2022

Hier finden Sie aktuelle Meldungen für 2022 zu den Themen des Lebensrechts.

20.05.22: Bundesrat verzichtet auf Stellungnahme zur geplanten Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen

In der Diskussion um eine geplanten Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen geht es Schlag auf Schlag. Nach der Debatte im Plenum und Rechtsausschuss im Bundestag debattierte nun am 20. Mai 2022 der Bundesrat über die Pläne der Bundesregierung, das Werbeverbot für Abtreibungen abzuschaffen und den entsprechenden Paragraf 219a Strafgesetzbuch gänzlich zu streichen.

Wie der Bundesrat mitteilte, machte die Länderkammer in ihrer Sitzung jedoch keinen Gebrauch von seinem Recht, zu dem Regierungsentwurf Stellung zu nehmen, bevor der Bundestag entscheidet. Der Gesetzentwurf wird nun in zweiter und dritter Lesung im Bundestag verabschiedet, und kommt dann nochmals zur abschließenden Beratung in den Bundesrat.

» Mehr Infos inklusive Videoaufzeichung der Debatte und zugehörige Drucksachen auf der Webseite des Bundesrates im Plenum kompakt vom 20.05.22


19.05.22: Bundestagsanhörung: Sachverständige mehr­heitlich für Aufhebung von Paragraf 219a

Debatte um Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen § 219a StGBAm 18.04.22 gab es im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages eine zweistündige öffentliche Anhörung zur geplanten Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen. Wie der Bundestag im Anschluss mitteilte, wurde dabei die von der Bundesregierung geplante Abschaffung der Strafbarkeit von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche (§ 219 a StGB) von der Mehrheit der Sachverständigen unterstützt.

Die öffentliche Anhörung wurde nicht live übertragen, sondern zeitversetzt am 19.05.22 um 15:00 Uhr, im Parlamentsfernsehen (Kanal 3) gesendet. Sie steht anschließend als Aufzeichnung in der Mediathek des Deutschen Bundestages zur Verfügung.

Einen ausführlichen Bericht zur Anhörung mit den verschiedenen Positionen, Stellungnahme sowie Drucksachen gibt es auf der Bundestagswebseite.


18.05.22: Deutscher Bundestag: Sachliche Orientierungs­debatte über Reform der Suizidhilfe

Debatte um Neuregelung SuizidhilfeAm 18. Mai 2022 haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages in einer sehr sachlichen Orientierungsdebatte über eine Neuregelung zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Hilfe zur Selbsttötung beraten. In gut 90 Minuten legten sie ihre unterschiedlichen Positionen dar. Dazu lag ein fraktionsübergeifender Gesetzentwurf vor.

Hintergrund der Debatte ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom Februar 2020, mit dem das 2015 vom Bundestag beschlossene Verbot der organisierten Suizidhilfe gekippt wurde. Darin wurde auch klargestellt, dass Menschen ein Recht haben, selbstbestimmt zu sterben, auch mit Unterstützung Dritter.

Auf der Webseite des Bundestages gibt es einen ausführlichen Bericht, die Videoaufzeichnung und zugehörige Drucksachen. Alle Reden sind dort im Plenarprotokoll der Bundestags-Sitzung vom 18.05.22 unter Tagesordnungspunkt 3 nachzulesen.

Sachliche Orientierungs­debatte über Reform der Sterbehilfe
Mitteilung Deutscher Bundestag, 18.05.22


14.05.22: Deutscher Bundestag debattierte in erster Lesung über geplante Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen

Debatte um Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen § 219a StGBAm 13. Mai 2022 hat der Deutsche Bundestag in erster Lesung knapp eine Stunde über die von der Bundesregierung geplante Aufhebung des Verbots der Werbung für Abtreibungen debattiert.

