„Der Arzt soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten, ob es ein Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft mit aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate.“

nach Hufeland – Direktor des Coll. med. chirurg., erster Arzt der Charite Berlin u.f.w.

 

Unsere Themen:


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesen Seiten möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren und Sie dazu anregen sich mit den verschiedenen bioethischen Themen zu befassen. Unser Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), Grundwissen zu Molekularbiologie, Genetik, Epigenetik, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation im Sinne von „enhancement“, – adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, – Hilfen bei Behinderung – Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra assistierten Suizid und Euthanasie („Sterbehilfe“)Hirntod und Organspende – Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie).

Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung weiterzutragen und medizinische Übergriffe auf das Menschenleben abzuwehren. Denn: Es entspricht nicht unserer Natur, unserer Natur nach zu leben, es entspricht vielmehr unserer menschlichen Natur, sich mit unserer Natur auseinanderzusetzen.

Mehr dazu ausführlich unter Über uns.

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Neues


06.10.20: Diskussionsbeitrag zum Ärzteblatt-Thema „Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“

Am 11. September 2020 erschien im Deutschen Ärzteblatt 117(37): A-1666 / B-1428 ein Beitrag zum Thema „Embryonenschutzgesetz: Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“ sowie „Reproduktionsmedizin: Junges Fachgebiet, alte Gesetze“ von Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann.

Hierzu gibt es aus den Reihen der Ärzte für das Leben e.V. einen Diskussionsbeitrag vom 18.09.20, den wir auf unserer Seite im Wortlaut veröffentlichen.

Der Beitrag erschien in gekürzter Form als Leserbrief unter der Überschrift „Reproduktionsmedizin: Naturalistischer Fehlschluss“ in Dtsch Arztebl 2020; 117(40): A-1873 / B-1593 vom 02.10.2020

» Zum Diskussionsbeitrag zum Ärzteblatt-Thema „Das Dilemma der Reproduktionsmedizin“


29.09.20: Neuregelung der Suizidbeihilfe auf Agenda des Deutschen Ärztetages im Mai 2021

BÄK-Präsident Dr. med. Klaus ReinhardtDie Bundes­ärzte­kammer (BÄK) denkt über eine Änderung des Berufsrechts bei der ärztlichen Beihilfe zu Selbsttötungen nach.

Das Thema stehe nun auf der Agenda des Deutschen Ärztetages im Mai 2021, berichtet das Deutsche Ärzteblatt online am 28.09.2020 unter Berufung auf ein Interview mit dem BÄK-Präsidenten Klaus Reinhardt im Nachrichtenmagazin SPIEGEL. Mehr im Ärzteblatt-Artikel.

Sterbehilfe auf Agenda des Deutschen Ärztetages
AERZTEBLATT.DE 28.09.20


25.09.20: Euthanasie-Gedenkstätten äußern Sorge über eine mögliche Triage bei intensivmedizinischen Kapazitätsengpässen im Rahmen der Corona-Pandemie

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben fünf Euthanasie-Gedenkstätten ihre Sorge über die Diskussionen über die intensivmedizinische Versorgung von Senior*innen sowie Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen (Stichwort: Triage) in der Corona-Pandemie geäußert.

In der Stellungnahme vom 13.07.20 erinnern die unterzeichnenden Gedenkstätten an Abwertung, Ausgrenzung und Ermordung von Menschen im Nationalsozialismus. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Vermittlung der Geschichte dieser (Medizin-)Verbrechen.

» Mehr zur Stellungnahme der Gedenkstätten zur Diskussion um Triage auf der Webseite der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg an der Havel


21.09.20: 2,8 Prozent mehr Abtreibungen im 2. Quartal 2020 als im Vorjahresquartal

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland lag im 2. Quartal 2020 mit rund 25.100 gemeldeten Fällen um 2,8 Prozent höher als im 2. Quartal 2019. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 14.09.20 mit.

Demnach sind in diesem Ergebnis im geringen Umfang nachträglich gemeldete Daten aus dem 1. Quartal 2020 enthalten, da aufgrund der Corona-Pandemie nicht alle auskunftspflichtigen Arztpraxen und Krankenhäuser ihre Daten fristgerecht gemeldet hatten. Unter Berücksichtigung dieses Effektes liegt die Zunahme der Zahl der Abtreibungen im 2. Quartal 2020 gegenüber dem 2. Quartal 2019 etwa 0,5 Prozentpunkte niedriger, so Destatis.

