„Der Arzt soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten, ob es ein Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft mit aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate.“

nach Hufeland – Direktor des Coll. med. chirurg., erster Arzt der Charite Berlin u.f.w.

 

Unsere Themen:


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesen Seiten möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren und Sie dazu anregen sich mit den verschiedenen bioethischen Themen zu befassen. Unser Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), Grundwissen zu Molekularbiologie, Genetik, Epigenetik, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation im Sinne von „enhancement“, – adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, – Hilfen bei Behinderung – Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra assistierten Suizid und Euthanasie („Sterbehilfe“)Hirntod und Organspende – Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie).

Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung weiterzutragen und medizinische Übergriffe auf das Menschenleben abzuwehren. Denn: Es entspricht nicht unserer Natur, unserer Natur nach zu leben, es entspricht vielmehr unserer menschlichen Natur, sich mit unserer Natur auseinanderzusetzen.

Mehr dazu ausführlich unter Über uns.

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Vom 21.-23.10.2022 findet der bundesweit größte Lebensschutz-Kongress statt. Seien Sie dabei!

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Neues

17.09.22: Bericht zum Marsch für das Leben 2022: Große Pro life-Kundgebung und Demonstration im politischen Zentrum Berlins

Marsch für das Leben am 17.09.22 in BerlinRund 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten am Samstag, den 17.09.22 beim Marsch für das Leben in Berlin für umfassende Menschenwürde ein. Dies teilte der Veranstalter, der Bundesverband Lebensrecht (BVL) in einer Presseaussendung mit.

Der Marsch für das Leben startete wie jedes Jahr mit einer großen Kundgebung. Die Bühnengäste kamen aus Wissenschaft, Politik, Kunst, Gesellschaft und Kirche. Sie sind beruflich oder ehrenamtlich besonders im Lebensrecht engagiert oder berichten über ihre persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen. Die Teilnehmer reisten aus ganz Deutschland und Europa an, um in Berlin ein Zeichen für mehr Lebensschutz zu setzen und für eine humane Zukunft einzutreten.

» Zum ausführlichen Bericht zum Marsch für das Leben am 17.09.2022 in Berlin


14.09.22: Statistik: 11,5 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche im 2. Quartal 2022 als im Vorjahresquartal

Im 2. Quartal 2022 wurden rund 25.600 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Die Zahl der Abtreibungen nahm damit im 2. Quartal 2022 gegenüber dem 2. Quartal 2021 um 11,5 Prozent zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 13.09.22 in einer Presseaussendung mit.

» Mehr zu den Abtreibungszahlen im 2. Quartal 2022


13.09.22: Fünfte Fortschreibung: Bundesärztekammer erneuert Richtlinie zur Hirntoddiagnostik

Die Bundesärztekammer hat bezüglich der Organspende bzw. Organentnahme die „Richtlinie zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls“ überarbeitet.

Es ist die fünfte Fortschreibung der Richtlinie und berücksichtigt den Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft bei der Hirntoddiagnostik vom März 2022. Darüber berichtete das Deutsche Ärzteblatt online am 5.09.22 bzw. in der Printausgabe Dtsch Arztebl 2022; 119(35-36): A-1459 / B-1219 vom 05.09.22. Dort wurde auch die Richtlinie veröffentlicht.

Die ordnungsgemäße Feststellung des umstrittenen Hirntodes ist in Deutschland Voraussetzung für eine Organentnahme.

Weitere Informationen:

Richtlinie zum irreversiblen Hirnfunktions­ausfalls erneuert
Aerzteblatt.de 05.09.22

Beschluss der Bundesärztekammer über die Richtlinie gemäß § 16 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 TPG für die Regeln zur Feststellung des Todes nach § 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 TPG und die Verfahrensregeln zur Feststellung des endgültigen, nicht behebbaren Ausfalls der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 TPG,Fünfte Fortschreibung
Dtsch Arztebl 2022; 119(35-36): A-1487 / B-1243 05.09.2022


12.09.2022: UN-Resolution fordert Zugang zu „sicherer Abtreibung“

Am 02.09.22 nahm die UN-Generalversammlung eine entsprechende Resolution ohne Abstimmung an. Der Zugang zu „sicherer Abtreibung“ gehöre zur Förderung der Menschenrechte aller Frauen, heißt es in dem UN-Dokument. Dies berichtete die katholische „Tagespost“ am 05.09.22.