Diskussionsgrundlage war ein Gesetzentwurf „zur Änderung des Strafgesetzbuches – Aufhebung des Verbots der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch (Paragraf 219a StGB), zur Änderung des Heilmittelwerbegesetzes und zur Änderung des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch“ (Drucksache 20/1635). Außerdem diskutierten die Abgeordneten über einen von der CDU/CSU-Fraktion vorgelegten Antrag mit dem Titel „Interessen der Frauen stärken, Schutz des ungeborenen Kindes beibehalten“ (Drucksache 20/1017). Ebenfalls erstmals beraten wurde ein Antrag der Fraktion Die Linke mit dem Titel „§ 219a StGB aufheben – Selbstbestimmung, Entscheidungsfreiheit und ausreichende Versorgung sicherstellen“ (Drucksache 20/1736).

Der Gesetzentwurf sowie die Anträge wurden im Anschluss der Debatte an den federführenden Rechtsausschuss zur weiteren Beratung überwiesen. Auf der Webseite des Bundestages gibt es einen ausführlichen Bericht, eine Videoaufzeichnung der Debatte sowie die zugehörigen Drucksachen.

Aufhebung des Verbots der Werbung für Schwangerschaftsabbruch
Mitteilung Deutscher Bundestag 13.05.22


07.05.22: Bericht zur BVL-Fachtagung über Transhumanismus

BVL-Fachtagung zur „Woche für das Leben“ am 30.04.2022: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?"Am 30.04.22 veranstaltete der Bundesverband Lebensrecht (BVL) eine Fachtagung zum Thema Transhumanismus. Die Tagung im Rahmen der „Woche für das Leben“ befasste sich mit der Frage: „„Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“.

In einem ausführlichen Beitrag in der katholischen „Tagespost vom 05.05.22 gibt Stefan Rehder eine Zusammenfassung der Tagung und beleuchtet die Hintergründe.

Auf der BVL-Webseite steht zudem eine Videoaufzeichung zur kompletten Fachtagung bereit. Leider ist der Ton dabei manchmal etwas schlecht verständlich. Hier empfehlen sich Kopfhörer zur Abhilfe.

Weitere Informationen:
Transhumanismus: Die Religion des Teufels
Die Tagespost, 05.05.22

Video zur BVL-Fachtagung vom 30.04.22 zum Transhumanismus


30.04.22: Erinnerung: 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V. vom 20. bis 21.05.22 zum Thema „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“

27. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ Thema: „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“Vom 20. bis 21. Mai 2022 findet in Fulda die 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V. in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) statt. Thema ist diesmal: „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“.

Seit Februar ist das Programm online und Interessierte können sich anmelden.

» Zum Programm und zur Anmeldung zur 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V.


29.04.22: Veranstaltungshinweis: European Convention One Of Us am 07.05.22 in Brüssel

Convention One of us, 07.05.22Die Europäische Union ist die Heimat von Initiativen, die das Recht auf Leben gefährden. Die Forderung von Frankreis Präsident Macron in seiner Einführungsrede zur französischen EU-Ratspräsidentschaft am 19. Januar 2022, den Schwangerschaftsabbruch in die Charta der Grundrechte aufzunehmen, berührt den Kern der Europäischen Bürgerinitiative One of Us.

Gemeinsam mit seinen Partnern und Mitgliedsverbänden will One of Us die Menschenwürde verteidigen. Mit seinen 1,7 Millionen Unterzeichnern mobilisiert One of Us, um dem Leben im Rahmen der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Konferenz über die Zukunft Europas (COFEU) eine Stimme zu geben.

Am 7. Mai, am Vorabend des Abschlusses der COFEU und inmitten des Europäischen Jahres der Jugend, organisiert One Of Us eine Veranstaltung in Brüssel, um diese Mobilisierung abzuschließen und zu feiern.

Ort: Brussels Marriott hôtel Grand Place (Rue Auguste Orts 3-7/Grand Place, Brüssel, Belgien, 1000)
Zeit: 11.00 bis 13.00 Uhr

Die Veranstaltung wird auch live im Internet übertragen.

» Ausführliche Informationen und Anmeldung auf der Webseite von One Of Us


26.04.22: Zwei Leserbriefe zur Debatte um die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen

Debatte um Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen § 219a StGBZur aktuellen Debatte um die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a StGB) gibt es zwei Leserbriefe aus unseren Reihen an die F.A.Z., die wir hier veröffentlichen.

