr. med. Karl Renner
Geschäftsführer


PDF Präimplantationsdiagnostik – die stille Selektion
von Prof. Dr. med. Paul Cullen, 2. Vorsitzender des Vereins ÄfdL e.V.
Facharzt für Innere Medizin und Laboratoriumsmedizin, Klinischer Chemiker
Veröffentlicht 08.01.11 auf diesen Seiten.

Siehe dazu: Stellungnahme der ÄfdL e.V. zur PID von 2001

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