» Zum ausführlichen Bericht zu den Abtreibungszahlen für das 2. Quartal 2020


19.09.20: Über 3.000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben 2020

Pro-Life-Kundgebung im politischen Zentrum Berlins

Marsch für das Leben 2020 Berlin„Wir lieben das Leben!“ Unter diesem Motto haben unter Corona-Bedingungen über 3.000 Teilnehmer an der alljährlichen Kundgebung beim Marsch für das Leben am 19.09.2020 in Berlin teilgenommen. Viele tausend weitere verfolgten die Veranstaltung im Fernsehen oder im Live-Stream zu Hause. Dies teilte der Veranstalter, der Bundesverband Lebensrecht (BVL) in einer Presseaussendung mit.

Auch die Ärzte für das Leben waren rege eingebunden, sowohl im Vorfeld bei der Organisation als auch beim Marsch.

» Zum Bericht zum Marsch für das Leben und zur BVL-Fachtagung am 18.09.20


18.09.20: Lesenswerter Beitrag zur Abtreibungsdebatte: Schwache muss man schützen

A. FrankeAm 17.09.20 erschien in der Mittelbayerischen Zeitung von unserem 2. Vorsitzenden, Dr. med. Adam Franke, ein Beitrag zur Abtreibungsdebatte.

Abtreibung: Schwache muss man schützen
Die schleichende Normalisierung der Tötung löst keine Probleme. Viele finden, Kranke, Schwache und Kleine seien weniger wert.
von Dr. med. Adam Franke


14.09.20: Filmtipp: „Unplanned. Was sie sah, änderte alles“

Film: „Unplanned. Was sie sah, änderte alles“Ab sofort ist der Film: „Unplanned. Was sie sah, änderte alles“ auf DVD in deutscher Synchronfassung erhältlich und kommt auch in die Kinos.

Der Film erzählt die wahre Geschichte von Abby Johnson, die in Amerika acht Jahre Leiterin einer Beratungs- und Abtreibungsklinik war und dann zur überzeugten Menschenrechtsaktivistin wurde.

» Mehr Infos zum Film „Unplanned. Was sie sah, änderte alles“


12.09.20: Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) warnt: Suizidpräventive Arbeit in Gefahr

Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Suizidbeihilfe außer Kraft gesetzt (§ 217 StGB). Mit seinem Urteil hat es einer Liberalisierung der Suizidhilfe den Weg geebnet, welche in ihrer Radikalität selbst von den Befürwortern nicht erwartet worden war.

Zum Internationalen Tag der Suizidprävention am 10.09.2020 warnte der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in einer Pressemitteilung, der mit dem Urteil des BVerfG zu erwartende erleichterte Zugang zum assistierten Suizid gefährde die suizidpräventive Arbeit auch im Rahmen der Hospiz- und Palliativarbeit.

» Mehr im Beitrag Deutscher Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) warnt: Suizidpräventive Arbeit in Gefahr


08.09.20: Bundesverband Lebensrecht zu aktuellen Behauptungen in Bezug auf den Marsch für das Leben

Marsch für das Leben 2020Aktuell kursieren Gerüchte und Behauptungen, der Marsch für das Leben sei eine „Anti-Corona“-Demonstration oder werde durch solche und weitere Fremd-Themen oder -Bewegungen unterwandert. Die Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL), Alexandra Linder veröffentlichte dazu am 08.09.20 die folgende Stellungnahme.

» Zur Stellungnahme von Alexandra Linder vom Bundesverband Lebensrecht


03.09.20: Bundesärztekammer fordert eine Reform des Embryonenschutzgesetzes

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat am 02.09.2020 ein „Memorandum für eine Reform des Embryonenschutzgesetzes“ veröffentlicht. Darin fordert die Bundesärztekammer, die in Deutschland geltende „Dreierregel“ bei der künstlichen Befruchtung abzuschaffen, die Eizellspende zu legalisieren und die Embryonenspende rechtlich zu regeln.