Im Beitrag Nr. I vom 29.03.22 „Das Ende des Lebensrechts?!“ geht es um die Berichterstattung zum Vorhaben der Ampelkoalition das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche zu kippen. Beitrag Nr. II, „Beten gerichtlich erlaubt!“ vom 28.03.22 befasst sich mit einem Urteil zum Thema öffentliches Beten gegenüber einem Haus von „pro familia e.V.“ in Frankfurt am Main.

» Zu den Leserbriefen zur Debatte um die Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen


PM 21.04.22: Ärzte für das Leben e.V. kritisieren geplante Streichung des Werbeverbots für Abtreibung (§ 219a StGB)

Logo Ärzte für das Leben e.V.Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Debatte um eine geplante Streichung des Werbeverbots für Abtreibung (§ 219a StGB) bekräftigen Ärzte für das Leben e.V. ihre Kritik an dem Vorhaben der Regierungskoalition. Sie lehnen eine Streichung klar ab.

» Zur ÄfdL-Pressemitteilung zur geplante Streichung des Werbeverbots für Abtreibung (§ 219a StGB)


18.04.22: Erinnerung – BVL-Fachtagung zur „Woche für das Leben“ am 30.04.2022: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“

BVL-Fachtagung zur „Woche für das Leben“  am 30.04.2022 : „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?"Im Rahmen der ökumenischen „Woche für das Leben“ veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 30.04.2022 eine Fachtagung zum Thema: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“.

Die Veranstaltung findet statt von 13:00 bis 17:00 Uhr, „Alte Börse“ Naschmarkt 2, in 04109 Leipzig und wird auch online übertragen.

ReferentInnen sind:
– Prof. Sören Hoffmann (Lehrstuhl Philosophie/Ethik Fernuniversität Hagen) zum Thema „Die blasse Brut des Übermenschen“
– Susanne Hartfiel (Sozialwissenschaftlerin/Sozialpädagogin Bremen) zum Thema „Transhumanismus: Neuerfindung des Menschen im 21. Jahrhundert“
– Prof. Dr. med. Paul Cullen (Innere Medizin/Infektiologie Universität Münster) zu „Die Geschichte des Transhumanismus“

» Ausführliches Programm und Anmeldung zur BVL-Fachtagung am 30.04.22: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“

» Mehr zur Woche für das Leben 2022


13.04.22: Europäischer Menschenrechtsgerichtshof betont: „Kein Recht auf Beihilfe zum Suizid“

Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in StraßburgDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg hat am 12.04.22 die Verurteilung eines dänischen Arztes wegen Beihilfe zum Suizid bestätigt. Darüber berichtete ausführlich das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) am selben Tag.

Konkret hatte demnach der Arzt in drei Fällen Patienten in ihren Suizidabsichten unterstützt und bei deren Selbsttötungen mitgeholfen. Dabei könne er sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen, urteilte der EGMR.

Das IMABE gibt in seinem Bericht auch eine Einschätzung zur praktischen Bedeutung des Urteils.

Europäischer Menschenrechtsgerichtshof betont: „Kein Recht auf Beihilfe zum Suizid“
IMABE 12.04.22


10.04.22: Statistik: Zahl der Abtreibungen 2021 mit 94.600 gemeldeten Fällen um 5,4 Prozent gesunken

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland ist im Jahr 2021 mit rund 94.600 gemeldeten Fällen gegenüber dem Vorjahr um 5,4 Prozent zurückgegangen. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 07.04.22 mit.

Demnach war die Zahl der Abtreibungen im ebenfalls von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020 um 0,9 Prozent zurückgegangen. Anhand der vorliegenden Daten sei jedoch „keine eindeutige Ursache für den stärkeren Rückgang im Jahr 2021 zu erkennen“.

» Mehr zu den Abtreibungszahlen 2021


06.04.22: Medikamentöse Abtreibungen nachträglich abbrechen

P. CullenViele vorgeburtliche Kindstötungen werden heute medikamentös durchgeführt. Doch mithilfe der Einnahme des Hormons Progesteron können sie in einigen Fällen in letzter Sekunde verhindert werden.

