„Der Arzt soll und darf nichts anderes tun, als Leben erhalten, ob es ein Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht, dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht in sein Geschäft mit aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate.“

nach Hufeland – Direktor des Coll. med. chirurg., erster Arzt der Charite Berlin u.f.w.

 

Unsere Themen:


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

auf diesen Seiten möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren und Sie dazu anregen sich mit den verschiedenen bioethischen Themen zu befassen. Unser Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), Grundwissen zu Molekularbiologie, Genetik, Epigenetik, Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation im Sinne von „enhancement“, – adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, – Hilfen bei Behinderung – Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra assistierten Suizid und Euthanasie („Sterbehilfe“)Hirntod und Organspende – Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Soziologie, Jura, Theologie).

Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kultur des Lebens in der medizinischen Praxis und Forschung weiterzutragen und medizinische Übergriffe auf das Menschenleben abzuwehren. Denn: Es entspricht nicht unserer Natur, unserer Natur nach zu leben, es entspricht vielmehr unserer menschlichen Natur, sich mit unserer Natur auseinanderzusetzen.

Mehr dazu ausführlich unter Über uns.

Neues


10.02.20: Hinweis in eigener Sache: Stellungnahme der „Ärzte für das Leben“ zur Flugblattaktion gegen die Masern-Impfung im Freiburger-Raum

Logo Ärzte für das Leben e.V.Letzte Woche wurde unser Verein auf eine anonyme Flugblattaktion gegen die Masernimpfung, die ab März 2020 in Deutschland gesetzliche Pflicht ist, aufmerksam. In diesem Flugblatt, das im Freiburger-Raum verteilt wurde, wird explizit auf unsere Webseite und die Rubrik Impfstoffe verwiesen.

Hiermit stellen wir klar, dass unser Verein weder an der Erstellung noch an der Verbreitung dieses Flugblatts in irgendeiner Weise beteiligt war.

» Zur ausführlichen ÄfdL-Stellungnahme zur Flugblattaktion gegen die Masern-Impfung im Freiburger-Raum


20.02.20: Verfahren gegen Patente auf menschliche embryonale Stammzellen und Eingriffe in menschliche Keimbahn gestartet

Das „Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie – Testbiotech e.V.“ hat zwei Verfahren gegen erteilte Patente auf menschliche embryonale Stammzellen und Eingriffe in menschliche Keimbahn gestartet.

Damit will das Institut ethische Grundsatzfragen des Patentrechtes insbesondere im Hinblick auf den Schutz der Menschenwürde klären, teilte Testbiotech in einer Presseaussendung am 20.02.2020 mit.

» Mehr zu den Verfahren von Testbiotech e.V. gegen Patente auf menschliche embryonale Stammzellen und Eingriffe in die menschliche Keimbahn


11.02.20: Studie zu Sterbehilfe in den Niederlande: Ältere Menschen äußern Sterbewunsch wegen Einsamkeit und Finanznot

Flagge NiederlandeEine niederländische Studie bringt Sterbehilfe-Befürworter in Bedrängnis, berichtet das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am 11.02.20.

Demnach gaben laut einer repräsentativen Umfrage rund 10.000 aller über 55-jährigen Niederländer den Wunsch an, dass sie ihr Leben frühzeitig beenden wollen – auch wenn sie an keiner ernsthaften Erkrankung leiden. 56 Prozent der Betroffenen nennen als Grund Einsamkeit, 42 Prozent äußern die Sorge, anderen Menschen zur Last zu fallen, 36 Prozent haben Geldsorgen.

In den Niederlanden läuft eine Debatte darüber, ob künftig auch gesunde Menschen aktive Sterbehilfe erhalten dürfen, wenn sie ihr Leben als „erfüllt“ ansehen und damit abgeschlossen haben.

» Mehr im IMABE-Bericht vom 11.02.20: Studie: Ältere Menschen äußern Sterbewunsch wegen Einsamkeit und Finanznot.