» Mehr auf Aerzteblatt.de vom 02.09.20: Bundesärzte­kammer mahnt Reform des Embryonen­schutzgesetzes an


26.08.20: Bundesregierung: Debatte über Organlebendspende noch ungewiss

Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat am 22. Juli 2020 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung zu einer Debatte über die Organlebendspende gestellt. Sie beruft sich darin auf Forderungen von Bundesgesundheitsminister Spahn, dass darüber diskutiert werden müsse. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung vor.

Die Frage einer möglichen Änderung der Organlebendspende-Regelungen in Deutschland setze „eine sorgfältige Prüfung und Diskussion unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aspekte“ voraus.

» Mehr im Themenspecial zur Debatte über Organlebendspende auf www.organspende-aufklaerung.de


25.08.20: Urteil: Gericht untersagt Abtreibungsgegner Äußerungen über Ärztin Hänel

Das Landgericht Hamburg hat dem Betreiber der Internetseite „Babykaust“ Klaus Günter Annen in einem Urteil zu einer Unterlassungklage untersagt, bei Äußerungen über die Gießener Ärztin Kristina Hänel Schwangerschafts­abbrüche mit dem Holocaust zu vergleichen.

Annen muss zudem eine Entschädigung in Höhe von 6.000 Euro an Hänel zahlen. Dies berichtete u.a. das Deutsche Ärzteblatt online am 24.08.2020.

» Mehr zum Urteil: Gericht untersagt Abtreibungsgegner Äußerungen über Gießener Ärztin Hänel


23.08.20: Bundesverfassungsgericht-Beschluss: Regierung muss Triage vorerst nicht regeln

Der Gesetzgeber muss vorerst nicht verbindlich regeln, wen Ärzte in der Corona-Pandemie bei medizinischen Engpässen wie zum Beispiel bei fehlenden Beatmungsgeräten retten sollen und wen nicht. Das Bundesverfassungsgericht wies mit einem am 14.08.20 veröffentlichten Beschluss vom 16.07.20 zur Triage einen entsprechenden Eilantrag von neun Menschen mit Behinderung und Vorerkrankungen ab.

» Mehr zum Bundesverfassungsgericht-Beschluss zur Regelung der Triage


20.08.20: Konzeptpapier vorgelegt: Bundesregierung will bessere Versorgung bei Abtreibungen

Die Bundesregierung strebt eine bessere Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen an. Dies berichtete die Süddeutsche Zeitung am 18.08.2020 unter Berufung auf ein vorliegendes Konzeptpapier des Bundesgesundheitsministeriums und der Bundesärztekammer, das sich derzeit in der Ressortabstimmung befinde.

Hintergrund sind getroffene Vereinbarungen im Rahmen der letzten Änderungen zum umstrittenen Paragrafen 219a, „die Qualität der medizinischen Versorgung von Frauen“ bei Abtreibungen zu sichern.

Mehr im ausführlichen Artikel auf sueddeutsche.de vom 18.08.2020 und ergänzend im Ärzteblatt vom 19.08.20.


16.08.20: Erinnerung: Marsch für das Leben am 19. September 2020 in Berlin und BVL-Fachtagung finden statt

Marsch für das Leben 2020Der diesjährige Marsch für das Leben am 19. September 2020 in Berlin findet wie geplant statt. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf 5000 begrenzt und es ist eine Anmeldung beim Bundesverband Lebensrecht (BVL) erforderlich. Auch die BVL-Fachtagung davor am 18.09.20 zum Thema „Lebensbejahende Bindungen – Grenzen von Autonomie und Selbstbestimmung“ findet statt.

Beginn des Marsches am 19.09.20 ist um 13:00 Uhr mit der Kundgebung. Anschließend folgt der gemeinsame Marsch für das Leben durch Berlin. Die Wegstrecke ist maximal 3 km lang und barrierefrei. Im Anschluss findet ein Ökumenischer Gottesdienst statt. Die Veranstaltung endet gegen 17:30 Uhr.

Wer nicht teilnehmen kann, kann erstmals über Live-Stream die Veranstaltung auf einer Leinwand/am Computer mitverfolgen, fast so, als wären Sie dabei.

» Mehr zum Marsch für das Leben 2020 und die BVL-Fachtagung und zur Anmeldung.