Dazu eine Einschätzung von Prof. Paul Cullen, Vorsitzender der Ärzte für das Leben e.V.

» Zum Beitrag: Medikamentöse Abtreibungen nachträglich abbrechen


30.03.22: DHPV und DGS fordern gesetzliche Verankerung der Suizidprävention

DHPV und DGS fordern gesetzliche Verankerung derSuizidpräventionSeitdem der im Jahr 2015 mit großer Mehrheit im Deutschen Bundestag beschlossene § 217 StGB vor zwei Jahren durch das Bundesverfassungsgericht aufgehoben wurde, konzentriert sich die öffentliche und politische Diskussion auf die gesetzliche Regulierung der Suizidbeihilfe.

Die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) fordern stattdessen eine gesetzliche Verankerung der Suizidprävention. Dazu veröffentlichten die Fachverbände am 30.03.22 entsprechende Vorschläge.

» Mehr zu den Forderungen nach einer gesetzliche Verankerung der Suizidprävention


24.03.22: Studie: Wo „Sterbehilfe“ legal ist, steigen die Suizidzahlen

Symbolbild SterbehilfeDas österreische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) berichtete am 08.03.22 über eine interessante Studie bezüglich gestiegenen Suizidzahlen und gesetzlichen Regelungen zur Suizidhilfe.

Demnach vertreten Befürworter der Beihilfe zum Suizid und Tötung auf Verlangen die These, dass eine Legalisierung der „Sterbehilfe“ dazu führe, „harte“ Suizide zu verhindern. Gespräche und Beratung könnten Lebensjahre retten, indem verfrühte nicht-assistierte Suizide vermieden werden, so das Narrativ. Die These halte den Fakten jedoch nicht stand.

Wo „Sterbehilfe“ legal ist, steigen die Suizidzahlen
IMABE 08.03.22


21.03.22: Rund 2000 Menschen beim 2. Münchner Marsch fürs Leben

2. Münchner Marsch fürs Leben am 19.03. 2022Rund 2000 Menschen demonstrierten am 19.03.22 beim 2. Münchner Marsch fürs Leben für den Lebensschutz, der Würde und Schönheit jeden Lebens, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

Dies berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 20.03.22. Organisiert wurde der Marsch in der bayersichen Landeshauptsstadt vom Verein Stimme der Stillen e.V.

Lebensschutz ist jung, fröhlich, bunt und international
kath.net 20.03.22


18.03.22: BVL-Fachtagung zur „Woche für das Leben“ am 30.04.2022: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“

BVL-Fachtagung zur „Woche für das Leben“  am 30.04.2022 : „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?"Im Rahmen der ökumenischen „Woche für das Leben“ veranstaltet der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 30.04.2022 eine Fachtagung zum Thema: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“.

Die Veranstaltung findet statt von 13:00 bis 17:00 Uhr, „Alte Börse“ Naschmarkt 2, in 04109 Leipzig und wird auch online übertragen.

ReferentInnen sind:
– Prof. Sören Hoffmann (Lehrstuhl Philosophie/Ethik Fernuniversität Hagen) zum Thema „Die blasse Brut des Übermenschen“
– Susanne Hartfiel (Sozialwissenschaftlerin/Sozialpädagogin Bremen) zum Thema „Transhumanismus: Neuerfindung des Menschen im 21. Jahrhundert“
– Prof. Dr. med. Paul Cullen (Innere Medizin/Infektiologie Universität Münster) zu „Die Geschichte des Transhumanismus“

» Ausführliches Programm und Anmeldung zur BVL-Fachtagung am 30.04.22: „Fortschritt“ ohne Grenzen – Wohin führt die Optimierung des Menschen?“


14.03.22: Zwei Monate nach Transplantation: Erster Mensch mit Schweineherz-Implantat gestorben

Am 07.01.2022 ist erstmals einem 57-jährigen herzkranken Mann in den USA ein genetisch verändertes Schweineherz implantiert worden. Nun ist der Empfänger zwei Monate später verstorben.

Über die aufsehenerregende Transplantation und den Tod des Amerikaners berichtete die MIT Technology Review bei Heise online am 09.03.22 und das Ärzteblatt online.