UN-Resolution fordert Zugang zu „sicherer Abtreibung“
Die Tagespost 05.09.22


10.09.22: Suizidprävention ist gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Welttag der Suizidprävention 2022Anlässlich des Welttages der Suizidprävention, der jährlich am 10. September begangen wird, fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) erneut eine gesetzliche Verankerung der Suizidprävention, um flächendeckende sowie dauerhaft finanzierte Angebote für Menschen, die sich in suizidalen Krisen befinden, sicherzustellen. Dieses Suizidpräventionsgesetz sollte der Regelung der Suizidbeihilfe vorausgehen.

„Bevor eine gesetzlich geregelte oder gar staatlich geförderte Suizidbeihilfe oder bundesweite Beratungsstellen zur Umsetzung der Suizidbeihilfe in Betracht gezogen werden, muss dringend die Suizidprävention gestärkt werden“, erklärte der DHPV-Vorsitzende Professor Winfried Hardinghaus, mit Blick auf die für den Herbst angekündigte 2. und 3. Lesung im Deutschen Bundestag zu gesetzlichen Regelungen zur Beihilfe zum Suizid.

Anlässlich des Welttages der Suizidprävention veröffentlichte das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro) ein Social Spot zur Suizidprävention. Der eindringliche zweieinhalbminütige Videoclip mit dem Titel „Reden kostet nichts – Schweigen schon“ ist ab sofort auf youtube abrufbar.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des DHPV zum Welttag der Suizidprävention 2022

Video „Reden kostet nichts – Schweigen schon“ auf youtube

Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland (NaSPro)


08.09.22: Kanada: Sterbehilfe als kostengünstige Option für Kranke

KanadaWer in Kanada unter den Folgen von Long-COVID oder an einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, gerät mangels Alternativen in den Sog, aktive Sterbehilfe als letzten Ausweg zu wählen – oder wählen zu müssen.

Darüber berichtete das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 06.09.22. Demnach wird Sterbehilfe in Kanada als kostengünstigere Lösung statt soziale Unterstützung oder eine Therapie angeboten. In dem Bericht werden erschreckende Zahlen der Entwicklung seit Einführung der Sterbehilfe 2016 aufgezeigt.

Kanada: Euthanasie auch für Long-COVID-Patienten?
IMABE 06.09.22


06.09.22: Neue Studie zu pränatalem Bluttest auf Trisomien: Mehr Verunsicherung für Eltern als vermutet

Der seit einigen Jahren verfügbare Bluttest für Schwangere auf die erblichen Erkrankungen Trisomie 21, 18 und 13 des Ungeborenen steht weiter in der Kritik. So entpuppt sich der Test u.a. als ungenau. Eine neue Studie bestätigt nun die Verunsicherung der Eltern durch den Test. Über die Studie berichtete ausführlich das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 05.09.22.

Konkret befasst sich die Autorin der Studie mit der Regelung und Finanzierung von pränatalen Screening- und diagnostischen Untersuchungen auf fetale Anomalien in ausgewählten europäischen Ländern (Deutschland, Schweiz, Niederlande, Großbritannien, Norwegen und Italien).

Pränataler Bluttest auf Trisomien: Mehr Verunsicherung für Eltern als vermutet
IMABE 05.09.22


03.09.22: Bundesverband Lebensrecht (BVL) will September zum jährlichen Pro Life-Monat machen

Flagge Pro LifeDer Bundesverband Lebensrecht mit seinen aktuell 16 Mitgliedsvereinen und über 25.000 Mitgliedern plant, den September als jährlichen Pro Life-Monat zu etablieren. Er soll mit Veranstaltungen, Aktionen, Kampagnen für das Lebensrecht und, als Höhepunkt, dem Marsch für das Leben in Berlin gestaltet werden. Dies teilte der BVL am 01.09.22 in einer Presseaussendung mit.

„Alle politischen, gesellschaftlichen und kirchlichen Gremien und Gruppierungen sind eingeladen Flagge zu zeigen – für die Menschenwürde, für das Lebensrecht jedes Menschen von der Zeugung bis zum Tod, ohne Einschränkung, ohne Begrenzung, ohne willkürliche Definition.“ erklärte Alexandra Maria Linder, BVL-Bundesvorsitzende.