11.08.20: Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage der FDP-FRaktion zu einer möglichen Neuregelung der Suizidbeihilfe

Die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hat Mitte Juli eine Kleine Anfrage zur Meinungsbildung und zu weiteren Planungen der Bundesregierung zur Neuregelung der Sterbehilfe gestellt (Drucksache 19/21119). Nun liegt die Antwort der Bundesregierung zu den gestellten 28 Punkten vor.

Die Entwicklung eines legislativen Schutzkonzeptes bedürfe einer sorgfältigen Prüfung aller vom Bundesverfassungsgericht aufgezeigten Anforderungen im Urteil vom Februar diesen Jahres. Hierzu seien vertiefte Diskussionen im Parlament und innerhalb der Bundesregierung nötig.

» Mehr zur Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage FDP-Fraktion zu einer möglichen Neuregelung der Suizidbeihilfe auf www.sterbehilfe-debatte.de


07.08.20: Abtreibung: Gesetzeslage zum Schutz von Ärzten für Bundesgesundheitsminister Spahn ausreichend

Bundesgesundheitsminister SpahnDerzeit plant die Bundesregierung keine Gesetzesverschärfungen, um Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, und betroffene Frauen stärker als bisher vor Lebens­schützern zu schützen. Die rechtlichen Möglichkeiten seien nach Ansicht von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) ausreichend, berichtete das Ärzteblatt online am 06.08.2020.

Zuvor hatte die BÄK-Vizepräsidentin Dr. Heidrun Gitter in einem am 25.07.20 veröffentlichten Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt den Gesetzgeber aufgefordert, Ärztinnen und Ärzte besser vor „aggressiven Abtreibungsgegnern“ zu schützen. (Siehe unsere Meldung vom 29.07.20 unten)

Weitere Informationen:

Schwangerschaftsabbrüche: Gesetzeslage zum Schutz von Ärzten für Spahn ausreichend
aerzteblatt.de 06.08.2020


29.07.20: Interview: BÄK-Vizepräsidentin für mehr Schutz für Ärzte, die Abtreibungen durchführen

BÄK-Vizepräsidentin Dr. Heidrun GitterSeit einem Jahr können sich Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenhäuser und wei­tere Einrichtungen, die Schwangerschaftsabbrüche unter Voraussetzung des Paragrafen 218a durchführen, auf eine öffentliche Liste der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) aufnehmen lassen. In ihrer Zwischenbilanz im Deutschen Ärzteblatt vom 25.07.20 fordert BÄK-Vizepräsidentin Dr. Heidrun Gitter den Gesetzgeber auf, Ärztinnen und Ärzte besser vor „aggressiven Abtreibungsgegnern“ zu schützen.

„Der Schutz der Ärzte ist eine Forderung, die wir lauter stellen müssen“
Ärzteblatt vom 25.07.20

Siehe ergänzend:

ROUNDUP: Info-Liste mit Ärzten zu Abtreibungen wächst langsam
Handelsblatt.com 28.07.20
Anm.: Darin kommen auch Ärzte für das Leben e.V. zu Wort.


25.07.20: Kinderwunschbehandlung: Regierung will doch keine bundesweite Förderung

Die Bundesregierung will, anders als im Koalitionsvertrag vereinbart, doch keine bundesweiten Zuschüsse für Kinderwunschbehandlungen einführen. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, berichtet das Aerzteblatt online am 24.07.20.

Aktuell können Paare mit unerfülltem Kinderwunsch nur in den Bundesländern staatliche Gelder beantragen, die sich an der Bundes-Förderkooperative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinder­losigkeit“ beteiligen und in diesem Rahmen selber eine finanzielle Förderung anbieten, heißt es zum Hintergrund der Anfrage.

Weitere Informarmationen:

Kinderwunsch­behandlung: Regierung bricht Versprechen bundesweiter Förderung
Aerzteblatt.de 24.07.20

PDFAntwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Abgeordneten zu Unerfüllten Kinderwünschen und Kinderwunschbehandlungen
Deutscher Bundestag, Drucksache 19/20905, 08.07.20


22.07.20: Interview: Impfen – pro und contra unter ethischen Gesichtspunkten

Ampullen zum ImpfenStandpunkt – „Soll ich mein Kind impfen lassen oder nicht?“ – das fragen sich viele Eltern, aber auch Erwachsene, wenn man an einen Impfstoff gegen das Corona-Virus denkt. Die Verantwortung ist doppelt, wenn Eltern wissen, dass für die Herstellung eines Impfstoffes Zellen abgetriebener Embryonen verwendet wurden.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt zwar vor Impfskepsis, doch muss die Frage erlaubt sein, wo die Impfstoffe herkommen und wie sie produziert wurden.