10.02.20: Tag der Kinderhospizarbeit 2020: Bundesverband Kinderhospiz e.V. fordert eigene Rahmenvereinbarungen für ambulante Dienste

Anläßlich des Tag der Kinderhospizarbeit am 10.02.2020 fordert der Bundesverband Kinderhospiz e.V. (BVKH) eigene Rahmenvereinbarungen für ambulante Dienste. Der Bundesverband Kinderhospiz drängt auch für diesen Bereich auf eine Einigung, die es den Kinderhospiz-Einrichtungen erleichtert, ihre wichtige Arbeit zu tun.

» Mehr Infos zum Tag der Kinderhospizarbeit 2020: Bundesverband Kinderhospiz e.V. fordert eigene Rahmenvereinbarungen für ambulante Dienste (auf www.sterbehilfe-debatte.de)


04.02.20: ÄfdL in Radiobeitrag vom 01.02.20: A closer look at Germany’s abortion law

P. CullenAm 01.02.20 gab es einen interessanten englischsprachigen Radiobeitrag von KCRW Berlin zum Thema §219a. Dabei kam auch Prof. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V. zu Wort. Der 25-minütige Beitrag ist online abrufbar zum Nachhören.

A closer look at Germany’s abortion law
It’s been almost a year since the German parliament voted to amend Paragraph 219a, regarding the advertisement of abortion services, in the country’s criminal code. Host Sylvia Cunningham takes a closer look at what abortion rights activists and opponents are calling for next in 2020.
KCRW Studio Berlin, 01.02.2020


02.02.20: Youtube-Diskussionsbeitrag: „Reizthema Abtreibung – ist neutrale Beratung überhaupt möglich?“

Auf youtube gibt es seit 22.01.20 ein interessantes Video, das sich kritisch mit dem Thema Abtreibung befasst. Es geht um eine überzeugte Christin, die Ärztin werden will, und sich dabei auch mit dem Thema Schwangerschaftsabbruch auseinandersetzen muss. Das 27-minütige Video kann kommentiert werden.

» Zum Youtube-Video „Reizthema Abtreibung – ist neutrale Beratung überhaupt möglich?“


15.01.2020, ergänzt 31.01.2020: Belgien: Erstmals drei Ärzte wegen Sterbehilfe vor Gericht – Freispruch

Flagge BelgienIn Belgien beginnt am 17. Januar 2020 erstmals seit der Legalisierung der Sterbehilfe ein Prozess gegen drei Ärzte wegen mutmaßlichem Fehlverhaltens. Über den Fall berichtete ausführlich das Ärzteblatt online am 15.01.20.

Ergänzung 31.01.2020: Wie das Ärzteblatt Online und Sueddeutsche.de berichten, wurden alle drei Ärzte freigesprochen.

Sterbehilfe: Belgien stellt drei Ärzte vor Gericht
Aerzteblatt Online 15.01.20:

Sterbehilfefall: Drei Ärzte in Belgien freigesprochen
Aerzteblatt Online 31.01.20

Belgien: Gericht spricht Mediziner in Prozess um Sterbehilfe frei
Sterbehilfe für psychisch Kranke führt in Grauzonen, nur zwei Länder gestatten diese überhaupt: Belgien und die Niederlande.
SUEDDEUTSCHE.DE 31.01.20


28.01.20: Nach Bundestagsentscheidung zur Organspende: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) fordert Nachbesserungen am verabschiedeten Gesetz

Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI)Am 16.01.2020 hat der Deutsche Bundestag mehrheitlich die Widerspruchsregelung zur Organspende abgelehnt und ein Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft verabschiedet. Keine Woche später fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) am 22.01.20 Nachbesserungen am beschlossenen Gesetzentwurf.

Das neue Gesetz habe eine entscheidende Schwäche: Der Zeitpunkt, an dem Mediziner und Familie Einsicht in die vom Patienten hinterlegte Entscheidung zur Organspende bekommen sollen, sei zu spät, so die DIVI.