Sie erinnerte noch einmal an den Marsch für das Leben am 17. September 2022 um 13 Uhr vor dem Brandenburger Tor (Platz des 18. März). Der TV-Sender EWTN wird die gesamte Veranstaltung live übertragen. Im Vorfeld gibt es verschiedene Radiosendungen auf Radio Horeb, zum Beispiel eine Standpunktsendung am 04.09.2022 um 20 Uhr.

» BVL-Infos zum Marsch für das Leben am 17.09.2022, Berlin


31.08.22: Richtungsweisendes Urteil: Verwaltungsgerichtshof erlaubt Mahnwachen vor Pro-Familia-Niederlassungen

ParagrafDer baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat mit einem richtungsweisenden Urteil Mahnwachen vor Pro-Familia-Niederlassungen erlaubt.

Konkret hatte der Verwaltungsgerichtshof mit einem am 31.08.22 den Beteiligten bekannt gegebenen Urteil vom 25.08.2022 festgestellt, dass eine versammlungsrechtliche Auflage der Stadt Pforzheim, nach der eine Versammlung von Abtreibungsgegnern während der Beratungszeiten der Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstelle nur außerhalb direkter Sichtbeziehung zum Gebäudeeingang derselben stattfinden dürfe, rechtswidrig gewesen ist. Dies teilte der VGH in einer Presseaussendung mit. Darin gibt es die ausführlichen Hintergründe zum Fall und die Urteilsbegründung.

Weitere Informationen:

Berufungsverhandlung: Dürfen Christen auf einem Gehsteig beten?
idea 26.08.22

Stadt Pforzheim: Klage der Veranstalterin der Versammlung „40 Days for Life“ gegen eine versammlungsrechtliche Auflage erfolgreich Pressemitteilung baden-württembergischer Verwaltungsgerichtshof 31.08.22


28.08.22: Erinnerung: Einladung zum Marsch für das Leben am 17. September 2022 in Berlin

Marsch für das Leben am 17.09.22 in BerlinAm Samstag, den 17. September 2022 gibt es in Berlin wieder den jährlichen „Marsch für das Leben“. Hierzu lädt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) alle Interessierten ein. Beginn ist um 13.00 Uhr, Ende gegen 17.30 Uhr.

Es stehen zahlreiche Werbematerialien zur Veranstaltung bereit. Konkret gibt es Karten, Plakate und weiteres Material als Download oder zum kostenlosen Bestellen. Zudem können Sie sich für Mitfahrgelegenheiten per Bus aus verschiedenen Städten anmelden.

» Informieren Sie sich und ordern Sie Werbematerial zum Marsch für das Leben 2022.


26.08.22: US-Statistik macht deutlich: Hauptgrund für Abtreibung ist „falscher Zeitpunkt“

USAEine staatliche Statistik über Abtreibungen der vergangenen zwei Jahre im US-Bundesstaat Minnesota enthüllt die wesentlichen Gründe für Abbrüche. Sie entkräftet damit als Hauptargumente die oft vorgebrachten Fälle von Vergewaltigung und Inzest.

Darüber berichtet das katholische Nachrichtenportal kath.net am 25.08.22 unter Berufung auf einen Bericht von LifeNews.

US-Statistik macht deutlich: Hauptgrund für Abtreibung ist „falscher Zeitpunkt“
kath.net am 25.08.22


22.08.2022: G-BA verweigert Erhaltung der Fruchtbarkeit für Mädchen mit Krebs vor der Pubertät

Stiftung für junge Erwachsene mit KrebsIn der Sitzung des Gemeinsamen Bundesaus­schusses (G-BA) am 18.08.22 haben Krankenkassen und Kassenärztliche Bundesvereinigung die Finanzierung der Eierstockgewebekonservierung bei Mädchen mit Krebs vor der Pubertät verhindert. Dies berichtete Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs in einer Pressemitteilung vom 19.08.22.

An der Stimmenmehrheit der Krankenkassen und Kassenärztlichen Bundesvereinigung ist demnach die Befürwortung durch die unparteiischen Mitglieder, die Patientenvertretung, die Deutsche Krankenhaus­gesellschaft und die Fachgesellschaften gescheitert. Jetzt habe nur noch das Gesund­heitsministerium die Möglichkeit einzugreifen.

