„Der Arzt soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten, ob es ein Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft mit aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate.“

nach Hufeland – Direktor des Coll. med. chirurg., erster Arzt der Charite Berlin u.f.w.

 

Unsere Themen:


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesen Seiten möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren und Sie dazu anregen sich mit den verschiedenen bioethischen Themen zu befassen. Unser Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), Grundwissen zu Molekularbiologie, Genetik, Epigenetik, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation im Sinne von „enhancement“, – adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, – Hilfen bei Behinderung – Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra assistierten Suizid und Euthanasie („Sterbehilfe“)Hirntod und Organspende – Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie).

Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung weiterzutragen und medizinische Übergriffe auf das Menschenleben abzuwehren. Denn: Es entspricht nicht unserer Natur, unserer Natur nach zu leben, es entspricht vielmehr unserer menschlichen Natur, sich mit unserer Natur auseinanderzusetzen.

Mehr dazu ausführlich unter Über uns.

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Leben Würde Kongress 12.-14.03.2021

3 Tage Lebensrecht pur - mit Get-together mit Gleichgesinnten, Fortbildung, Workshops, Vorträge etc.

»» Infos und Anmeldung zum Leben. Würde. Kongress 12.-14.03.2021


Neues


11.01.21: PM: Ärzte für das Leben e.V. kritisiert Vorstoß für Suizidbeihilfe in kirchlich-diakonischen Einrichtungen

Logo Ärzte für das Leben e.V.„Ärzte für das Leben e.V.“ kritisiert den Vorstoß von Vertretern der Evangelischen Kirche, den ärztlich-assistierten Suizid in kirchlichen Einrichtungen einzuführen

Am 26. Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht zum ersten Mal in der deutschen Geschichte ein „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ in „jeder Phase der menschlichen Existenz“ als Teil der allgemeinen Persönlichkeitsrechte etabliert. Ein Hauptargument im Urteil war, dass die restriktive Haltung der Ärzteschaft den Zugang zum assistierten Suizid in vielen Fällen faktisch unmöglich mache, weshalb es nötig sei, Angebote wie die der Sterbehilfevereine zuzulassen. Nach dem Urteil lässt sich eine Rochade beobachten.

» Zur Pressemitteilung: Ärzte für das Leben e.V. kritisiert Vorstoß für Suizidbeihilfe in kirchlich-diakonischen Einrichtungen


08.01.21: Beitrag: Lebenswert per Gerichtsentscheid?

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Präimplantationsdiagnostik vom November 2020 höhlt den Embryonenschutz weiter aus.

Gastbeitrag von Prof. Dr. med. Paul Cullen, Vorsitzender Ärzte für das Leben e.V., in: „Die Tagespost“ vom 08.01.2021

» Zum Tagespost-Beitrag „Lebenswert per Gerichtsentscheid?“


02.01.21: Juristischer Beitrag zum Thema „Schwangerschaftskonfliktberatung in digitaler Form?“

Wie sicher bekannt, wird die Schwangerschaftskonfliktberatung, die Voraussetzung für einen straflosen „Schwangerschaftsabbruch“ ist (Scheinberatung), seit Beginn der Corona-Krise auch online oder telefonisch durchgeführt, wobei der Beratungsschein auch per E-Mail oder Post versendet wird. Nach Ende der Pandemie wird diese Praxis vermutlich mit der Begründung beibehalten, sie habe sich bewährt.

In einem aktuellen Beitrag in der Zeitschrift für Lebensrecht (ZfL) Heft 4/2020 der Juristenvereinigung Lebensrecht äußert Bernward Büchner rechtliche Bedenken gegen die online oder telefonisch erfolgende Scheinberatung. Rat und Hilfe könne von Schwangeren selbstverständlich auch auf digitalem Weg gesucht und ihnen gewährt werden.

PDFSchwangerschaftskonfliktberatung in digitaler Form?
Bernward Büchner
Zeitschrift für Lebensrecht (ZfL), Heft 4/2020, S. 531 ff.


2020

23.12.20: Ethikrat Ad-hoc-Empfehlung zu Langzeitpflege: Ein Mindestmaß an sozialen Kontakten trotz Infektionsschutzes

Am 18.12.2020 hat der Deutsche Ethikrat eine Ad-hoc-Empfehlung zur Langzeitpflege in Zeiten der Corona-Pandemie veröffentlicht.

