Dass sich Ärzte für den Erhalt des Lebens und der Gesundheit ihrer Patienten einsetzen, wäre eigentlich selbstverständlich und der Zusatz „für das Leben“ daher überflüssig. Aber es gibt heute sehr viele Ärzte, die bereit sind, ihre Patienten zu töten. Und es werden immer mehr, die das Töten akzeptieren und sogar befürworten.

Da wir solche Ärzte nicht als Kollegen betrachten können und uns von diesen distanzieren müssen, haben wir uns „Ärzte für das Leben“ genannt. Unser Name ist Programm. Wir treten unbedingt für das Leben der sich uns anvertrauenden Menschen ein, was nicht heißt, daß wir menschliches Leben um jeden Preis erhalten wollten. Dies verbietet uns unsere Achtung vor der Würde des Menschen.

Eine Spaltung von Ärzten in tötende und nicht tötende Ärzte gibt es zumindest schon seit den Zeiten von Hippokrates, einem griechischen Arzt, der vor ca. 2.400 Jahren in Kleinasien lebte. Auf ihn soll der sog. hippokratische Eid zurückgehen. Wir stellen uns somit als „hippokratische“ Ärzte in die Tradition des Hippokrates.

Ärzte, die töten, sind nach Hufeland die „gefährlichsten Menschen im Staate“. *

Sie entscheiden mit darüber, ob wir in einer Zeit umwälzender Veränderungen auch im Gesundheitssystem Ärzte haben werden, denen Sie sich ohne Angst um Ihr Leben oder Ihre Gesundheit anvertrauen können oder nicht. Sie müssen ein Interesse daran haben, über die Entwicklungen hierzulande informiert zu sein.

Wir möchten Ihnen dabei helfen.

Prof. Ingolf Schmid-Tannwald, 1. Vorsitzender von 1995 – 2011

Ihr Prof. Dr. med. Paul Cullen, 1. Vorsitzender

Dr. Adam Franke, 2. Vorsitzender

 

* Hufeland war königlich preußischer geheimer Rath, Leibarzt, Direktor des Coll.med.chirurg., „erster Arzt der Charite Berlin u.f.w.“