» Mehr zur G-BA-Entscheidung zur Erhaltung der Fruchtbarkeit für Mädchen mit Krebs vor der Pubertät


20.08.22: Suizidhilfe: Kritik an Suche nach ärztlichen Gutachtern

Symbolbild SterbehilfeEin Sterbehilfe-Verein schaltetet im Deutschen Ärzteblatt eine Anzeige, worin er Ärzte in Deutschland sucht, die sterbewillige Menschen beraten und die für eine Suizidbeihilfe notwendigen Gutachten erstellen.

Die Deutsche Palliativstiftung reagierte mit Bestürzung. Der Verlag wies die Kritik unter Berufung auf die Meinungsfreiheit zurück. Über die Anzeige und die Kritik berichtete das Ärzteblatt online am 16.08.22

Suizidbeihilfe: Suche nach ärztlichen Gutachtern in der Kritik
Aerzteblatt.de 16.08.22


15.08.22: Interview: Auch die Würde der Ungeborenen ist unantastbar

Bundesverband Lebensrecht (BVL)Der Kampf um das Leben spitzt sich immer mehr zu. Beispiele sind die Aufhebung des historischen Urteils „Roe versus Wade“ des Obersten Gerichtsofs in den USA und die damit verbundene Debatte um das Recht auf Abtreibung, die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen in Deutschland durch die Bundesregierung und ein weitergehender Schritt des EU-Parlaments.

In einem Interview mit “Kirche heute“ nimmt Alexandra Maria Linder, Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), ausführlich Stellung dazu.

Auch die Würde der Ungeborenen ist unantastbar
Kirche heute 8+9/2022 (Beitrag im PDF-Format)


08.08.22: Weitere Verzögerung bei der Einführung des Organspenderegisters

Die ursprünglich für März 2022 geplante Einführung des Organspenderegister in Deutschland verzögert sich mindestens um eineinhalb Jahre. Möglicherweise dauert es auch noch länger. Dies berichtete das Ärzteblatt online am 22.07.22 unter Verweis auf ein vorliegendes Schreiben aus dem Bundesgesundheitsministerium. Die darin genannten Gründe für die Verzögerung sind vielfältig.

Der CSU-Abgeordnete Stephan Pilsinger kritisierte die Verzögerung und sieht dabei einen möglichen Vorwand zur Einführung der Widerspruchslösung.

Einführung des Organspenderegister verzögert sich weiter
Aerzteblatt.de 22.07.22


03.08.22: Kontroverse Debatte um Triage-Gesetz

Debatte um Triage-GesetzAm 14.06.2022 hat das Bundesgesundheitsministerium einen „Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes“ vorgelegt. Mit dem Referentenentwurf soll das Verfahren im Falle pandemiebedingt nicht ausreichender überlebenswichtiger, intensivmedizinischer Behandlungskapazitäten geregelt werden.

Nun nimmt die Debatte über die Inhalte und Ausführungen im sogenannten Triage-Gesetz nach einer Anhörung von Fachverbänden im Deutschen Bundestag an Fahrt auf.

» Mehr zur Debatte um ein Triage-Gesetz


29.07.22: Deutscher Bundestag: Interfraktionelle Arbeitsgruppe Pränataldiagnostik gegründet

Interfraktionelle Arbeitsgruppe PränataldiagnostikSeit dem 1. Juli 2022 werden vorgeburtliche Bluttests auf Trisomien von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattet. Vor diesem Hintergrund hat ein Zusammenschluss von acht Abgeordneten im Deutschen Bundestag eine interfraktionelle Arbeitsgruppe zur Pränataldiagnostik gegründet.

Gründungsmitglieder sind Michael Brand, Hubert Hüppe und Sabine Weiss von der CDU sowie Stephan Pilsinger (CSU), Pascal Kober (FDP), Sören Pellmann von der Linksfraktion, Corinna Rüffer von Bündnis 90/Die Grünen und Dagmar Schmidt (SPD).

„Uns eint die Überzeugung, dass das pränatale Screening auf Trisomie 21, 18 und 13 und andere auf keinen Fall zur Routine in der Schwangerschaft werden darf“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung vom 28.07.22.

» Mehr zur Interfraktionellen Arbeitsgruppe Pränataldiagnostik


26.07.22: Antrag von Abgeordneten im Bundestag zur Stärkung der Suizidprävention

Der Bundestag ist dabei, die Hilfe zum Suizid gesetzlich neu zu regeln. Zahlreiche Parlamentarier fordern nun, auch die Suizidprävention durch ein Gesetz zu stärken, berichtete das Christiliche Medienmagazin PRO. Christliche Verbände unterstützen zudem den Vorstoß.