Xenotransplantation: Mensch lebt seit 3 Tagen mit Schweineherz
Aerzteblatt.de 11.01.22

Erster Mensch mit Schweineherz-Implantat ist gestorben
MIT Technology Review 09.03.22

Erster Mensch mit transplantiertem Schweineherz gestorben
Aerzteblatt.de 10.03.22


13.03.22: Ukrainische Leihmütter: Tragische Schicksale zwischen Krieg, Kunden und Körper

Flagge der UkraineLaut einem Bericht des österreischen Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) vom 11.03.22 werden jährlich 2.000 bis 2.500 Kinder von ukrainischen Frauen gegen Bezahlung für Dritte ausgetragen. Davon seien 90 Prozent von ausländischen Paaren bestellt. Für das Schicksal der Leihmütter interessiere sich jedoch kaum jemand, kritisiert die IMABE-Geschäftsführerin Susanne Kummer.

Das IMABE berichtet ausführlich anhand von Fallbeispielen und Hintergrundberichten über die aktuelle Situation von Leihmüttern in der Ukraine.

Ukrainische Leihmütter: Tragische Schicksale zwischen Krieg, Kunden und Körper
IMABE 11.03.22

Ergänzend:

»Bleiben Sie ruhig. Das Leben Ihres Kindes hängt davon ab«
Leihmutterschaft in der umkämpften Ukraine
SPIEGEL 19.03.22


10.03.22: Bundeskabinett billigt Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen

Debatte um Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen § 219a StGBDas Bundeskabinett hat am 09.03.22 den von Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann (FDP) vorgelegten Gesetzentwurf zur Aufhebung des Verbots der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch (§ 219a Strafgesetzbuch – StGB) beschlossen. Nun muss noch der Deutsche Bundestag und der Bundesrat zustimmen.

» Mehr zum Kabinettsbeschluss zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen


08.03.22: BVL zum Internationalen Frauentag: Müttersterblichkeit senken, Frauenverachtung beenden

Bundesverband Lebensrecht (BVL)Am 08.03.22 ist Internationaler Frauentag. Vor diesem Hintergrund mahnt der Bundesverband Lebensrecht (BVL) in einer Pressemitteilung, die Müttersterblichkeit zu senken und die Frauenverachtung zu beenden.

Der BVL fordert konkret Politik und Gesellschaft auf, sich „nicht mit ideologischen, frauenfeindlichen Projekten wie der Werbefreiheit für und Propagierung von Abtreibungen zu befassen, sondern Müttern im Schwangerschaftskonflikt und Frauen weltweit wirklich zu helfen.“

» Mehr zum BVL-Statement zum Internationalen Frauentag am 08.03.22


01.03.22: Organspende-Regelung: Neues Bürgerregister verzögert sich

Das ursprünglich für den 1. März 2022 geplante Bürgerregister zur Organspende verzögert sich wohl bis Ende des Jahres. Dies berichtete das Deutsche Ärzteblatt am 25.02.22.

Das Gesetz zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft bei der Organspende, das im März 2020 im Deutschen Bundestag beschlossen wurde, tritt am 1. März 2022 in Kraft. Gleichzeitig treten weitere Änderungen des Transplantationsgesetzes in Kraft. Diese ergeben sich aus dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung vom 11. Juli 2021.

Weitere Informationen:

Organspende: Neues Bürgerregister verzögert sich
Dtsch Arztebl 2022; 119(8): A-305 / B-253, 25.02.22

Informationen des Bundesgesundheitsministeriums zur Organspende-Regelung


27.02.22: TCLG-Lebensrecht Forum am 12.03.22 zum Thema: „Mehr Fortschritt wagen“ – aber wohin?

TCLG-Lebensrecht Forum am 12.03.22 zum Thema: „Mehr Fortschritt wagen“ – aber wohin?Am Samstag, den 12.03.22, von 10:30 bis 16:30 Uhr gibt es wieder das Frühjahr-Forum des Treffen Christlicher Lebensrechts-Gruppen (TCLG) in Kassel. Themenschwerpunkt ist diesmal „Mehr Fortschritt wagen“ – aber wohin? Ab sofort können sich alle Interessierten anmelden.