In dem vierseitigen Papier schlägt er Maßnahmen vor, die in Einrichtungen der Langzeitpflege lebenden Menschen trotz der aktuell gebotenen Infektionsschutzmaßnahmen ein Mindestmaß an sozialen Kontakten sichern sollen.

» Mehr zur Ethikrat Ad-hoc-Empfehlung zu Langzeitpflege in Zeiten der COVID-19 Pandemie


20.12.20: Ethikrat Online-Veranstaltung zu Phänomenologie der Sterbe- und Selbsttötungswünsche

Symbolbild mit Mann im NebelAm 17.12.20 veranstaltete der Deutsche Ethikrat online eine öffentliche Anhörung zu „Phänomenologie der Sterbe- und Selbsttötungswünsche“.

Wie der Ethikrat zum Hintergrund ausführte, sind Sterbe- und Selbsttötungswünsche eingebettet in das komplexe Phänomen der Suizidalität. Gleichwohl sei eine differenzierte Betrachtung ihres Verhältnisses zueinander nötig. Suizidales Begehren könne zwar als prägnanter Ausdruck eines Sterbewunsches interpretiert werden, nicht jeder Sterbewunsch führe aber zu einer latenten oder manifesten Suizidalität.

Auf dieser Basis diskutierte der Deutsche Ethikrat die – mögliche – Freiheit von Selbsttötungsentscheidungen im Rahmen einer öffentlichen Anhörung.

Weitere Informationen:

Öffentliche Anhörung: Phänomenologie der Sterbe- und Selbsttötungswünsche
Online-Veranstaltung des Deutschen Ethikrates am 17. Dezember 2020, 09:30 Uhr – 13.40 Uhr
Dort gibt es die Live-Aufzeichnung, eine Tagungsmappe und alle Präsentationen


17.12.20: Kongress Leben.Würde 2021 vertagt auf 2022

Kongress Leben.Würde 2022Der ursprünglich für den vom 12. bis 14. März 2021 geplante Kongress „Leben. Würde 2021“ auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd wurde coronabedingt auf den 21.- 23. Oktober 2022 verschoben. Die Corona-Maßnahmen in Deutschland machen es laut Veranstalter unumgänglich. Das Programm wird demnächst entsprechend aktualisiert.

Zum Inhalt: Das Verbot jeglicher Beihilfe zum Suizid ist aufgehoben, das Geschäft mit „Leihmütter“-Babys boomt, 100.000 Kinder werden jedes Jahr allein in Deutschland abgetrieben: Die im Grundgesetz verbriefte Menschenwürde ist nicht bei allen Menschen unantastbar. Der breit aufgestellte, ökumenische Kongress bezieht Position für einen konsequenten und uneingeschränkten Lebensschutz. Ärzte, Biologen, Philosophen, Juristen, Theologen, Politiker, Journalisten und Experten von Lebensrechtsorganisationen geben Orientierung und neue Impulse.

Der Kongress vernetzt Lebensrechtler, informiert über die aktuellen Debatten, zeigt Initiativen zum Handeln auf und gibt in Seminaren konkrete Tipps, wie auch Sie in Ihrem Alltag das Recht auf Leben unterstützen und Lebensschützer sein können.

» Mehr Infos zum Kongress Leben.Würde 2022


15.12.20: Filmkritik: Sieben Tage in einer Abtreibungsklinik

Screenshot Doku 7 Tage AbtreibungsklinikEine SWR-Journalistin filmt den Tod der Ungeborenen, das Leid der Frauen und die Rechtfertigungen des Arztes. „Mehr als 100.000 Frauen erleben das jedes Jahr in Deutschland!“ Mit diesen Worten beginnt Fernseh-Reporterin Luisa Szabo ihre filmische Dokumentation von sieben Tagen Dreharbeit in einer Abtreibungspraxis.

Der sehenswerte Film ist seit 11.11.2020 online auf youtube abrufbar. Die Stiftung Ja zum Leben hat dazu am 07.12.20 eine ausführliche Filmkritik veröffentlicht.

Weitere Infos:

Filmkritik: Sieben Tage in einer Abtreibungsklinik
Stiftung Ja zum Leben, 07.12.2020

7 Tage… In der Abtreibungsklinik
SWR Doku 11.11.2020 auf youtube


09.12.20: Papstbotschaft zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung

International Day of People With Disabilities (UN)Papst Franziskus hat zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember 2020 eine eindringliche Rede gehalten. Darin prangert das Oberhaupt der katholischen Kirche die zunehmende Bedrohung für Menschen mit Behinderung durch die „Wegwerfkultur“ an.