» Mehr im Beitrag: Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv-und Notfallmedizin (DIVI) fordert Nachbesserungen am verabschiedeten Gesetzentwurf (auf www.organspende-aufklaerung.de)


24.01.20: Studie: Mehr Deutsche wollen weniger Abtreibungen

Laut einer aktuellen Studie der der Universität Leipzig sind die Deutschen Schwangerschaftsabbrüchen gegenüber kritischer seit der Wiedervereinigung. Dabei bleibe ein kultureller Unterschied zwischen Ost und West bestehen, berichtet die Ärztezeitung am 22.01.20 über die Studie und den Einstellungswandel.

» Mehr im Beitrag der Ärztezeitung vom 22.01.20: Einstellungswandel: Mehr Deutsche wollen weniger Abtreibungen


23.01.20: NIPT als Kassenleistung: Pränataldiagnostiker sehen gravierende Mängel in G-BA Beschluss

Der Berufsverband niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP) hat den Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) zur Änderung der Mutter­schafts­richtlinien kritisiert. Dabei geht es um sogenannte „nicht-invasive pränatale Test (NIPT)“ für Schwangere mit entsprechenden Risiken als Kassenleistung für die drei Chromosomenanomalien Trisomie 21, 18 und 13.

Die praktische Aussagekraft des Bluttests in dieser Form sei deutlich geringer als darin kommuniziert. Die Pränataldiagnostiker fordern, dass neben den Bluttests weiterhin eine ergänzende differenzierte Ultraschalluntersuchung bei der Schwangerenvorsorge stattfinden sollte.

» Zum Beitrag „NIPT als Kassenleistung: Pränataldiagnostiker sehen gravierende Mängel in G-BA Beschluss“


21.01.20: Vorläufiges Ende der Debatte: Deutscher Bundestag gegen Widerspruchsregelung bei Organspenden

Ergbenis der Bundestagsabstimmung am 16.01.20 zur WiderspruchsregelungGut anderthalb Jahre nach Beginn der neuerlichen Forderungen zur Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden ist der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Karl Lauterbach gescheitert.

In namentlicher Abstimmung bei aufgehobenem Fraktionszwang haben am 16. Januar 2020 die Abgeordneten des Deutschen Bundestages mit großer Mehrheit von 379 zu 292 Stimmen bei drei Enthaltungen entschieden: Es wird keine Widerspruchslösung geben. Statt dessen wird die vorhandene Entscheidungslösung ausgebaut.

Die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland hat unter www.organspende-aufklaerung.de ein ausführliches Themenspecial zur Debatte zusammengestellt. Darin gibt es alle Ergebnisse der namentlichen Abstimmungen sowie Hintergrundinfos und Stimmen zur gescheiterten „doppelten Widerspruchslösung“.

» Zum Themenspecial auf www.organspende-aufklaerung.de: Deutscher Bundestag gegen Widerspruchsregelung bei Organspenden


PM 16.01.20: Ärzte für das Leben e.V. erleichtert über klare Ablehnung der Widerspruchsregelung zur Organspende

Logo Ärzte für das Leben e.V.Ärzte für das Leben e.V. zeigten sich heute erleichtert nach der Entscheidung m Deutschen Bundestag, die sogenannte „doppelte Widerspruchslösung“ von Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) mit überraschend klarer Mehrheit von 379 zu 292 Stimmen abzulehnen.

» Zur ÄfdL-Pressemitteilung zur abgelehnten Widerspruchsregelung bei Organspenden


PM 14.01.20: Nein zur Widerspruchsregelung: Ärzte für das Leben e.V. unterstützen Gesetzesinitiative von Annalena Baerbock zur Organspende

Logo Ärzte für das Leben e.V.Münster. Die Organisation „Ärzte für das Leben e.V.“ ist in Fragen des Lebensrechts mit der Partei Bündnis 90/Die Grünen nicht oft einer Meinung. Dennoch empfiehlt sie den Abgeordneten des Deutschen Bundestags, bei der Abstimmung am 16. Januar 2020 die Gesetzesinitiative der Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock zur Organspende zu unterstützen und die Widerspruchsregelung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn abzulehnen.