Der Vorsitzende der Ärzte für das Leben, Prof. Dr. med. Paul Cullen, erörtert in einem ausführlichen Radiobeitrag auf Radio horeb vom 19.07.20 die Vor- und Nachteile der Impfung.

Impfen – pro und contra unter ethischen Gesichtspunkten
Interview auf Radio Horeb am 19.07.2020 mit Prof. Paul Cullen, dort als Podcast zum direkt anhören oder als Download


20.07.20: Baden-Württemberg: Debatte um Abtreibungszwang für Ärzte vorläufig beendet

Die Debatte um einen möglichen Zwang für Ärzte zur Durchführung von Abtreibungen in Baden-Württemberg ist vorläufig beendet. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) wies die grüne Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales und Integration, Bärbl Mielich, indirekt in die Schranken. Sie hatte zuvor erklärt, man prüfe inwieweit man eine Abtreibungsbereitschaft zum Einstellungskritierium für Ärzte und Ärztinnen an Unikliniken machen könne.

» Mehr im ausführlichen Bericht zur Debatte in Baden-Württemberg um Abtreibungszwang für Ärzte


14.07.20: Bundesapothekerkammer (BAK) gegen Kontrahierungszwang bei Suizidbeihilfe

Der geschäftsführende Vorstand der Bundesapothekerkammer (BAK) hat sich im Juni mit der Suizidassistenz mit Arzneimitteln beschäftigt und seine Position an das Bundesgesundheitsministerium (BMG) übermittelt. Dies berichtet der Apotheken-Nachrichtendienst Apotheke-Adhoc am 07.07.20. Demnach äußert sich die BAK explizit nicht zu der Frage, ob der Staat die Abgabe eines Mittels zur Selbsttötung regulieren sollte.

Gleichwohl lehne die BAK aber eine eventuelle zukünftige Abgabeverpflichtung oder die Einbindung eines Apothekers im Vorfeld der Entscheidung eines Suizidwilligen ab. Sie vertrete die Auffassung, dass der Staat seine Bemühungen vorrangig darauf richten sollte, die Begleitung der Patienten in der Palliativversorgung zu verbessern.

» Mehr im Bericht auf Apotheke-Adhoc vom 07.07.20: BAK gegen Kontrahierungszwang bei Sterbehilfe


10.07.20: Baden-Württemberg: Grüne wollen Uniklinik-Ärzte zu Abtreibungen verpflichten

In Baden-Württemberg ist eine Debatte darüber entbrannt, ob Ärzte an Unikliniken verpflichtet werden können, Abtreibungen vorzunehmen und ob von einem Ja dazu Neueinstellungen abhängig gemacht werden können. Der Anstoß dazu kam von der Staatssekretärin im Landessozialministerium, Bärbl Mielich (Bündnis 90/Die Grünen). Hintergrund ist, dass viele junge Ärzte keine Schwangerschaftsabbrüche mehr durchführen wollen.

Bei Lebensrechtsverbänden wie Ärzte für das Leben e.V., Christdemokraten für das Leben (CDL), und der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), sowie Landespolitikern stießen die Pläne auf scharfe Kritik.

