Hier haben wir Fachinformationen zum Thema Genomediting / Crispr-Cas9 zusammengestellt.

Einführung

PDF Das letzte Tabu: Manipulation der menschlichen Keimbahn mittels der CRISPR/cas9-Technologie: Teufelswerk oder Segen für die Menschheit?
Vortrag von Prof. Dr. Paul Cullen bei der 21. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ am 03. Juni 2016 in Fulda.

Aktuelle Meldungen

04.08.17: Umstrittenes Genom-Editing an Embryonen

US-Forscher haben den Gendefekt einer hypertrophen Kardiomyopathie, einer relativ häufigen angeborenen Störung, die zum plötzlichen Herztod und zur Herzinsuffizienz führen kann, mit der CRISPR/Cas-Methode korrigiert – und die Embryonen dann im Stadium der Blastozyste zerstört. Dies berichtete das Deutsche Ärzteblatt online am 02.08.17. Mehr dazu in den untenstehenden Artikeln, inkl. Reaktionen.

Hypertrophe Kardiomyopathie: Genom-Editing beseitigt Gendefekt in Embryonen
AERZTEBLATT.DE 02.08.17

CRISPR/Cas: Ärzte warnen vor unkontrollierten Eingriffen in die Keimbahn
AERZTEBLATT.DE 03.08.17

Genom-Editing: Internationale Fachgesellschaften mahnen zur Zurückhaltung
Maryland/Bethesda – Eine internationale Gruppe von elf Fachgesellschaften aus dem Bereich der Genetik spricht sich im American Journal of Human Genetics (2017; doi: 10.1016/j.ajhg.2017.06.012) gegen den vorzeitigen Einsatz des Genom-Editing in der Repro-Medizin aus, fordert aber eine verstärkte Forschung im Laborbereich, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden sollte.
AERZTEBLATT.DE 03.08.17

Pressemeldung der CDL zum Nature-Bericht, dass US-Forscher erstmals genetisch veränderte menschliche Embryonen erzeugen
Stellungnahme von Mechthild Löhr, Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), vom 03.08.17


26.06.16: Crispr-Cas9 und Co.: Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zu Genom-Editierung

Prof. Dr. Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, zur Eröffnung der Jahrestagung am 22.06.16 in Berlin, (c) Deutscher Ethikrat, Fotograf: Reiner ZensenAm 22.06.16 veranstaltete der Deutsche Ethikrat seine Jahrestagung zum Thema „Zugriff auf das menschliche Erbgut. Neue Möglichkeiten und ihre ethische Bewertung“. Hierzu waren über 500 Teilnehmer in Berlin zusammengekommen.

Das menschliche Erbgut gezielt zu verändern, ist dank neuer, sogenannter „genomchirurgischer“ Verfahren wie der Crispr-Cas9-Technik in greifbare Nähe gerückt, heißt es in der Pressemitteilung zur Tagung. Fragen, die aus der ethischen Debatte über Gentherapie mittels Virus-Transfer bereits bekannt sind, stellen sich neu: Sollen Eingriffe in die Keimbahn beim menschlichen Embryo verboten bleiben, erlaubt werden, oder sind sie gar geboten? Was gebietet die Verantwortung gegenüber künftigen Generationen? Muss man Sorge haben, dass die Einfachheit der neuen Verfahren zu einer unkritischen Anwendung der Technik verleitet?

Mehr im Themenspecial der IG Kritische Bioethik Deutschland zur Ethikrat-Jahrestagung zum Genom-Editing.


19.03.16: Weltgipfeltreffen der Nationalen Ethikräte in Berlin

Am 17. und 18. März 2016 kamen in Berlin auf Einladung des Deutschen Ethikrates rund 200 Vertreter Nationaler Ethik/Bioethik-Kommissionen aus ca. 100 Ländern, Mitglieder internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation WHO, UNESCO und der Rat für Internationale Organisationen der medizinischen Wissenschaft (CIOMS) sowie Regierungsvertreter zum 11. Global Summit zusammen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Globale Gesundheit – Globale Ethik – Globale Gerechtigkeit“.

Auf dem Programm der Tagung standen die Themen neue Technologien (Big Data und Genome-Editing), Epidemien und globale Solidarität, ethischer Pluralismus, Biopolitik und Biorecht sowie die Verbesserung gesellschaftlicher Bewusstseinsbildung in bioethischen Fragestellungen. Grundlage dieser Diskussionen waren Hintergrundpapiere, die im Vorfeld der Konferenz von Experten erarbeitet worden waren.

Mehr dazu in der Pressemitteilung des Ethikrates: Weltgipfeltreffen der Nationalen Ethikräte in Berlin