» Mehr in der ÄfdL-Pressemitteilung zur Abstimmung über die Widerspruchsregelung bei Organspenden


12.01.20: Endabstimmung am 16.01.20 über Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden

Illustration zur Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei OrganspendenAm Donnerstag, 16. Januar 2020, ab 9 Uhr sollen in Zweiter und Dritter Lesung im Deutschen Bundestag die Abgeordneten über die Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden abstimmen. Dies teilte der Deutsche Bundestag am 27.12.19 mit

Eine Gruppe von Abgeordneten um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und den SPD-Gesundheitsexperten Prof. Dr. Karl Lauterbach strebt mit ihrem Gesetzentwurf eine sogenannte doppelte Widerspruchslösung an. Demnach gilt jeder Bürger als möglicher Organspender, der zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt hat.

Eine zweite Abgeordnetengruppe um die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock strebt mit ihrem Entwurf eine Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende an. Hier soll den Bürgern über ein Online-Register die Möglichkeit gegeben werden, ihre Entscheidung einfach zu dokumentieren, zu ändern und zu widerrufen.

Für die Debatte sind laut Tagesordnung zwei Stunden und 40 Minuten vorgesehen. Die Abstimmung erfolgt namentlich und wird im Internet live übertragen. Mehr dazu plus alle Drucksachen in der Mitteilung des Bundestages.

Abstimmung über drei Vorlagen zur Organspende
Mitteilung Deutscher Bundestag 27.12.19

Siehe ergänzend:

Widerspruch gegen die Widerspruchslösung
Der Bundestag stimmt am Donnerstag über das umstrittene Organspende-Gesetz ab. Es simuliert die Freiwilligkeit der Spender. Das widerspricht dem Hauptsatz des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl in SUEDDEUTSCHE ZEITUNG 12.01.20

Abstimmung im Bundestag: Justizministerin Lambrecht lehnt Organspende-Entwurf Spahns ab
Gesundheitsminister Spahn will jeden Bürger zum möglichen Organspender machen, sofern er nicht widerspricht. Nun wird bekannt, dass Justizministerin Lambrecht mit Nein stimmen will.
SPIEGEL 12.01.20

Spahn zu Organspenden: „Mut finden, den großen Schritt zu wagen“
Der Bundestag entscheidet über neue Regeln für die Organspende. Kurz vor der Abstimmung versucht Gesundheitsminister Spahn, noch unentschlossene Abgeordnete von der sogenannten Widerspruchslösung zu überzeugen.
SPIEGEL 10.01.20


20.12.2019: Europäischer Gerichtshof verwirft „One of us“-Klage

One of usDie EU-Kommission ist nicht verpflichtet, sich eine erfolgreiche Europäische Bürgerinitiative zu eigen zu machen und einen Gesetzesvorschlag vorzulegen, der deren Anliegen Rechnung trägt. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am 19.12.19 entschieden.

Konkret ging es um die bisher erfolgreichste Europäische Bürgerinitiative „One of us“ („Einer von uns“). Die Initiative hatte einen Stopp der Finanzierung der embryonenverbrauchenden Forschung sowie der Förderung von Abtreibungen in Entwicklungsländern mit Steuergeldern der Bürger der Mitgliedsstaaten der Europäischen verlangt. Dafür wurden knapp zwei Millionen Unterschriften gesammelt, wovon in Brüssel mehr als 1,7 Millionen anerkannt wurden.

Mehr dazu in der ausführlichen Pressemitteilung des EuGH sowie in einem Beitrag der „Tagespost“vom 19.12.19.

