Hier finden Sie aktuelle Meldungen zur Palliativmedizin und Hospizarbeit.

2017

09.05.17: DHPV-Broschüre „Spiritualität in der Hospizarbeit“ veröffentlicht

CoverDer Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e.V. (DHPV) hat am 08.05.17 eine lesenswerte Broschüre „Spiritualität in der Hospizarbeit“ veröffentlicht. Die 24-seitige Handreichung ist speziell für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospiz- und Palliativarbeit und geht den Fragen nach, was Spiritualität sein kann, ob sie jedem Menschen eigen ist und welche Funktion ihr im menschlichen Leben, gerade auch im Sterbeprozess, zukommt.

In der Broschüre wird die Vielfalt spiritueller Vorstellungen, Erfahrungen und religiöser Welten in den Blick genommen und auch Fragen der Interreligiosität bzw. den Umgang mit anderen Kulturen beleuchtet. Des Weiteren geht es darum, wie in der Begleitung ‚Räume‘ geschaffen werden können, in denen sich Spiritualität artikulieren und in denen entdeckt werden kann, was es an Spirituellem im Leben der Begleiteten und in der jeweiligen Biografie gibt. Mit der Broschüre will der Verband „Hemmschwellen senken und Mut machen, sich dem zu stellen, was im eigenen Leben Spiritualität ist, sowie sich einzulassen auf die Spiritualität der zu begleitenden Menschen.“

Zur Broschüre Spiritualität in der Hospizarbeit


17.02.17: Zur aktuellen Debatte um rechtliche Probleme der Palliativversorgung in Zusammenhang mit dem Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung

Vor dem Hintergrund des vor einem Jahr neu geschaffenen § 217 des Strafgesetzbuches, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung verbietet, hat die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin ausführliche Erläuterungen der Auswirkungen für Ärzte veröffentlicht.

Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (§ 217 StGB): Hinweise und Erläuterungen für die ärztliche Praxis*
BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundesärztekammer
Deutsches Ärzteblatt 2017; 114(7) 17.02.17

Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung: Mehr Licht für eine Grauzone
Richter-Kuhlmann, Eva
Der vor einem Jahr neu geschaffene § 217 des Strafgesetzbuches verbietet die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung. Die Bundesärztekammer und die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin erläutern die Auswirkungen für Ärzte.
Deutsches Ärzteblatt 2017; 114(7) 17.02.17

Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung: Balanceakt in der Palliativmedizin
Tolmein, Oliver; Radbruch, Lukas
Die neue gesetzliche Regelung zum assistierten Suizid wirft bei vielen palliativmedizinisch tätigen Ärztinnen und Ärzten Fragen auf, wieweit ihre Tätigkeit davon beeinflusst wird. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin gibt eine Übersicht*.
Deutsches Ärzteblatt 2017; 114(7) 17.02.17

Versorgung Sterbenskranker durch Gesetz nicht behindert
Berlin – Viele Ärzte sind verunsichert, inwieweit sie sich bei der Begleitung und Behand­lung von schwerkranken Patienten, die nicht länger leben wollten, strafbar machen.
AERZTEBLATT.DE 17.02.17


2015

05.11.15: Bundestag billigt das Hospizgesetz

Einen Tag vor der entscheidenden Sterbehilfedebatte hat der Bundestag einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland verabschiedet. Die teilweise interfraktionell erarbeitete Vorlage fand am Donnerstag, 5. November 2015, im Parlament eine breite Mehrheit aus Union, SPD und Grünen. Die Linksfraktion enthielt sich der Stimme, sieht das Gesetz aber grundsätzlich auch als sinnvoll an.
MITTEILUNG Deutscher Bundestag 05.11.15

Anm.: Dort gibt es die Drucksachen und das Video zur Debatte


05.05.15: Bundeskabinett beschließt Hospiz- und Palliativgesetz (HPG)

Das Bundeskabinett hat am 29.04.15 in Berlin den Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland“ (Hospiz- und Palliativgesetz – HPG) beschlossen. Ziel des neuen Gesetzes ist ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Reformen in der gesetzlichen Krankenversicherung, in der sozialen Pflegeversicherung und im Krankenhauswesen vor. Er enthält Regelungen zur ambulanten Palliativ- und Hospizversorgung der Versicherten in der häuslichen Umgebung und zur stationären Versorgung in Pflegeeinrichtungen, Hospizen und Krankenhäusern. Verbänden geht der Gesetzentwurf jedoch nicht weit genug. Sie fordern Änderungen bzw. Ergänzungen.

Mehr im Themenspecial zum geplanten Hospiz- und Palliativgesetz auf www.sterbehilfe-debatte.de


2011

25.03.11: Deutsche Hospiz- und PalliativStiftung gegründet

Für ein menschenwürdiges Sterben engagieren sich tagtäglich 80.000 Ehrenamtliche und zahlreiche hauptamtliche Mitarbeiter/innen der Hospiz- und Palliativarbeit. Etwa 1000 Hospizvereine und Palliativeinrichtungen sind bislang im Deutschen Hospiz- und PalliativVerband zusammengeschlossen. Dieser Ausdruck des solidarischen Miteinander soll weiter bewusst gemacht werden über die jetzt gegründete Hospiz- und PalliativStiftung. Ihr Schwerpunkt ist der Aufbau und Betrieb der deutschen Hospiz- und PalliativAkademie, die sich als Basis für fundierte Informationsarbeit, für Fortbildung und Qualifizierung aller so Tätigen sowie als Ergänzung zu bestehenden regionalen Akademien versteht.

Ausführliche Informationen bei der Deutschen Hospiz- und PalliativStiftung

Zum Thema interessant:

Der Einsatz von Morphium: Zwischen Pflicht und Strafe
Zenz, Michael
Morphin dient zur Schmerztherapie, nicht zum Sterben. Wenn Morphin dagegen ohne Indikation in der Sterbephase eingesetzt wird, ist es keine Sterbebegleitung, sondern Tötung.
Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(12) 25.03.11