Genomediting / Crispr-Cas9

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Genomediting / Crispr-Cas92018-12-07T15:33:12+00:00

Hier haben wir Fachinformationen zum Thema Genomediting / Crispr-Cas9 zusammengestellt.

Einführung

PDF Das letzte Tabu: Manipulation der menschlichen Keimbahn mittels der CRISPR/cas9-Technologie: Teufelswerk oder Segen für die Menschheit?
Vortrag von Prof. Dr. Paul Cullen bei der 21. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ am 03. Juni 2016 in Fulda.

Aktuelle Meldungen

01.12.18: Deutscher Bundestag debattierte FDP-Antrag zu neuen Ver­fahren in der Gen­therapie

Am 29.11.18 hat der Deutsche Bundestag zu nächtlicher Stunde in erster Lesung einen Antrag der FDP-Fraktion mit dem Titel „Technologischen Fortschritt nicht aufhalten – Neue Verfahren in der Gentherapie einsetzen“ (Drucksache 19/5996) debattiert. Darin geht es auch um das Genmanipulationswerkzeug CRISPR/Cas. Die FDP fordert die Bundesregierung unter anderem auf, die Chancen vor den Risiken in der Entwicklung der Humangenetik zu sehen. Dies ist besonders brisant vor dem Hintergrund der aktuellen Meldungen aus China zur Geburt von Zwillingsmädchen, deren Erbgut zuvor genmanipuliert worden sei.

Der Antrag wurde zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung überwiesen.

» Mehr auf der Webseite des Deutschen Bundestages: „FDP-Antrag zu neuen Ver­fahren in der Gen­therapie erör­tert“ inkl. zugehöriger Dokumente und Reden


PM 28.11.18: Ärzte für das Leben e.V.: Erste gen-editierte Menschen geboren: Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler nicht glaubwürdig

Logo Ärzte für das Leben e.V.Laut diversen Medienberichten wurden in China Zwillingsmädchen geboren, deren Erbsubstanz mittels der sogenannten „Genschere“ angeblich geändert worden war. Da diese Veränderung auch die Keimbahn dieser Kinder erfasst, werden diese Genveränderungen von Ihren Kindern und Kindeskindern geerbt. Es ist die erste solche Manipulation bei geborenen Menschen weltweit.

» Mehr in der ÄfdL-Pressemitteilung zur Geburt der ersten gen-editierten Menschen


27.11.18: Angeblich erste genmanipulierte Zwillinge in China geboren – Deutscher Ethikrat verurteilte die Anwendung von Keimbahneingriffen als ethisch nicht vertretbar

In China sind laut diversen Medienberichten vom 26.11.18 zwei mittels Keimbahneingriffs genetisch veränderte Mädchen geboren worden. Bei den Kindern soll es sich um Zwillinge handeln, die im Embryonalstadium mit der Genschere Crispr/Cas9 behandelt wurden. Ziel des Eingriffs war die Veränderung eines Gens für einen Rezeptor im Immunsystem, die Schutz vor einer HIV-Infektionen verleihen kann.

Der Deutsche Ethikrat verurteilte die Versuche. Ärzte für das Leben e.V. sehen die Kritik der Medien und vieler Wissenschaftler als nicht glaubwürdig.

Mehr zur angeblichen Geburt der ersten genmanipulierten Zwillinge in China


29.09.17: Deutscher Ethikrat: Internationaler politischer Diskurs zu Keimbahninterventionen beim Menschen erforderlich

Der Deutsche Ethikrat legte dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung in einer einstimmig verabschiedeten Ad-hoc-Empfehlung am 29.09.17 eindringlich nahe, in der nun beginnenden neuen Legislaturperiode eine internationale Debatte über Keimbahninterventionen beim Menschen anzustoßen, um dafür möglichst bald global verbindliche Regularien zu schaffen.