Gesetz soll Absicht zum Suizid entgegenwirken
PRO Das christliche Medienmagazin, 25.07.22

Gröhe: Beim Thema Suizid Hand ausstrecken statt Zeigefinger erheben
PRO Das christliche Medienmagazin, 26.07.22


23.07.22: Einladung zum Marsch für das Leben am 17. September 2022 in Berlin

Marsch für das Leben am 17.09.22 in BerlinAm Samstag, den 17. September 2022 gibt es in Berlin wieder den jährlichen „Marsch für das Leben“. Hierzu lädt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) alle Interessierten ein. Beginn ist um 13.00 Uhr, Ende gegen 17.30 Uhr.

Es stehen zahlreiche Werbematerialien zur Veranstaltung bereit. Konkret gibt es Karten, Plakate und weiteres Material als Download oder zum kostenlosen Bestellen. Zudem können Sie sich für Mitfahrgelegenheiten per Bus aus verschiedenen Städten anmelden.

» Informieren Sie sich und ordern Sie Werbematerial zum Marsch für das Leben 2022.


20.07.22: Abtreibungsdebatte: Diskussion über Haltung der ZdK-Präsidentin

Dr. Irme Stetter-Karp, ZdKEnde letzter Woche ist eine Diskussion entbrannt über die Haltung der Präsidentin des Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Dr. Irme Stetter-Karp, in der Abtreibungsdebatte. Sie hatte in einem Beitrag für die Beilage „Christ und Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Ausgabe vom14.07.22) gefordert, „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruch flächendeckend ermöglicht wird“. Ferner stehe „eine Reflexion“ darüber an, „wie das Angebot sichergestellt werden kann, – was auch die Schulung von Ärzt*innen in der Ausbildung umfasst.“

Ferner stehe „eine Reflexion“ darüber an, „wie das Angebot sichergestellt werden kann, – was auch die Schulung von Ärzt*innen in der Ausbildung umfasst.“

» Mehr zur Diskussion über die Haltung der ZdK-Präsidentin Dr. Irme Stetter-Karp in der Abtreibungsdebatte


17.07.22: Zahl der Totgeburten je 1.000 Geborenen seit 2007 um 24 Prozent gestiegen

Im Jahr 2021 wurden in Deutschland 3.420 Kinder tot geboren. Dies entspricht 4,3 Totgeburten je 1000 Geborenen. Damit ist die Quote nach einem Tiefstand von 3,5 Totgeburten je 1000 Geborenen im Jahr 2007 seit 2010 tendenziell gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 15.07.22 mit. 2020 und 2019 gab es jeweils 4,1 Totgeburten je 1 000 Geborene.

» Mehr zu den aktuellen Zahlen zu Totgeburten in Deutschland 2021


13.07.22: Neue Studie: „Gründe für den Schwangerschaftskonflikt in Deutschland – ein Untersuchungsansatz“

In der Fachzeitschrift Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 82 (2022): 689-692 vom Juli 2022 gibt es einen lesenswerten Beitrag zu einer Studie zum Thema „Gründe für den Schwangerschaftskonflikt in Deutschland – ein Untersuchungsansatz“ von Florian M. Dienerowitz, Svetlana Hetjens und Axel W. Bauer.

Es handelt sich um eine Auswertung der Beratungsprotokolle von VitaL, der Beratungsstelle der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), also eben kein ProFamilie oder Donum Vitae, die den Beratungsschein ausstellen.

Der Beitrag ist online abrufbar für registrierte Nutzerinnen und Nutzer beim Georg Thieme Verlag oder dort einzeln zu kaufen.

Gründe für den Schwangerschaftskonflikt in Deutschland – ein Untersuchungsansatz
Dienerowitz FM, Hetjens S, Bauer AW
Geburtshilfe und Frauenheilkunde 82 (2022): 689-692, Juli 2022


11.07.22: Beschluss im EU-Parlament: Abgeordnete für Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in EU-Charta der Grundrechte

EU-FlaggeDas Recht auf Abtreibung sollte in die Charta der Grundrechte der Europäischen Union aufgenommen werden. Dies fordern die Abgeordneten des Europaparlaments in einer Entschließung vom 07.07.22 zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, das Recht auf Abtreibung in den Vereinigten Staaten zu kippen, und zur Notwendigkeit, das Recht auf Abtreibung und die Gesundheit von Frauen in der EU zu schützen.