Die Anmeldung ist erforderlich, bitte bis 08.03.2022. Auf der TCLG-Webseite finden Sie das ausführliche Programm und weitere Informationen zum Organsiatorischen.

» Infos und Anmeldung zum TCLG-Lebensrecht Forum am 12.03.22


21.02.22: Programm der 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V. vom 20. bis 21.05.22 zum Thema „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“ online

27. Jahrestagung des Vereins „Ärzte für das Leben“ Thema: „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“Vom 20. bis 21. Mai 2022 findet in Fulda die 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V. in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) statt. Thema ist diesmal: „Alarmstufe rot: Lebensrecht unter der Ampel?“.

Ab sofort ist das Programm online und Interessierte können sich anmelden.

» Zum Programm und zur Anmeldung zur 27. Jahrestagung von Ärzte für das Leben e.V.


20.02.22: Embryonen-Selektion: Gencheck soll „gesündestes Kind“ auswählen

Das österreichische Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik(IMABE) berichtete am 11.02.22 in einem lesenswerten Beitrag über die höchst umstrittene Verwendung des sog. Polygenetischen Risikoscores (PRS) beim Embryoscreening im Rahmen einer künstlichen Befruchtung.

Konkret geht es dabei um einen Screening-Test, der angeben soll, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass das Kind später multifaktorielle Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Brustkrebs bekommt.

Selektion von Embryonen: Gencheck soll „gesündestes Kind“ auswählen
IMABE 11.02.22


18.02.22: BVL-Stellungnahme zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a StGB)

Bundesverband Lebensrecht (BVL)Vor dem Hintergrund der von der Bundesregierung geplanten Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a StGB) hat der Bundesverband Lebensrecht (BVL) am 16.02.22 eine umfassende Stellungnahme an das Bundesjustizministerium gesandt.

Darin erläutert der BVL warum er den Gesetzentwurf zur Aufhebung des Verbots der Werbung für den Schwangerschaftsabbruch aus zwei Hauptgründen für verfehlt hält. Erstens wegen der Falschinterpretation des Inhalts von § 219a StGB, der eine Reihe von Missständen behauptet, die nicht bestehen. Zweitens hätte die Abschaffung des Paragraphen Auswirkungen auf andere Bereiche der Abtreibungsregelung und würde eine andere gesellschaftliche Haltung gegenüber Abtreibung bewirken.

» Zur BVL-Stellungnahme zur Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a StGB), 16.02.22


14.02.22: Zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar

Tag der KinderhospizarbeitAm 10. Februar 2022 fand der jährliche bundesweite Tag der Kinderhospizarbeit statt. Aus diesem Anlass fordert der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV), die hospizliche Begleitung und palliative Versorgung zukünftig stärker an den Bedürfnissen schwerkranker Kinder und Jugendlicher und ihrer Familien auszurichten.

Der Tag der Kinderhospizarbeit hat zum Ziel, die Inhalte der Kinderhospizarbeit einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Menschen sollen motiviert werden, sich mit den erkrankten Kindern und ihren Familien zu solidarisieren.

» Mehr dazu in der ausführlichen DHPV-Pressemitteilung zum Tag der Kinderhospizarbeit 2022.

» Deutscher Kinderhospizverein mit weiteren Hintergrundinfos


10.02.22: Spanien: Sieben Organspenden nach Sterbehilfe seit Mitte 2021

SpanienMitte 2021 hat Spanien die Sterbehilfe legalisiert und schon jetzt verwenden Transplantations-Chirurgen Organe von euthanasierten Patienten.

Einem Bericht der spanischen Zeitschrift Redaccíon Médica zufolge haben sieben Patienten ihre Organe gespendet. Und das, obwohl die Regierung noch immer keine nationalen Richtlinien für solche Verfahren herausgegeben hat, berichtete Michael Cook im „BioEdge“-Newsletter am 29.01.22.