Europäischer Gerichtshof verwirft „One of us“-Klage
Die Tagespost vom 19.12.19

PDFNach Auffassung des Gerichtshofs hat das Gericht mit der Bestätigung des Beschlussesder Kommission, im Rahmen der Europäischen Bürgerinitiative „Einer von uns“ keinen Gesetzgebungsvorschlag vorzulegen,keinen Fehler begangen
PRESSEMITTEILUNG Gerichtshof der Europäischen Union vom 19.12.19 zur One of us Klage (PDF-Format)


14.12.19: Urteil: Kristina Hänel wegen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche erneut zu Geldstrafe verurteilt

Die Ärztin Kristina Hänel ist in einem neuen Berufungsprozess wegen des Vorwurfs der verbotenen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche am 12.12.19 vom Landgericht Gie­ßen er­neut zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dies berichteten das Ärzteblatt Online und Spiegel Online am selben Tag. Mehr dazu in den folgenden Artikeln.

Hänel wegen Werbung für Schwangerschaftsabbrüche erneut zu Geldstrafe verurteilt
AERZTEBLATT.DE 12.12.19

„Es macht keinen Sinn“
Die Medizinerin Kristina Hänel ist erneut zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Die Richterin machte keinen Hehl daraus, was sie von der bestehenden Gesetzeslage hält.
SPIEGEL Online 12.12.19


04.12.19: Chinesische Experimente: Studie zu gentechnisch veränderten Babys teilweise veröffentlicht

Vor kurzem behauptete der chinesische Forscher He Jiankui, die Gene von Zwillingen so verändert zu haben, dass sie immun gegen HIV sind. Nun veröffentlichte Manuskripte lassen etwas anderes vermuten, berichtete SPIEGEL Online ausführlich am 04.12.19

Studie zu gentechnisch veränderten Babys teilweise veröffentlicht
Spiegel Online 04.12.19


PM 25.11.19: Ärzte für das Leben befremdet über zunehmende Versuche in Teilen der Ärzteschaft, Abtreibung zu normalisieren

Logo Ärzte für das Leben e.V.Entwicklungen der neueren Zeit nähren den Verdacht, dass in Teilen der Ärzteschaft massiv versucht wird, Abtreibung zu normalisieren, in manchen Fällen bis unmittelbar vor der Geburt. „Egal, wie man zu ihrer Freigabe grundsätzlich steht“, sagte Prof. Paul Cullen, Vorsitzender der Organisation „Ärzte für das Leben“, heute in Münster, „es gibt nur wenige Menschen und noch weniger Ärzte, die die Abtreibung als neutrale oder gar als positive Angelegenheit sehen. Vielmehr wird sie meistens als Übel betrachtet, das in manchen Fällen nötig sei, um noch mehr Unbill zu vermeiden.“

» Zur Pressemitteilung: Ärzte für das Leben befremdet über zunehmende Versuche in Teilen der Ärzteschaft, Abtreibung zu normalisieren


22.11.19: Urteil im Prozess um bei Geburt getöteten Zwilling: Bewährungsstrafen für Frauenärzte

Im Prozess um zwei Frauenärzte, die einen hirngeschädigten Zwilling bei der Geburt mit einer Kaliumchloridlösung getötet hatten, hat das Landgericht Berlin am 19.11.19 sein Urteil gefällt. Die Leitende Oberärztin und der ehemalige, inzwischen pensionierte Chefarzt eines Berliner Klinikums wurden wegen Totschlags zu Freiheitsstrafen von einem Jahr und sechs Monaten bzw. einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Vollstreckung wurde jeweils zur Bewährung ausgesetzt.

Das Urteil in dem umstritten Fall ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision angefochten werden. Es wird laut Medienberichten damit gerechnet, dass der Fall vor den Bundesgerichtshof (BGH) geht.