Es sei „wichtig, eine Kultur des Lebens zu fördern, die unermüdlich die Würde jedes Menschen betont, insbesondere zum Schutz von Männern und Frauen mit Behinderung“, so der Papst. Das katholische Nachrichtenportal kath.net dokumentierte die Rede im Wortlaut.

Papst erinnert an unsere Behinderten, bedroht durch die „Wegwerfkultur“
kath.net 03.12.2020

International Day of People With Disabilities (UN)


07.12.20: Bundesverwaltungsgericht: Chromosomen-Screening ohne Zustimmung der Ethikkommission unzulässig

Genetische Untersuchungen an in vitro erzeugten Embryonen im Blastozystenstadium (ca. 5 Tage nach der Befruchtung) auf numerische Chromosomenaberrationen erfüllen die Voraussetzungen einer Präimplantationsdiagnostik (PID) nach dem Embryonenschutzgesetz (ESchG). Sie dürfen daher nicht ohne zustimmende Bewertung einer Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik vorgenommen werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 02.12.2020 entschieden. Das Gericht hat damit den Embryonenschutz gestärkt.

Mehr in einem ausführlichen Beitrag im Aerzteblatt online vom 02.12.2020.


02.12.20: Resolution: EU-Parlament verurteilt Abtreibungsurteil des polnischen Verfassungsgerichtshofs

EU-FlaggeDas Europäische Parlament hat am 25.11.20 in einer Resolution das kürzlich gefällte Abtreibungsurteil des polnischen Verfassungsgerichtshofs vom 22. Oktober verurteilt. Sie sehen darin einen Rückschlag für die „sexuellen und reproduktiven Rechte“ der Frauen in Polen und betonen die gesetzliche Verpflichtung der EU, diese Rechte zu wahren und zu schützen.

» Mehr zur EU-Resolution zum Abtreibungsurteil des polnischen Verfassungsgerichtshofs


28.11.20: Embryonenschutz, Abtreibung und Sterbehilfe: Grüne verabschieden neues Grundsatzprogramm

Die Grünen haben nach knapp dreijährigem Prozess bei ihrem Online-Bundesparteitag am 22.11.2020 ihr neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Darin haben sie auch diverse biopolitische Weichen für sich gestellt, u.a. zu Sterbehilfe, Abtreibung und Embryonenschutz.

» Mehr im ausführlichen Beitrag zum neuen Grundsatzprogramm der Grünen inklusive Kritik der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)


22.11.20: Zur Kostenersparnis: Kanadas Ökonomen favorisieren Sterbehilfe-Ausweitung

Illustration Sterbehilfe-KostenersparnisSpielen ökonomische Interessen bei der Einführung von Pro-Sterbehilfe-Gesetzen eine Rolle? Diese Frage beleuchtet das Österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am Beispiel Kanadas in einem Beitrag vom 19.11.2020.

„Das Beispiel Kanada zeigt uns auf erschreckende Weise, dass Kostenreduktion durch Sterbehilfe eine offenbar viel größere Rolle spielt als in der Öffentlichkeit wahrgenommen“, sagt die Wiener Bioethikerin Susanne Kummer. Die IMABE-Geschäftsführerin verweist auf einen offiziellen Report mit dem Titel Cost Estimate for Bill C-7 “Medical Assistance in Dying” (20.10.2020).

» Zum Beitrag: Sterbehilfe spart Kosten: Kanadas Ökonomen favorisieren Sterbehilfe-Ausweitung, IMABE 19.11.2020


13.11.20: Sterbehilfe: Studie zu Haltung und Praxis bei medizinischem Personal in Deutschland

Symbolbild SterbehilfeEine Mitte Oktober 2020 veröffentlichte Studie von Prof. Dr. Karl H. Beine, emeritierter Lehrstuhlinhaber für Psychiatrie der Universität Witten/Herdecke, liefert Einblicke zu Haltung und Praxis bei medizinischem Personal in Deutschland bezüglich Sterbehilfe.

Demnach haben 84 Ärzte und 65 Pflegende in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal Patienten auf deren ausdrückliches Verlangen hin oder sogar ohne diese Wunsch getötet. Für die Dauer ihrer Tätigkeit als Arzt bzw. Pflegenden gaben 278 Ärzte und 117 Pflegende an, mindestens einmal das Leben eines Patienten auf diese Weise beendet zu haben. In etwa der Hälfte der Fälle seien die Patienten nicht mehr in der Lage gewesen, sich zu äußern.