Weitere Informationen:

Grünen-Politikerin über Abtreibung: „Wir haben eine Verantwortung“
Immer weniger Ärzt*innen führen Schwangerschaftsabbrüche durch. Baden-Württembergs Sozialstaatssekretärin Bärbl Mielich, Grüne, will nun handeln.
TAZ 06.07.20

Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
„Vorstoß der Grünen in Baden-Württemberg, Anstellung von Ärzten an Universitätskliniken von ihrer Bereitschaft abhängig zu machen, Abtreibungen durchzuführen, ist ein Fanal für die ganze Ärzteschaft.“
Gastkommentar des Medizinprofessors Paul Cullen (Ärzte für das Leben e.V.)
KATH.NET 10.07.20

Deutschland: Abtreibung ist keine medizinische Leistung
Baden-Württemberg: Uniklinik-Ärzte zu Abtreibungen verpflichten?
idea 08.07.20

ALfA fordert Gewissensfreiheit für Ärzte – Baden-Württembergische Landesregierung will Ärzte zu Abtreibungen zwingen
PRESSEMITTEILUNG Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) 08.07.20

Die Gewissensfreiheit muss geschützt werden!
Gewissensfreiheit behindere das (zwar postulierte, aber nicht bestehende) „Recht auf Abtreibung“ – „Was bei Wehrdienstverweigerung ganz selbstverständlich galt, wird jetzt zur Bedrohung des Rechtsstaates umdefiniert.“
Gastbeitrag von Susanne Wenzel (Christdemokraten für das Leben CDL)
KATH.NET 09.07.20


30.06.20: Bundesverfassungsgericht lässt Vergabe tödlicher Medikamente offen

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe lässt die Frage weiter offen, ob Menschen einen Anspruch gegen den Staat auf die Herausgabe von Medikamenten haben, um sich selbst zu töten. Die 2. Kammer des Ersten Senats des BVerfGs wies am 20.05.20 Aussetzungs- und Vorlagebeschlüsse des Verwaltungsgerichts Köln vom November 2019 aus formalen Gründen zurück.

» Mehr im Beitrag „Karlsruhe lässt Vergabe tödlicher Medikamente offen“ im Ärzteblatt online am 30.06.20.


29.06.20: AEM-Stellungnahme: Assistierter Suizid und die Rolle von Medizin und Pflege aus ethischer Sicht

AEM Akademie für Ethik in der MedizinDer Vorstand der Akademie für Ethik in der Medizin (AEM) in Göttingen hat am 29.06.20 eine Stellungnahme veröffentlicht, die die ethischen Rahmenbedingungen für eine Beteiligung von Ärzt*innen und Pflegenden am assistierten Suizid erläutert.

Die AEM reagiert damit auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 26.02.2020, das das Recht auf Selbstbestimmung auch für die Entscheidung über den eigenen Tod betont und den Staat auffordert dafür Sorge zu tragen, dass jeder Mensch auf zumutbare Weise seinem Leben selbstbestimmt ein Ende setzen könne. Hier komme es laut AEM nun darauf an, die Heilberufe in angemessener Weise in die künftigen Regelungen einzubinden.

Hinweis: Viele der Argumente der AEM in dieser Stellungnahme sind im diametralen Gegensatz zu der Position von Ärzte für das Leben e.V. Wir gegeben diese trotzdem weiter, um die Bandbreite der Diskussion darzustellen.

» Mehr zur AEM-Stellungnahme: Assistierter Suizid und die Rolle von Medizin und Pflege aus ethischer Sicht


25.06.20: Neuer Anlauf: Vier Hochschullehrer plädieren in Gesetzesvorschlag für ärztlich assistierten Suizid

Zwei Mediziner und zwei Juristen haben am 22.06.20 in München gemeinsam einen ausformulierten, angeblich verfassungskonformen Gesetzesvorschlag zur Neuregelung des assistierten Suizids vorge­legt. Demnach sollen explizit Ärzte, ­ aber auch Angehörige ­ unter bestimmten Voraus­setzun­gen Sterbewilligen Assistenz beim Suizid leisten dürfen. Eine Verpflichtung dazu für Ärzte soll es jedoch nicht geben. Dies berichtete das Ärzteblatt online am selben Tag.

Der Gesetzesvorschlag stammt aus der Feder des Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und Ralf Jox von der Universität Lausanne, dem Tübinger Medizinethiker Urban Wiesing sowie dem Mannheimer Juristen Jochen Taupitz. Das Quartett hatte den Vorschlag schon etwas einmal abgewandelt 2014 gemacht.

Hinweis: Viele der Argumente der 4 Hochschullehrer in dieser Stellungnahme sind im diametralen Gegensatz zu der Position von Ärzte für das Leben e.V. Wir gegeben diese trotzdem weiter, um die Bandbreite der Diskussion darzustellen.