Der Bundesverband Lebensrecht kritisierte in einer Pressemitteilung vom 20.11.19 das Urteil und forderte die Politik zu einem konsequentem Schutz der Menschenwürde auf.

» Mehr zum Urteil im Prozeß gegen zwei Frauenärzte in Berlin


20.11.19: Verbot des Erwerbs von Betäubungsmitteln zur Selbsttötung: Verwaltungsgericht Köln ruft Bundesverfassungsgericht an

Das generelle Verbot des Erwerbs von Betäubungsmitteln zur Selbsttötung ist nach Überzeugung der 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Köln nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Sie hat daher mit Beschlüssen vom 19.11.19 sechs Klageverfahren ausgesetzt und die einschlägigen Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt. Dies teilte das Verwaltungsgericht Köln in einer Presseaussendung mit.

» Mehr: Verwaltungsgericht Köln ruft Bundesverfassungsgericht


13.11.19: US-Studie: Assistierter Suizid wird als „kostengünstige“ Option angeboten

Symbolbild SterbehilfeFreigabe von Sterbehilfe übt Druck auf vulnerable Personen aus

Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen National Council on Disability (NCD) hat die Auswirkungen der Gesetze zum assistierten Suizid in den USA auf Menschen mit Behinderungen untersucht. Demnach sind die häufigsten Gründe, warum Menschen mit Behinderung Beihilfe zum Suizid beantragen, nicht Schmerzen, sondern stehen in direktem Zusammenhang mit unzureichender Unterstützung und Dienstleistung zur Bewältigung ihres Alltags.

Über die Studie berichtet ausführlich das österreichische „Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik“ (IMABE) in einem Beitrag in der Newsletter-Ausgabe November 2019.


10.11.19: Vertagt: Entscheidung über Organspendereform erst Januar 2020

Dieses Jahr wird es wider Erwarten keine Abstimmung über die Einführung der Widerspruchsregelung bei Organspenden geben. Die Abgeordnetengruppen zweier konkurrierender Gesetzentwürfe haben sich wegen geplanter Änderungsanträge auf eine Verschiebung geeinigt, berichtete das Deutsche Ärzteblatt am 07.11.19 Nun soll die Entscheidung voraussichtlich Mitte Januar fallen. Wann genau ist noch unklar.

Entscheidung über Organspendereform erst im kommenden Jahr
AERZTEBLATT.DE 07.11.19

Zahl der Organspender sinkt weiter
Die erhoffte Trendumkehr bei den Organspenden lässt auf sich warten. Allerdings gibt es starke Unterschiede in den Bundesländern. Rainer Woratschka
TAGESSPIEGEL 07.11.19


07.11.19: Bundesverband Lebensrecht: Gesundheit und Bildung für Frauen und Mädchen weltweit statt Propagierung und Durchführung von Abtreibungen

Bundesverband LebensrechtAm 07.11.19 gab es eine Bundestagsdebatte über Frauen- und Mädchenrechte mit Anträgen verschiedener Fraktionen in Bezug auf „sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ (SRGR). In den Anträgen wird von der FDP, der Linken und von Bündnis90/Grünen eine deutliche Aufstockung der Zuschüsse für verschiedene, international im Bereich der SRGR tätige Organisationen gefordert, darunter den Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), die International Planned Parenthood Federation (IPPF), zu der auch die deutsche Pro Familia gehört, und Marie Stopes International (MSI).

Der Bundesverband lebensrecht (BVL) forderte in einer Presseerklärung die Bundesregierung auf, ausschließlich Organisationen zu unterstützen, die sich um die wichtige Förderung der Gesundheit und Bildung von Frauen und Mädchen weltweit kümmern und nicht um die Propagierung und Durchführung von Abtreibungen.