Die Angaben zu Sterbehilfe wurden mit deskriptiven Begriffen und zugeordneten Definitionen in einer anonymen Online-Befragung unter 2507 ärztlich tätigen Personen und unter 2683 Pflegenden erhoben. Die Studie ist in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift DOI: 10.1055/a-1235-6550 erschienen und kostenlos online abrufbar.

Weitere Informationen:

Sterbehilfe: Befragung beleuchtet Haltung und Praxis bei medizinischem Personal in Deutschland
Pressemitteilung Universität Witten/Herdecke 10.11.20

PDFPraxis der Sterbehilfe durch Ärzte und Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern
Dtsch Med Wochenschr 2020; 145: e123–e129 vom 13.10.20 (7 Seiten, PDF-Format)


07.11.20: Richtungsweisendes Bundesverwaltungsgerichtsurteil zur Präimplantationsdiagnostik

Besteht für Nachkommen eines genetisch vorbelasteten Paares das hohe Risiko, an der klassischen Form der Myotonen Dystrophie Typ 1 zu erkranken, kann im Einzelfall die Durchführung einer Präimplantationsdiagnostik (PID) erlaubt sein. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 05.11.20 entschieden.

Mit dem Urteil wird nach Ansicht von Kritikern das Embryonenschutzgesetz weiter ausgehöhlt. Mehr dazu in einem Beitrag von Stefan Rehder in „Die Tagespost“.

Richter schleifen Embryonenschutz weiter
Die Tagespost 05.11.20


01.11.20: Analyse und Wertung aus der Perspektive des Lebensrechts zur Leopoldina-Stellungnahme „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“

Im März 2019 hat die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina unter Federführung des Mannheimer Medizinrechtlers Jochen Taupitz eine ausführliche Stellungnahme (124 Seiten, 438 Fußnoten, 408 Literaturstellen) zur Fortpflanzungsmedizin veröffentlicht. Im Kern besteht sie aus einem wissenschaftlich gerahmten Plädoyer für eine Aushöhlung des Embryonenschutzgesetzes und eine radikale Liberalisierung der Reproduktionsmedizin in Deutschland.

In der aktuellen Ausgabe 03/2020 der Zeitschrift für Lebensrecht, herausgegeben von der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V., gibt es nun eine ausführliche Analyse und Wertung aus der Perspektive des Lebensrechts zur Leopoldina-Stellungnahme. Verfasser des kritischen Papiers sind Paul Cullen, Michael Kiworr und Axel W. Bauer.

PDFDie Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland – für eine zeitgemäße Gesetzgebung“. Eine Analyse und Wertung aus der Perspektive des Lebensrechts
Paul Cullen, Michael Kiworr, Axel W. Bauer
Auszug aus der Zeitschrift für Lebensrecht Ausgabe 03/2020 der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e.V. vom Oktober 2020 (12 Seiten, PDF-Format)


31.10.20: DHPV: Sterbende Menschen jetzt nicht allein lassen – Corona-Schnelltests auch für Mitarbeitende von ambulanten Hospizdiensten

Corona-VirusCorona-Schnelltests soll es auch für Mitarbeitende von ambulanten Hospizdiensten geben, um sterbende Menschen jetzt nicht allein zu lassen. Das fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in einer Presseaussendung vom 30.10.2020.

„Die Beschränkungen, die im Moment erneut in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zur Anwendung kommen, dürfen nicht dazu führen, dass Menschen wieder isoliert und einsam sterben“, so Winfried Hardinghaus, Vorsitzender des DHPV.

» Mehr zur DHPV-Forderung nach Corona-Schnelltests für Mitarbeitende von ambulanten Hospizdiensten


23.10.20: Organspende: Geänderte Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung in Kraft

Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung 2020Zum 1. September 2020 trat die geänderte Richtlinie „Spendererkennung“ der Bundesärztekammer in Kraft. Hierauf macht die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) in einer Presseaussendung vom 21.10.20 aufmerksam. Das Bundesministerium für Gesundheit hat bereits am 01.07.2020 der Richtlinienänderung zugestimmt.

In der Richtlinie geht es um die entscheidende Frage, wer bei schwerster Hirnschädigung unter ärztlichen Gesichtspunkten für eine Organentnahme infrage kommt. Die neue Richtlinie schaffe nach Ansicht von DIVI nun Klarheit.