» Mehr zum Beschluss im EU-Parlament: Abgeordnete für Aufnahme des Rechts auf Abtreibung in EU-Charta der Grundrechte


09.07.22: Bundesrat billigt Aufhebung des Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 08.07.2022 die ersatzlose Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche in Paragraf 219a Strafgesetzbuch gebilligt. Zuvor hatte der Deutsche Bundestag am 24. Juni 2022 die Aufhebung des Werbeverbots mittels Gesetzentwurf der Bundesregierung beschlossen.

Mit der Zustimmung des Bundesrates macht die Länderkammer den Weg frei für die Umsetzung. Das Gesetz geht nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zu. Das ist letztlich nur noch Formsache. Am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt soll es dann in Kraft treten.

Ergänzende Informationen:

Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche wird aufgehoben
Bundesrat kompakt 08.07.22


07.07.22: Bundesfamilienministerin Paus will Abtreibung in Ärzteausbildung aufnehmen

Lisa Paus, BundesfamilienministerinAm 24.06.22 hat der Deutsche Bundestag beschlossen das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche zu streichen. Nach dem Willen von Bundesfamilienministerin Lisa Paus sollen nun die verschiedene Methoden der Abtreibung zur ärztlichen Ausbildung gehören, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“. Paus sei darüber bereits mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) im Gespräch, hieß es weiter.

Vertreter von Lebensrechtsverbänden wie der Vorsitzende der Ärzte für das Leben e.V., Prof. Paul Cullen und der Gynäkologe Michael Kiworr kritisierten den Vorstoß scharf. Sie warfen Bundesfamilienministerin Paus „ideologische Verblendung“ vor. Abtreibungen sollten „bagatellisiert und normalisiert“ werden, berichtete die katholische „Tagespost“ am 06.07.22.

Weitere Informationen:

Familienministerin will Abtreibung in Ärzteausbildung aufnehmen
SPIEGEL 04.07.22

Unsinniger Systembruch
Die Tagespost 06.07.22


04.07.22: Ab 01.07.22 Bluttests auf Down-Syndrom als Kassenleistung

P. CullenAb 01. Juli 2022 werden vorgeburtliche Bluttests auf Trisomie bei Schwangeren Kassenleistung. Im „Interview des Tages“ mit radio horeb am selben Tag sprach Professor Dr. Paul Cullen, 1. Vorsitzender von Ärzten für das Leben e.V. über die Bedeutung und Folgen der Entscheidung.

Zudem gab es einen kritischen Beitrag zum selben Thema in der katholischen „Tagespost“ vom 04.07.22.

Bluttests auf Down-Syndrom als Kassenleistung
radio horeb 01.07.22

„Ärzte für das Leben“ kritisieren kostenfreie vorgeburtliche Gentests
Wenn nicht-invasive Pränataltests als Teil der normalen vorgeburtlichen Versorgung eingestuft würden, sei dies „ethisch bedenklich“, so der Mediziner Paul Cullen.
Die Tagespost 04.07.22


29.06.22: USA: Oberster Gerichtshof kippt liberales Abtreibungsrecht

USAIn den USA hat der Oberste Gerichtshof in einem richtungsweisenden Urteil vom 24.06.22 das aktuelle Recht auf Schwangerschaftsabbrüche gekippt und das historische „Roe v. Wade“ Urteil aufgehoben.

Der mehrheitlich konservativ besetzte Supreme Court in Washington sprach sich mit 6 zu 3 Stimmen für die Aufhebung aus. Damit dürfte es Medienberichten zufolge in etwa der Hälfte der Bundesstaaten nun zu weitgehenden Einschränkungen von Abtreibungen kommen.

» Mehr zur Entscheidung des Supreme Court zum Abtreibungsrecht in den USA


PM 24.06.22: Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219a StGB) gestrichen: Ärzte für das Leben e.V. kritisieren Debatte und fürchten weitere Normalisierung der Abtreibung

Logo Ärzte für das Leben e.V.Am 24.06.22 hat der Deutsche Bundestag die ersatzlose Streichung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219a Strafgesetzbuch – StGB) beschlossen.

Ärzte für das Leben e.V. kritisieren in einer Pressemitteilung die vorangegangene Debatte und sind beunruhigt über die weitere Normalisierung der Abtreibung.

» Zur ÄfdL-Pressemitteilung zur Streichung des Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219a StGB)


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