» Mehr zur BVL Stellungnahme Gesundheit und Bildung für Frauen und Mädchen weltweit statt Propagierung und Durchführung von Abtreibungen


06.11.19: Bedeutende Deklarationen des Weltärztebundes und der abrahamitischen Religionen gegen Euthanasie und assistierten Suizid veröffentlicht

Ende Oktober 2019 bekräftigte der Weltärztebund (World Medical Association, WMA) auf der 70. Generalversammlung in Tiflis, Georgien erneut seinen ablehnenden Standpunkt gegenüber Euthanasie und ärztlich assistiertem Suizid. Vorangegangen waren intensive Beratungsprozesse mit Ärzten und Nicht-Ärzten auf der ganzen Welt.

Neben der Ärzteschaft positionierten sich auch Vertreter der drei abrahamitischen Religionen und unterzeichneten am 28.10.2019 im Vatikan eine gemeinsame Erklärung gegen Euthanasie und assistierten Suizid.

» Mehr zur Veröffentlichung der Deklarationen des Weltärztebundes und der abrahamitischen Religionen gegen Euthanasie und assistierten Suizid


06.11.2019: Gutachter im Prozess gegen Berliner Frauenärzte: Ein Leben für ein Leben

Ein Kind wurde entbunden, der Zwilling danach im Mutterleib getötet: Eine Ärztin und ein Arzt müssen sich deshalb wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Nun ordnete ein Gutachter den Fall ein.

Mehr ausführlich auf Spiegel Online im Artikel „Ein Leben für ein Leben“ am 05.11.19


25.10.19 Prozess um Tod eines Zwillings: War es eine Spätabtreibung oder Totschlag?

Am Berliner Landgericht sind zwei Gynäkologen angeklagt. Der Vorwurf: Sie sollen bei der Entbindung einen schwer erkrankten Zwilling getötet haben. Im Kern geht es um die Frage ob es eine Spätabtrebung oder Totschlag war. Über den Prozess berichteten der Berliner TAGESSPIEGEL am 23.10.19 und Spiegel Online am 22.10.19.

War es eine Spätabtreibung oder Totschlag?
Tagesspiegel 23.10.19

Tod eines Zwillings
Ein Kind wurde entbunden, der Zwilling danach im Mutterleib mit Kaliumchlorid getötet: In Berlin stehen eine Ärztin und ein Arzt wegen Totschlags vor Gericht. Sie sind sich keines Unrechts bewusst.
Spiegel online 22.10.19


21.10.19: Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) positioniert sich erstmals zum „freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)“

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat sich erstmals zum umstrittenen Thema „Sterbefasten“ bzw. „freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)“ positioniert. Der Entschluss zum freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken sei nicht als Suizid zu bewerten, könne aber auch nicht als Therapieverzicht eingeordnet werden. Vielmehr sei der FVET als eigene Handlungskategorie (sui generis) zu betrachten.

Es sei keine strafbare Handlung, die selbstbestimmte Entscheidung eines unerträglich leidenden Palliativpatienten medizinisch zu begleiten, heißt es in einem DGP-Positionspapier vom 11.10.19. Vielmehr würde es den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllen, einen Menschen gegen seinen Willen zu ernähren. Das Papier wurde vom Vorstand der Fachgesellschaft gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten verfasst.

» Mehr zur Position der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) positioniert sich erstmals zum „freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)“


19.10.19: Nichtinvasive Pränataldiagnostik: Debatte um neuen vorgeburtlichen Bluttest auf Einzelgenerkrankungen

Die Woche ist eine Debatte um einen neuen vorgeburtlichen Bluttest auf Einzelgen-Erkrankungen entbrannt. Konkret geht es um einen neuen Test der Firma Eluthia, der Mu­koviszidose, spinale Muskelatrophie, die Sichelzellkrank­heit und die a- und ß-Thalassämien beim Embryo in einem frühen Stadium erkennt. Offizielle Markteinführung war am 17. Oktober in Leip­zig. Hierüber berichtete u.a. das Deutsche Ärzteblatt ausführlich in diversen Beiträgen. Mehr in den folgenden Artikeln.


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