» Mehr zum Thema Organspenden nach Sterbehilfe in Spanien auf sterbehilfe-debatte.de


06.02.22: Richtungsweisendes OVG-Urteil: Kein Zugang zu Betäubungsmittel zum Zweck der Selbsttötung

Symbolbild SterbehilfeDer 9. Senat des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) hat am 02.02.22 in drei Verfahren richtungsweisende Urteile zur Abgabe von Betäubungsmitteln zum Suizid gefällt.

Demnach ist das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nicht verpflichtet, schwerkranken Menschen, die den Entschluss zum Suizid gefasst haben, den Erwerb eines bestimmten Betäubungsmittels zu erlauben, teilte das Gericht mit.

» Zur Pressemitteilung des Oberverwaltungsgerichts Münster (OVG) vom 02.02.22 mit ausführlicher Begründung des Urteils


03.02.22: Online-Vortrag am 10.02.22 zum Thema „Die alte Euthanasiediskussion und die neue Sterbehilfedebatte – Tötung auf wessen Verlangen?“

Symbolbild SterbehilfeAm 10. Februar 2022 von 18.30 – 20.00 Uhr gibt es online eine interessante Veranstaltung der Hamburger Fern-Hochschule (HFH) zum Thema „Die alte Euthanasiediskussion und die neue Sterbehilfedebatte – Tötung auf wessen Verlangen?“ mit Dr. Michael Wunder.

In seinem Vortrag im Rahmen einer Ringvorlesung zur Grundrechtsdebatte stellt Dr. Wunder die Euthanasie-Diskussion seit Ende des 19. Jahrhunderts der aktuellen Debatte um Sterbehilfe, um Tötung auf Verlangen und um das Recht auf Suizidbeihilfe gegenüber.

Der Referent von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ist u.a. Autor zahlreicher Beiträge zur Medizin im Nationalsozialismus, Behindertenhilfe, Biomedizin und Bioethik. Er war Mitglied der Enquete-Kommission „Ethik und Recht der modernen Medizin“ in der 14. und 15. Legislaturperiode im Deutschen Bundestag und von 2008 bis 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrats.

Die Teilnahme an der Online-Veranstaltung ist kostenlos und nur nach Anmeldung möglich.

» Mehr zum Programm und zur Anmeldung zur Veranstaltung am 10.02.22 bei der HFH


31.01.22: Neuer ZQP-Kurzratgeber über Lebensmüdigkeit bei pflegebedürftigen älteren Menschen

Bild: Cover ZQP-Einblick „Wenn ältere pflegebedürftige Menschen lebensmüde sind“Verlieren Menschen die Freude am Leben und die Kraft dafür, spricht man von Lebensmüdigkeit. Woran Angehörige Lebensmüdigkeit oder sogar Suizidgedanken bei pflegebedürftigen Menschen erkennen und wie sie damit umgehen können, erklärt der neue kostenlose Kurzratgeber „Wenn ältere pflegebedürftige Menschen lebensmüde sind“ aus der Reihe EINBLICK der „Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege“ (ZQP).

Er ist bereits im Oktober 2021 erschienen. Enthalten sind darin Hinweise auf Warnsignale, die auf Suizidgefährdung hindeuten können, 10 Tipps zum Umgang mit Lebensmüdigkeit und Suizidalität bei älteren pflegebedürftigen Menschen sowie Hinweise zu Beratungs- und Unterstützungsangeboten.

» Mehr zum ZQP-Kurzratgeber über Lebensmüdigkeit bei pflegebedürftigen älteren Menschen


28.01.22: Neuer Anlauf: Fünf Abgeordnete legen Vorschlag für Neuregelung der Suizidbeihilfe vor

Debatte um Neuregelung SuizidhilfeIn die Debatte um die Neuregelung der Suizidhilfe kommt wieder Bewegung. Fünf Abgeordnete aus allen Bundestags-Fraktionen außer der AfD haben einen Vorschlag für die Neuregelung der Suizidbeihilfe erarbeitet, berichtete das Ärzteblatt online am 27.01.22. Demnach sieht der Gesetzentwurf vor, dass die geschäftsmäßige Suizidhilfe grundsätzlich wieder strafbar ist und nur unter „engen Voraussetzungen“ straffrei bleibt.