Weiterführende Informationen:

Wissenschaftler plädieren für ärztlich assistierten Suizid
AERZTEBLATT.DE 22.06.20

Gesetzesvorschlag zur Sterbehilfe: Suizid auf Rezept
Wenn sich ein Mensch freiverantwortlich das Leben nehmen will, sollen nur Ärzte dabei helfen dürfen – so schlägt es der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio vor. Hier erklärt er die Hintergründe.
Ein Interview von Beate Lakotta
SPIEGEL 22.06.20
Anm.: Das Interview kann kommentiert werden.


17.06.20: Nach Bundesverfassungsgerichtsurteil zu § 217 StGB: Erstmals assistierte Selbsttötung im Altenheim durch Sterbehilfeverein

Ende Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht den § 217 StGB, das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung, für nichtig erklärt. Nun hat erstmals nach dem Urteil ein Sterbehilfeverein einem Altenheimbewohner in Norddeutschland bei der Selbsttötung assistiert. Dies berichtete der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) in einer Presseaussendung vom 15.06.2020 sowie diverse Medien.

Dieser Fall mache in besorgniserregender Weise klar, wie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und das schwebende neue Gesetzesverfahren von Sterbehilfevereinen genutzt werden, um ein regelhaftes Angebot nach ihrem Zuschnitt zu fordern, so der DHPV.

» Zum Themenspecial zur ersten assistierten Selbsttötung im Altenheim durch einen Sterbehilfeverein (auf sterbehilfe-debatte.de)


15.06.20: Bundesgesundheitsminister Spahn will neue Sterbehilferegelung erarbeiten

Bundesgesundheitsminister SpahnNach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Suizidbeihilfe, mit dem ein Verbot gekippt wurde, bereitet Bundesgesundheitsinister Jens Spahn (CDU) seit geraumer Zeit eine gesetzliche Neuregelung vor. Dies berichtete das Ärzteblatt Online am 12.06.20.

» Zum Beitrag auf aerzteblatt.de vom 12.06.20


11.06.20 Vatikan: Ergebnisse der internationalen Ethik-Konferenz zur Pränataldiagnostik 2019 als E-Book

Cover Yes to lifeIm Mai 2019 gab es im Vatikan eine dreitägige internationale Pränataldiagnostik-Konferenz unter dem Titel „Yes to Life! Taking care of the precious gift of life in all its frailty“. Die Ergebnisse der Tagung hat der Vatikan am 29.05.20 als E-Book veröffentlicht.

Interessierte können das 290 Seiten umfassende Werk ab sofort kostenlos auf der Webseite des Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben (Dicastery for Laity Familiy and Life) herunterladen.

Zum E-Book „Yes to Life! Taking care of the precious gift of life in all its frailty“ auf Englisch


09.06.20: Statistisches Bundesamt: 2,0 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche im 1. Quartal 2020 als im Vorjahresquartal

Im 1. Quartal 2020 wurden rund 26.500 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am 04.06.20 mitteilte, nahm die Zahl der Abtreibungen im 1. Quartal 2020 gegenüber dem 1. Quartal 2019 um 2,0 Prozent ab.

„Aufgrund der Corona-Pandemie haben allerdings nicht alle Auskunftspflichtigen ihre Daten fristgerecht gemeldet. Diese Daten fehlen daher in den nachgewiesenen Ergebnissen des 1. Quartals 2020. Bezogen auf die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche insgesamt liegt die geschätzte Untererfassung bei knapp 1 Prozent. Berücksichtigt man diesen Antwortausfall, beträgt der Rückgang der Schwangerschaftsabbrüche gegenüber dem Vorjahresquartal gut 1 Prozent“, erklärte Destatis zu den aktuellen Zahlen.

» Zur Destatis-Pressemitteilung zu den Abtreibungszahlen im 1. Quartal 2020


05.06.20: Zum Tag der Organspende am 6. Juni: „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“

P. CullenAnläßlich des Tages der Organspende am 6. Juni gibt es auf „The European“ einen lesenswerten Artikel von Prof. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V., zum Thema „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“.