» Mehr zur geänderten Richtlinie der Bundesärztekammer zur Spendererkennung auf www.organspende-aufklaerung.de


16.10.20: Niederlande wollen Sterbehilfe für unter 12-Jährige legalisieren

NiederlandeIn den Niederlanden gibt es einen Vorstoß, Sterbehilfe auch für sterbenskranke Kinder unter 12 Jahren zu legalisieren. Gesundheitsminister Hugo de Jonge habe am 13.10.20 eine entsprechende Regulierung angekündigt, berichtet das Ärzteblatt online.

Bislang dürfen unter bestimmten Umständen schwerkranke Babys bis 12 Monate mit Einwilligung der Eltern getötet werden. Ebenso können Kinder ab 12 Jahren Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Die Lücke zwischen einem Jahr und unter 12 Jahren soll nun geschlossen werden.

» Zum Beitrag „Niederlande wollen Sterbehilfe bei Kindern unter zwölf Jahren legalisieren“ auf Aerzteblatt.de am 14.10.20


13.10.20: Vatikan veröffentlicht “Schreiben über die Sorge an Personen in kritischen Phasen und in der Endphase des Lebens“ (Samaritanus bonus)

Flagge VatikanstadtDie Vatikanische Kongregation für die Glaubenslehre hat Mitte Juli 2020 ein “Schreiben über die Sorge an Personen in kritischen Phasen und in der Endphase des Lebens“ (Samaritanus bonus) vorgelegt.

Der Brief wurde offiziell am 22.09.2020 bei einer Pressekonferenz vorgestellt. Er behandelt u.a. das Verbot der Euthanasie und des assistierten Suizids. Diese bleiben demnach ethisch verboten.

» Mehr zum Vatikanischen “Schreiben über die Sorge an Personen in kritischen Phasen und in der Endphase des Lebens“ (Samaritanus bonus)


09.10.20: Welthospiztag 2020: Solidarität bis zuletzt

Welthospiztag 2020Am 10. Oktober 2020 ist Welthospiztag. Unter dem Motto „Solidarität bis zuletzt.“ laden überall in Deutschland Hospizdienste und -einrichtungen zu Veranstaltungen rund um die Hospiz- und Palliativarbeit ein.

Noch immer scheine in der breiten Öffentlichkeit zu wenig bekannt zu sein, dass Hospizarbeit und Palliativversorgung umfassende Möglichkeiten zur Unterstützung eines würdevollen, weitgehend beschwerdefreien, durchaus selbstbestimmten und eher am natürlichen Ablauf ausgerichteten Sterbens bieten. Hierauf macht der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in einer Presseaussendung vom 06.10.20 aufmerksam.

Damit diese Möglichkeiten in der Öffentlichkeit mehr Gehör finden, informieren anlässlich des Welthospiztags überall in Deutschland Hospizdienste und -einrichtungen über ihre Arbeit.

» Mehr zum Welthospiztag 2020


07.10.20: Videoaufzeichnungen zur BVL-Fachtagung „Lebensbejahende Bindungen“ online

Bundesverband Lebensrecht BVLSeit kurzem sind die Videoaufzeichnungen zur BVL-Fachtagung „Lebensbejahende Bindungen – Grenzen von Autonomie und Selbstbestimmung“ vom 18.09.2020 online abrufbar. Hierauf machte der Bundesverband Lebensrecht aufmerksam.

Die Fachtagung beleuchtete aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven, wie die für den Menschen existenziellen Bindungen im vorgeburtlichen Stadium und am Lebensende im Zusammenhang mit Autonomie und Selbstbestimmung zu betrachten sind.

Zu den Videoaufzeichnungen zur BVL-Fachtagung „Lebensbejahende Bindungen – Grenzen von Autonomie und Selbstbestimmung“ vom 18.09.2020


06.10.20: Diskussionsbeitrag zum Ärzteblatt-Thema „Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“

Am 11. September 2020 erschien im Deutschen Ärzteblatt 117(37): A-1666 / B-1428 ein Beitrag zum Thema „Embryonenschutzgesetz: Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“ sowie „Reproduktionsmedizin: Junges Fachgebiet, alte Gesetze“ von Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann.

Hierzu gibt es aus den Reihen der Ärzte für das Leben e.V. einen Diskussionsbeitrag vom 18.09.20, den wir auf unserer Seite im Wortlaut veröffentlichen.

Der Beitrag erschien in gekürzter Form als Leserbrief unter der Überschrift „Reproduktionsmedizin: Naturalistischer Fehlschluss“ in Dtsch Arztebl 2020; 117(40): A-1873 / B-1593 vom 02.10.2020

» Zum Diskussionsbeitrag zum Ärzteblatt-Thema „Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“


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