Verfasser sind Benjamin Strasser (FDP), Prof. Dr. Lars Castellucci (SPD), Ansgar Heveling (CDU/CSU), Dr. Kirsten Kappert-Gonther (Bündnis 90 / Die Grünen), Stephan Pilsinger (CDU/CSU) und Kathrin Vogler (Die Linke). Ergänzend veröffentlichten die Parlamentarier einen Antrag zur Stärkung der Suizidprävention.

Weiterführende Informationen:

Parlamentarier legen Entwurf zu Regelung der Suizidbehilfe vor
Aerzteblatt.de 27.01.22

PDFEntwurf eines Gesetzes zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Hilfe zur Selbsttötung und zur Sicherstellung der Freiverantwortlichkeit der Entscheidung zur Selbsttötung
(16 Seiten, PDF-Format, veröffentlicht am 27.01.22)

PDFAntrag Suizidprävention stärken und selbstbestimmtes Leben ermöglichen
(4 Seiten, PDF-Format, veröffentlicht am 27.01.22)


25.01.22: EU-Vorstoß aus Frankreich: Von der Transfer- und Staatsschuldenunion zur Abtreibungsunion

EU-FlaggeFrankreich will, dass die EU eine „Abtreibungsunion“ wird. Das kündigte Emmanuel Macron bei der Vorstellung des Arbeitsprogramms der französischen Ratspräsidentschaft am 19. Januar in Straßburg an. Dazu soll die Charta der Grundrechte der EU aktualisiert und um ein „Recht auf Abtreibung“ ergänzt werden, berichtete die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. in einem ausführlichen Beitrag vom 22.01.22

Von der Transfer- und Staatsschuldenunion zur Abtreibungsunion
ALfA 22.01.22


22.01.22: 6,4 Prozent weniger Abtreibungen im 3. Quartal 2021 als im Vorjahresquartal

Im 3. Quartal 2021 wurden rund 22.700 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Dies waren 6,4 Prozent weniger als im 3. Quartal 2020, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 20.01.2022 in einer Presseaussendung mit. Damit ist wie bereits in den ersten beiden Quartalen 2021 erneut ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

» Mehr zu den Abtreibungszahlen im 3. Quartal 2021


19.01.2022: Bundesjustizministerium legt Referentenentwurf zur Streichung des Abtreibungs-Werbeverbots vor

Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf zur Abschaffung des § 219a StGB, dem Werbeverbot für Abtreibungen, vorgelegt. Damit will die neue Bundesregierung ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen.

Dies berichtete der SPIEGEL online am 17.01.22 und das Ärzteblatt. Demnach wollen SPD, Grüne und FDP die bisher geltende Regelung wie geplant ersatzlos streichen. Auch die Linken signalisierten erwartungsgemäß ihre Unterstützung.

» Mehr zum Referentenentwurf zur Streichung des Abtreibungs-Werbeverbots


10.01.22: Diakonie Wuppertal schafft Grundlagen für Suizidhilfe

Symbolbild SterbehilfeDie Diakonie in Wuppertal ermöglicht in ihren Senioreneinrichtungen unter strengen Auflagen die Suizidhilfe. Sie beruft sich dabei auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

Darüber berichtete ausführlich der WDR am 05.01.22 in einem Interview mit Pfarrer Dr. Martin Hamburger, Direktor der Diakonie Wuppertal. In dem Artikel werden leider Begrifflichkeiten durcheinander geworfen, wie informierte Leserinnen und Leser feststellen werden.

Diakonie Wuppertal schafft Grundlagen für „assistierte Sterbehilfe“
WDR 05.01.22


05.01.22: Abtreibung weltweite Todesursache Nr. 1

2021 starben ungefähr 42,6 Millionen Menschen durch die vorzeitige, künstliche Beendigung der Schwangerschaft. Von allen Todesfällen weltweit wurzeln damit 42 Prozent in der Abtreibung.

Über diese Zahlen berichtete das katholische Nachrichtenportal kath.net am 04.01.22 unter Berufung auf Lifesitenews.

Weltweite Todesursache Nr. 1: Abtreibung
kath.net 04.01.22


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