Die Transplantationsmedizin ist für viele ein Segen, hat aber gehörige Schattenseiten. Ein zentrales Merkmal ärztlichen Handelns besteht darin, allein dem eigenen Patienten verpflichtet zu sein. Nie darf das Lebensrecht eines Menschen – und sei dieser Mensch schwerkrank oder dem Tod nahe – für das Leben eines anderen Menschen in Frage gestellt werden.

» Zum Beitrag „Organspende und Hirntod – eine unehrliche Debatte“ auf The Euopean, 03.06.20

Außerdem gibt es bei idea ein 3-minütiges Video mit einem Interview mit Prof. Paul Cullen zum Tag der Organspende am 06.06.20


28.05.20: 1. Sitzung des neuen Deutschen Ethikrates: Neue Vorsitzende gewählt und Beratung über Arbeitsprogramm

Deutscher Ethikrat Konstituierende Sitzung am 28.05.2020Der Deutsche Ethikrat hat am 28.05.20 in Berlin in nicht öffentlicher Sitzung zum ersten Mal in neuer Zusammensetzung getagt. Dabei wurden die Vorsitzenden gewählt und über das künftige Arbeitsprogramm beraten.

» Zum Bericht über die 1. Sitzung des neuen Deutschen Ethikrates


27.05.20: Appell: Unsere Zukunft – nicht ohne die alten Menschen

schützende HAnd über alte MenschenZahlreiche Prominente aus Politik, Gesellschaft, Kirche und Wissenschaft haben in einem internationalen Appell dazu aufgerufen, das Leben alter Menschen in der Coronakrise nicht abzuwerten. Hintergrund sind Empfehlungen zur Priorisierung bei mangelnden Resourcen im Gesundheitswesen.

„Der Wert des Lebens muss gleich für alle bleiben. Wer das zerbrechliche und schwache Leben der Älteren abwertet, bereitet einer Entwertung jeden Lebens den Weg“, heißt es in dem Appell.

Der Appell erschien am 23.05.20 als Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung FAZ. Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a. der ehemalige Präsident der EU-Kommission Romano Prodi, der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas, die ehemalige Bundesministerin für Forschung und Bildung, Annette Schavan (CDU) sowie der Erzbischof im norditalienischen Bologna, Kardinal Matteo Zuppi.

Weitere Informationen:

Umgang mit Alten in der Coronakrise: Prominente rufen zur „moralischen Revolte“ auf
SPIEGEL 24.05.20

Unsere Zukunft – nicht ohne die alten Menschen
Appell zur Humanisierung unserer Gesellschaften. Nein zu einem selektiven Gesundheitswesen


23.05.20: Pränatal­diagnostiker kritisieren Versicherten­information zum NIPT-Bluttest

Nach Ansicht des Berufsverbandes niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP) haben die vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen(IQWiG) erstellten Versicherteninformation zu nichtinvasiven pränatalen Testverfahren (NIPT) gravierende wissenschaftlich-fachliche und inhaltliche Mängel. Dies berichtete das Ärzteblatt Online am 19.05.20.

Demnach fordert der Verband zusammen mit anderen im „Runden Tisch zur Patienteninformation des IQWiG Vorbe­richts P17-01“ vertretenen medizinischen Fachverbänden und sozialen Organisa­tionen eine grundlegende Überprüfung und Überarbeitung der vorgesehe­nen Versicherteninformation. Diese befindet sich gerade im Stellungnahmeverfahren.

Pränatal­diagnostiker kritisieren Versicherten­information zum NIPT-Bluttest
Aerzteblatt.de 19.05.20


19.05.2020: Diskussion: Impfstoff aus Zelllinien abgetriebener Föten?

Embryo silhouette in FrauenhandAuf kath.net gibt es ein lesenswertes Interview mit Michael Wee, einem katholischen Bio-Ethiker in Oxford, zum Thema „Impfstoff aus Zelllinien abgetriebener Föten und andere ethische Dilemmas in der jetzigen #Corona-Pandemie“ Darin geht es um die am meisten diskutierte ethischen Dilemmas in dieser jetzigen Corona-Pandemie.

» Zum Beitrag „Impfstoff aus Zelllinien abgetriebener Föten?“ auf Kath.net vom 14.05.20

Beachten Sie in dem Zusammenhang auch unsere umfangreiche Themenrubrik Impfstoffe und Abtreibung


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