Mehr zur Ad-Hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrates zur Keimbahnintermention am menschlichen Embryo


04.08.17: Umstrittenes Genom-Editing an Embryonen

US-Forscher haben den Gendefekt einer hypertrophen Kardiomyopathie, einer relativ häufigen angeborenen Störung, die zum plötzlichen Herztod und zur Herzinsuffizienz führen kann, mit der CRISPR/Cas-Methode korrigiert – und die Embryonen dann im Stadium der Blastozyste zerstört. Dies berichtete das Deutsche Ärzteblatt online am 02.08.17. Mehr dazu in den untenstehenden Artikeln, inkl. Reaktionen.

Hypertrophe Kardiomyopathie: Genom-Editing beseitigt Gendefekt in Embryonen
AERZTEBLATT.DE 02.08.17

CRISPR/Cas: Ärzte warnen vor unkontrollierten Eingriffen in die Keimbahn
AERZTEBLATT.DE 03.08.17

Genom-Editing: Internationale Fachgesellschaften mahnen zur Zurückhaltung
Maryland/Bethesda – Eine internationale Gruppe von elf Fachgesellschaften aus dem Bereich der Genetik spricht sich im American Journal of Human Genetics (2017; doi: 10.1016/j.ajhg.2017.06.012) gegen den vorzeitigen Einsatz des Genom-Editing in der Repro-Medizin aus, fordert aber eine verstärkte Forschung im Laborbereich, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden sollte.
AERZTEBLATT.DE 03.08.17

Pressemeldung der CDL zum Nature-Bericht, dass US-Forscher erstmals genetisch veränderte menschliche Embryonen erzeugen
Stellungnahme von Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), vom 03.08.17


26.06.16: Crispr-Cas9 und Co.: Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zu Genom-Editierung

Prof. Dr. Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, zur Eröffnung der Jahrestagung am 22.06.16 in Berlin, (c) Deutscher Ethikrat, Fotograf: Reiner ZensenAm 22.06.16 veranstaltete der Deutsche Ethikrat seine Jahrestagung zum Thema „Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Bewertung“. Hierzu waren über 500 Teilnehmer in Berlin zusammengekommen.

Das menschliche Erbgut gezielt zu verändern, ist dank neuer, sogenannter „genomchirurgischer“ Verfahren wie der Crispr-Cas9-Technik in greifbare Nähe gerückt, heißt es in der Pressemitteilung zur Tagung. Fragen, die aus der ethischen Debatte über Gentherapie mittels Virus-Transfer bereits bekannt sind, stellen sich neu: Sollen Eingriffe in die Keimbahn beim menschlichen Embryo verboten bleiben, erlaubt werden, oder sind sie gar geboten? Was gebietet die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen? Muss man Sorge haben, dass die Einfachheit der neuen Verfahren zu einer unkritischen Anwendung der Technik verleitet?

Mehr im Themenspecial der IG Kritische Bioethik Deutschland zur Ethikrat-Jahrestagung zum Genom-Editing.


19.03.16: Weltgipfeltreffen der Nationalen Ethikräte in Berlin

Am 17. und 18. März 2016 kamen in Berlin auf Einladung des Deutschen Ethikrates rund 200 Vertreter Nationaler Ethik/Bioethik-Kommissionen aus ca. 100 Ländern, Mitglieder internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO, UNESCO und der Rat für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft (CIOMS) sowie Regierungsvertreter zum 11. Global Summit zusammen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Globale Gesundheit – Globale Ethik – Globale Gerechtigkeit“.

Auf dem Programm der Tagung standen die Themen neue Technologien (Big Data und Genome-Editing), Epidemien und globale Solidarität, ethischer Pluralismus, Biopolitik und Biorecht sowie die Verbesserung gesellschaftlicher Bewusstseinsbildung in bioethischen Fragestellungen. Grundlage dieser Diskussionen waren Hintergrundpapiere, die im Vorfeld der Konferenz von Experten erarbeitet worden waren.

Mehr dazu in der Pressemitteilung des Ethikrates: Weltgipfeltreffen der Nationalen Ethikräte in Berlin